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Jüdischer Bote vom Rhein · 1920-10-22 · 73 (22.10.1920) · p. Seite 409

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
2 (1920)
Issue
73 (22.10.1920)
Date
1920-10-22
Page
Seite 409 (sequence 5)
Language
German
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vom WWPnn beftÜken,Ast< Zange weit wegwiarf, 'Mit ür er das.Eistn dem Feuer entreißen wollte, imt> in ein so lautes Gelächter ausbrach, daß die zivei Gesellen ganz verblüfft in der Arbeit einhielten und sich nach dem sonderbaren Tun des Meisters mnwandten. Dadurch entstand eine Stille in der Werkstätte, durch die das laute Gelächter TrenderlS noch deutlicher als durch das Hänunern hindurchschrülte. sFortsetzon, folgt.) In Berlin erzählt man suh. da^-eine- Tages ein armer Schnorrer -auf dem Friedhofe in Weißens« vor dem haushohen und überladenen Marmorgrabmal der Familie des Kommerzienrats Ascherott mit wiegendem Kopfe stehen geblieben sei imb ausgerufen habe: „Die Leute leben!" Zahlenrätsel. Bon S. Lvb, Köln. Ko« Kerg und Tal. Köln. Eine großzügige Hilfsorganisation ist in unserer Genrcinde ins Leben getreten zum Besten unserer ostjüdischen Brüder und Schtvestern, die Rtacht und Getmlttat > ins Eleird treiben. Das Los der Heimatlosigkeit, das ewig wiederkehrende Judengeschick. tvann hätte es sich er- - schlitternder offenbart, als hier, wo gleich der Vertreibung der Juden aus Spanien, ja furchtbarer noch. Tausende llnd Abertausende den Pogroinen. den unerträglichen Wirtschaftsverhältnifsen und der Militärdiktatur entfliehen, um in überseeischen Ländern, zumeist im gastlichen Amerika, oder im Lande unserer Väter eine Heimatstätte zu suchen. Deutschland, und insbesondere K ö l n. ist Durchgangsstation für die Durchlmnderer »rach Holland, Belgien und Frankreich. Auf dem Bahnhof selbst ist eine Hilfsorganisation geschaffen worden, die. geleitet von edeldenkenden- Männern und Frauen der jüdischen Gemeinschaft, und unterstützt von der selbstlosen hillgebenden Ärbeit unserer jüdischen Jugend, alles versucht, um den Unglücklichen ihr Los zu erleichtern. Bei ihrer Ankunft irerden sie sofort von unsern Helfen: uird Helferinnen empfangen. Um sie vor gewissenlosen Ausbeutern zu schützen: n«erden ihnen Fahrkarten, Päsie usw. besorgt und ihnen in jeder Weise Rat erteilt. Bis zu ihrer Weiterreise, die meist nach einigen -Stunden erfolgt, werden sie durch Nachtquartier, Speise und Trank am Bahnhof (ain Bahnhof selbst ist eine streng rituelle Küche eingerichtet) und durch Verabreichung von Kleidungsstücken versorgt. Das erhebende Bewußtsein: „Kol Jesroel Areiwim se lose" (in Israel ist Bürge einer füllen anderen) hat sich nirgends mehr gezeigt, als gerade jetztür dieser Hilfstätigkeit, wo alle unterschiedslos, welcher Partei und welck)er Richtung sie angehören mögen, wetteifern an diesem Liebeslverk. Gerade die anderen Gemeinden. die von der Einlvanderung verschont sind, sind doppelt verpflichtet, diese jüdisckje Pflicht an unsern Brüdern zu erfüllen mrd uns, soN'cit es in ihren Brüsten steht, 'zu unterstützen..— Wir dürfen daher nochmals auf den bereits veröffentlichten Aufruf hinN>eisen.mit der Bitte: Spendet rasch und reichlich auf das Postscheck-Konto 6(5 275 Köln „Hilfsaus- * schuß für jüdische Durchwanderer" oder A. Schaffhausenschen Bankverein A.