Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 85 (14.1.1921)
- Date
- 1921-01-14
- Page
- Seite 10 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Jftgi nr «m «M, xxS Wmn uns ferner einzig noch tSe NnSstcht, Me heute gefährlichen, uns Rf&fle tor modimreu Geistesmachke um f« .Beamte«, intom wir fie uns einverleiben und «ük d» geijtza» Buffer stn r z, in dem Wir -» Vehlingen droht, zu einem Wasserwerk Mate», das nnjöcr Mühlen treibt. Ein berau- Güwnke fürwahr! Aber welche unauch, welch schöpferisches Leben, Lapmtz «8er Etarrnis, welches Aufleuchten aller t$nfc«, welch helliße Wiedergeburt, welch himmlische Erfir alle mrd jeden wäre es, wenn wir's zwingen tz. h. wem» wir jede geistige Welle um uns ins Ktentums, jeden ethischen Windhauch 8er kojab» Zeit in das Se^el unserer heiligen Thora zwintz» kirnte«! Wenn wir die ganze Welt um uns, soweit sie Wert hat, — und fie hat Werte — in uns selber. Geiste, unserm Gemüte einverleiben und' jüdisch l! Jndenjuuge auf dem Dorf, wir sind dir nicht das letzte Mal begegnet. Du hast uns viel zu denken gegeben. Fast wäre man versucht, sich pathetisch' hinzupstnnzm. ted den Witz, dem Du entsprungen, vollkommen z» Wache« mit dm Borten: „Mögen Dir viele gleichen in JffmelN' Emil Cohn. t T«<s«ch<« «ad Srgebmffe Dentschland. Berti«. Jabotins^, der Begnmder der Jüdischelt Legion und der Indischen Selbstwehr in Jerusalem, jetzt Direktor des Palästina-Grundfonds (Keren Hajesiod) der Zionistisch» Weltorganisation, hielt in Berlin zwei Vorträge über das jüdische Palästina in rusiischer und deutscher Sprache. Namentlich der Bortrag im Lehrervereinshaus am K. Januar in deutscher Sprache gestaltete sich zu einer imposante» Kundgebung. Der Andrang war ungeheuer groß; als toi Saal schon überfüllt war, verlangten noch Tffljjfte stürmisch Einlaß. Jabotinsky wies auf die Schwierigkeit» hin. welche dem Aufbau des jüdischen Palästina »tgegensteh» und zu deren Überwindung die Dwrchfihrnag tor Keren Hajeffol^lktion unerläßlich sei. Iw werter» Berlanse seines Vortrags forderte Jabotinsky für das entstehende jüdische Palästina von Anbeginn an 'der Staatlichkeit im Sinne tor Wehchaftigkeit wies to&nf hin. daß England nicht dauernd den er» Schutz tos jüdischen Palästina über- Ma» dürfe daher England von Anfang an «»rv«h«tz nicht ausschließlich überlassen. Das englische Ball, rief JäbatinSkh ans, verlange eine Beteiligung der Jte» an ai>» Antzelegenheiten der Wehrmacht. Wenn eszn Känchs» kaayne, und' die Verlustlisten enthielten nur aqßfjt. aber kerne jüdisch» Namen, so werde das Öfflr PnAikam dies nicht ertragen. Jabotisky wies Wch we Mßllüch» Byspnle jüdisch» Heldenmutes bei tor » hin. . Stürmischer Beifall die er in hebräischer Sprache die Sie Alfred Mond und Profesior «atz» KereaHMefiotoSitzung in ,wtd um tor Ateidmg für Zentral- Perl» al^ Broschüre in deuAcher oorto». Diese BrbMre .toetLtdi« Seren HWssvd- WirVMr die sie sich äuSgeMchnet eignet. Die Broschüre wird zym Selbstkostenpreis geliefert, und zwar kosten in deutscher Drache IOC Exemplare 25 M. zuzügjlich Porto. Der Preis für die jüdische Ausgabe stellt sich doppelt so hoch wie für die deutsche. (& K.) Breslau. Wie an anderen Orten des Deutschen Reiches sind auch hier seit längerer Zeit Bestrebungen im Gange, dem gefahrdrohenden Niedergang des religiösen Bewußtseins durch Gründung einer jüdischen Schule entgegenzuwirken. Den Mittelpunkt dieser Bestrebungen bilden eine Gruppe aesetzestreuer Herren, denen zionistische Persönlichkeilten helfend zur Seite tehen. Während inan aber anderwärts von einer aktivem Gegnerschaft der liberalen Kreise gegen diese positive Aufbauarbeit innerhalb des deutschen Judentums nichts gehört hat, bewahren sich