Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 68 (17.9.1920)
- Date
- 1920-09-17
- Page
- Seite 369 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Dazu hat er zwei HLud«, und ukim er die aufhebt, hat er sein Auskommen, bester wie Mancher Doktor." „Wer dich so reden hört, LcholcD", erwiderte Mindel gereizt, „möcht nicht glauben,'d» dis« Schalem UrandeiS, der reich« Manu, d/r an Almosen in einer Woch mehr anSgibt, als ein anderer in einem ganzen Monat einnimmt. Ter letzte Tchulklopfer könnt auch nicht anders reden." „Ein schöner Jung ist er, und-sei» Auskommen hat er auch'', wiederholte Lcholem seinem Weibe wie zum Trotz. - Mindel hielt eS nicht der Mühe tvert, auf diese „widersinnigen Reden" ihrS Mannes eines Weitern cinzngehen; sic stellte sich an. als ob"sie schliefe, und Lcholem hatte dies kaupi an ihrem Zchweigen bemerkt, als er trotz deS lärmende» HammernS den wirklichen Lchlaf nicht mehr bewältigen konnte. Triur» der Rcbenstube konnten sich indes zivei andere Augen lange nicht schließen. Am osfrnr» Fenster, daS der Lchlosterwerkstät'tc gerade gegenüber lag, stand im Nachtkleid eine schlanke, weibliche Gestalt, die hatte die Reden der beiden Eheleute vollständig vernommen. AlS die Sprache auf den Lchloster gekommen war. den Lcholem mit dem Prädikate eines „schönen Jungen" -bezeichnet«, bedeckten sich ihre Wangen mit einer so hohe» Glut, daß, hatte man da» feurige Eisen, dem der Lchloster »m diesen Augenblick auf dem Amboß die Form gab, dagegen halten können, der Ztveifcl rege geworden wäre, wo da ei» Unterschied z» finden sei? - ' sFortsetzung folgt.) Kon Kerg und Tal. N Krefeld. Am 7. SeptemBtzr verstarb im 76. Lebensjahr Herr Markus Reiß, langjähriges Vorstandsmitglied der hiesigen Synagügengemeinde. Mehr als jirei Jahrzehnte widmete er sich mit alle Zeit ivahrem Eifer und stetiger Pflichttreue den mannigfachen Anforderungen des (^eineindelebens. Sachkunde und Verstandesschärfe erleichterten ihm feine Aufgabe. Auch dem Vorstande des Literalurvereins gehörte er seit dessen Begründung an und förderte seine' Bestrebungen durch verständnisvolle Anteilnahme. Mit seinen Angehörigen und seinen Freunden Vierden weitere Kreise sein Gedenken in Trauer bclvahren. Könner Nachrichten. ■ X Bonn. Der Direktion der Lchanburg ist eS iii dem Bestrebe», dem Bonner Publikum »ur immer das Beste z» biete», unter großer» Kopc»a»i>va»d gclnnoc», ab lt>. d. M. eine Daiizdarbieiung iiiiter dem Titel „L'rieutaiischess Ballet aus Ivvt Nacht" zu verpflichten. Es handelt sich hier »m eine Darbietung^ welche man nur ans de» größte» Bühne» des In- »»d Auslandes zu sehe» bekommt. Neben dieser Nummer wird ein erstklassiges Barietc-Programm vorgesührl und verweisen wir i» dieser Beziehung auf die Anzeige dieser Niimmer. Die Kotentasche. Zur Einstein-Hetze, Ter Einstein-Hetze widmet Mich. v. Lindenhecker im „Vvuväits" u. a. folgende Verse: Chor der f a r b c n t r a g c n d e n C t u d e n t e n: ' Hep-l)ep, tut-tut, , » Ter Entstein ist ein Jud! Runter vom Katheder, v . Schachere mit Leder! Hep-hep, tut-tut, ■ Jud, JudI Erster Hetz Professor: Gounancn, uns lvagt man zu bieten Tic Theorien deS Semiten. Ta macht sich so ein Mansche! breit Und lässt die Zeit im Raum verschwinden. Verleugnung ist's der „grossen Zeit". Um fehlt das Rationalempfinden. 'Chor der färben tragen den Student'cn: Scharrt mit den Sohlen, ' Wenn er doziert. Auf Säbel, Pistolen, Ankontrahiert! i Satisfaktion , Geb', uns der Cohn I Zweiter Hetzprofessor: Fort mit der Judcmepublik! Wirfordern Nationalphysik. Auch Pie Mathematik verlangen Wir nach den völkischen Belangen, Sei's integral', differenzial, Zn erster Linie national! Chor der f a r b c n l ragen den Studenten: Hep-hep. tvau-wau, tut-tut. Jud, Jud! Löf»«g de» Silbeurät els „» Nr 66: Nadot Uran»» Rone Ssäsanoff \ Eduard Indien Sikoku - Tomahawk Araber «Nur sei stark und fest." . . Richtige Lösungen gingen ei» von Erich uud Grete Winter in Brun; Siegiricd Löb und Fritz Mayer in Mal»; Liegmund Szobel in Dortmund; Herma»» Singer in Elderseld und Erwin Juhl in Meckenheim. Unter de» Einsendern wurde gelost. Den Preis erhielt Fritz Mayer in Uöln, Lindenstraße 36.' Drr Deresnsbotc. Berlin. Jüdischer Rationalsond» e. v. Postscheckkonto Berlin NW. 7 Nr. 28 217. Bon den im Jahre 1920 auszubringenden 1 Millionen sinh biS zum lv. Lept. 1001678.15 M. eingczahlt worden. Bonn. Jüdischer Frauen-Bercin. Vorsitzende: Fra» Emma Stern, Wenzelgaste 32/36. Nächste Borslandssitzung Tonuervtag, de» 23. September, vormittags 1t Uhr. im Gemeindehaus. 1 Hotteodienst. B o » ». Freitag, de» 17. Lc'pt.: AbeiidgoileSdieiist 6 Uhr. LamStag, den 18. Lept.: Morgengottesdienst!> Uhr. Miuchah 1 Uhr. LabbalauSgoiig 7.15 Uhr. WrrktagsgoileSdienst mvrgeiiS 7 Uhr, abends 6'/> Uhr. tlbcr de» Gottesdienst am Jom-Vippur siehe Anzeige., Jahrzeiten. Bon». Lonnlaq, den lv. September, Ad. Fischet. Mittwoch, de» 22. September, Gebr. Schmitz. Donnerstag, den 23. Seplcmber, Gcbr. Roless. Nebst Vorabend. Keld- und MechsokmarKt. > ES kosteten ln llöln am 7. Sept Mark : am 14. Sept. Mark FrledenSku.S Mark 1 Pfund Sterling . . 178 198 -202 20.43 . 10Ö sranzös. Frgnk . . 318-349! 367-378 81- 100 belgische H . . 370 - 372 ' 389-403 112.50 100 schwclzer. n - - 820-825 920 - 930 81 — 100 holländ. Gulden. . 1592-1600 1765-1810 168.75 100 östrrrelch. Kronen 22 26,4 —26,5 86— 1 amerlkan. Dollar . 50 57-69 4.24 Aalender der Woche. Seplbr. Tlschrt 1920 5681 Freitag. 17. Lept. 5 Samstag .. / lh. „ 6 narj ms n'vi x Sonntag... ’i 19. . 1 Montag. 20. . 8 Dienstag.... 21. . 9 Mittwoch.... 22. . 10 J .11 a Donnerst pg . 23. « 11 Freitag. 21. . 12 »• SamStag ... 25. . 13 wtJtn