-G. Köln, Konto: „Hilfsausschuß für jüdisckre Durck-toandercr". Bonn. Wie >vir erfahren, hält der Verein zur Pflege jüdischen Gemeinnesens in Bonn am Samstag abend 8 Uhr im Gemeindehaus eine Versammlung ab, um sich mit der Wahlfrage der Repräsentanten zu beschäftigen. Bonn. Ter Vortrag des Hecrir Tr. Emil Eohn ist von Samstag auf Montag, den 25. Oktober, abends 8'/< Uhr, verschoben worden. Siehe Anzeige. Bonn. Dlii einem der nächsten Tage spricht hier in öffentlickjem Vorträge Prof Dr., Heinrich Löwe^Berlin. Näheres an den Anschlagsäulen. - Kücherschau. Hcst 4 der Monatsschrift „Der Jude", herausgegeben von Tr. Marti» Bubcr, ist soeben erschienen und hat folgenden Inhalt: , ttruolb Zweig, Ter hc»tige deutsche Antisemitismus: Albrecht H»!lniann, Tie österreichische indische Aonqrebbetoegung sZnr Frage der naiionalc» Minderhcitsrechtc der Indens: 2. VI. Horodezky, Palästina mib der EhassidiSinnS: Feli; Woltsch. Tie jüdische Renaissanee und die Ethik des reinen Willens: Ludwig Ltranß, Ans dem Drama „Ter verborgene" »siv. 12 3 3 4 2 1 jüdische» Fest 2 3 3 4 6 7 8 europäischer Staat 3 4 6 1 8 5 Herrschertitel ' 3 4 1 4 7 Stabt tn Rußland 4 1 6 8 7 Eodtetl 2 5 6 4 biblischer Hauptmann 1 2 9 4 7 Land tn Afrika .Dir erst« Senkrechte von oben nach unten ergibt ebensallS ein jüdische» Fest. üifmig de» «ItselS »< Nr. 72: Kamel — Karmel. Den Preis erhielt Erwin Juhl, Meckenheim. Der Ueretnrbole. Berlin. Jüdischer RalionalfondS e. v. Postscheckkonto Berlia RA. 7 Rr. 28 247. Bon den i« Jahre 1920 aufzubringenden 4 Millionen sind bi» zum 8. Okt. 1173304.10 M. eingezg^lt worden. vonn. Jüdischer Jngendbnnd. 1. Vorsitzender: Siegmund Echmitzi Hatschiergass« 4. Freitag 22. Oktober, 8'/, Uhr, Hotel Levy: Heimabend, Leitung: Herr Lehrer Uoschiand. Tonntag de» 31 Okt.: Taaessahrt serste Fahrt deS Winterhalbjahres l!>2»/2ls: Boiin-Eall-Gemünd-Ursltalsperre. Vonn ab 5,00 vorm., Bon» an 10,20 'nachm. Teilnehmer werde» gebeten, den Unterzeichneten davon zu bcnachrichtigen. — ' Erich Frankfurter, Tcmpelstr. 12. Tel. 906. Gottesdienst. Bon». Freitag den 22. Okt.: AbendgollrSdicnst 5 Uhr. Lamstag den 23. Okt.: Morgcnaottcsdienst und Predigt. Minchah 4 Uhr. Tabbatansgang 6.05 Uhr. Werklagvgoltesdienst morgenS 7'/, Uhr, abends 6 Uhr. Jahrzelten. Bon». Lonntag den 24. Okt.: Mose» Levy. TienStag de» 26. Okt.: A. Frankfurter. Freitag den 29. Okt.: chustav Kaiser. Nebst Vorabend. Geld- und ZSechsekmarkt. ES kosteten tn Köln am 12. Okt. Mark am 18. Okt. Mark FriedenSkurS Mark 1 Pfund Sterling . . 231-234 242-243 20.43 100 französ. Frank . . 435-437 458-459 81.- 100 belgische „ . . 459-462 482-484 81.— 100 schweizer. „ . . 1060-1070 1115-1125 81.- 100 holländ. Gulden. . 2055 -2070 2175-2182 168.75 100 österreich. Kronen 24 24 7 85.- 1 amertkan. UtZ.x . 65-66 69-70 4.24 Aalender der Woche. Oktober 1920 Marcheschwan 5881 Freitag. 22. Okt. 10 GamStag... 23. „ N 1- Sonntag.... 24. . 12 1 Montag. 25. , 13 ' Dienstag.... 26. . 14 Mittwoch.... 27. . 15 Donnerstag. 28. . 16 Freitag. 29. , 17 ' SamStag ... 80. . 18

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