die Breslauer liberalen Kämpen auch auf diesem «Gebiete als streitbare Vorposten des Affimilantentums. In einer Propaganda-Versammlung, die der Verein zur Förderung der jüdischen Schule am 20. d. M. unter Vorsitz des Rabbiners Dr. Simon sohn veranstaltete, wurde ein Schreiben des Vorstandes verlesen, worin dieser offiziell erklärt, daß die Gemeindebehörden die Ä u s g e st a l t u n g der in der Unterstufe bereits eröffne t en jüdische n Schul e mit Entschiedenheit ablehneu. Es ist natürlich, daß die Verlesung'dieses Brieses nach dem eindrucksvollen Referate der Herren Dr. Heinemann und Rabbiner Dr. Cavlebach aus Lübeck einen E n t r ü st u n g s st u r m in der Versammlung auslöste. In der Debatte trat u. a. auch Kreisschulinspektor Dr. Hammerle vom katholischen Standpunkte aus für die jüdische Schule ein. Wie die „Jüdische Volkszeitung" berichtet, hat die Versammlung neue einnraliige Beiträge in Hohe von 40 000 M. und Jahresbeiträge in Höhe von 60 000 M. für das Schulwerk gesichert. Heidelberg. Der frühere Privatdozent Dr. Arnold Rüge, der wegen anttfemitsicher Propaganda-Hetzreden während seiner Vorlesungen von seinem Amte suspendiert: wurde, hatte -bei der letzten Universitätsfeier Handzettel mit beleidigenden Bemerkungen gegen die Universität verteilen lassen. Daöauf hat der Allgemeine Studentenausschuß jetzt folgende Entschließung gefaßt: „Der Allgemeine Studentenausschuß miMlligi aufs schärfste das Verhalten des Herrn Dr. Rüge bei der letzten Universitätsfeier am 14. Dezember und wendet sich gegen die Beleidigungen der philosophischen Fäultät und dfr jüdischen Studenten, ohne zu dem Streit zwischen Dr. Rüge und der philosophischen Fakultät sachlich Stellung zu nehmen." Danzig. Das Komitee der jüdischen Delegationen in Pa- * überreichte dem Rate des Völkerbundes eine Denkschrift ris über die Frage der Einbürgerung von Juden, die aus Ost europa stammen und zurzeit in Danzig wohnen. Es soll für diese Fremden das Recht erwirkt werden, sich im Freistaate Danzig als Bürger eiintzutragen. Berlin. Gch. Medizinalrat Dr. Leopold Landau ist gestorben. Mit ihm ist nicht nur ein Gelehrter von Weltruf und ein prächtiger Mensch abberufen worden, sondern auch ein für alle jüdischen Probleme aufs lebhafteste, interessierter Jude. Er war der erste Vorsitzende des Vereins zur Gründung und Er- 'Haltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums nnb gehörte der ehemaligen Deutschen Konferenzgemeinschaft der Alliance Jsraölite Universelle an. Österreich. Wieck Ei,^e de Anzahl galizisicher Chassidiüräbbis, die nrit „Großrabbiner" tozeichnet werden, und andere Rabbiner, die infolge des Krieges aus Galizien nach Wien geflüchtet sind und sich noch dort befinden, haben namens der Agudazen träte in Wien einen Ausruf erlassen, dessen Anfang kautet: „Gruß und Sogen unseren jüdischen Brüdern allüberall! Der Ewige sei mit euch! Entsprechend dem Beschluß in Pre ß b u rg und der Nachkonferenz in Wien vereinbarte die Landes-Ag u- Äa-Zentrale in Wien, ihre Tätigkeit in Bezug auf E r e z JsraLl zuerweitern„ jede Art von Thoro^Lehrstätten zu fördern und zu errichten, Siedlungen in die Wegezu leiten, Handwerkerschulen auf religiöser Grundlage zu'«runden, im allgemeinen dort Raumzu s cha ffe n für unsere Brüder, die religionstreu sind,^zumal da sie nach Inhalt und Zahl den bedeutendsten Teil unseres Volkes darstellen-. Deshalb begründete die Landes-Zentrate eine He s ondereSek - tron für alle Erez Israel tzetres fend^enMngelegenhei ten. deren Ausgabe es äst sich ein klares Urteil zu bichen über alle Fragen, und diejenigen Voraussetzungen zu erfWen die unbedingt für den Metorcnübau rmfeces Landes im Geiste der hei ligen Lehre notwendig firkd.^