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Jüdischer Bote vom Rhein · 1920-07-30 · 61 (30.7.1920) · p. Seite 313

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
2 (1920)
Issue
61 (30.7.1920)
Date
1920-07-30
Page
Seite 313 (sequence 5)
Language
German
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ich &*«§ fetzt «ix feÄLLAW^en b* Riefet krast gewahrt, ein« mächtige Liebe aus dem Herzen zu reißen, weil er sie verboten, daß er auch mir Stärke verleih«, wie er mir die Straf« geschickt! Aber", unterbrach er sich selbst. ..muH es denn sein? Will sie wirklich nicht mit mir kommen? Weiß sie denn ganz bestimmt, daß sie nicht will? Noch ist eS Zeit; sehen Sie ..." Salka hatte sich von der Erschütterung erholt, die sich ihrer bei seinen schwermütigen Worten bemächtigt; aber ihr Herz war noch zu voll, um sprechen zu können; sie schüttelte darum nur abwehrend ihr Haupt. „Ja. wirklich, er war stark, der, Gott Israel-, und in seiner Allkraft beschirmt und beschützt er allezeit seine Kinder." Da- Dampfroß stand leuchend und schnaubend da, und dadurch kam es dem Kommissar zum Bewußtsein, wo er sich eigentlich befand. Er trat ganz dicht zu Salko hin. - „Wann haben Sie Ihre Schwester zuletzt geküßt?" 'fragte er, keuchend vor Auftegung. Sie sah ihn bestürzt an — hat er den Verstand verloren? „Wann?" wiederholte er zornig. x „Gerade, ehe ich hierher kam. war ihre schüchterne Antwort. Im nächsten Augenblick hatte er sie fest umschlungen; und seine Lippen brannten glühendheiß auf den ihrigen. sSchsuß folgt.) Dr. Dh«>»,r Herzl» v3iW*fl«4i", besprochen von Ahron Mar- - cut. Hamborg, Verlag von S. Marco». 2. Saft. In 2. Auflage erscheint hier die s. Zt. (1097) Aussehen erregende Schrift de» Hamburger Kaufmann» Ahron Marcus, doe al» erster strenggläubiger Jude dem Herjlscheu Projekt Interesse rntgcgenbrachte. Die Schrift ist «ine hervorragend« Einsühruiig in die Urgeschichte de» Zioni»mu» und gibt interessante Einzelheiten sowohl Uber Mose» Heß al» auch über di« Stellung der chassidischen Großen zum Projekte einer Staat»bildung, «ine Fülle tatsächlichen Material», da» fast vergessen war. Wir empfehlen di« Schrift, die auch in Stil und Ton ebenso warmherzig wie geistreich ist. e. e. Leo» Kellner. „Theodor Herzl» Lehrjahre" >1860—1896], A. Löwit. Cin Freund schildert hier den großen Herzl, nicht den Rio-' nisten, sondern den Künstler, wie er wuchs und wurde und schliefe lich sein Dichten wie eine Schlangenhaut von sich streifte und e,n Jude wurde. Ein menschliche» Dokument ersten Range», allen, die Herzl kannten, tief an» Herz rührend, in seiner Einfachheit aber und in der Zurückhaltung de» Verfasser», der meist Herzl selbst in Briefen und Tagebuchblättern sprechen läßt, «in künftig unentbehrlicher Beitrag zur tzerzlbiographie. Hermann »ahn. „Gedanken über Moni»mu«", Verlag Eänqer u. Friedberg. Frankfurt a. M. Der Verfasser erklärt zunächst die verschiedenen Auffassungen de» MoniSmu», von denen er nur eine anerkennt, die, daß „die göttlichen, Gesetze zugleich die kosmischen Gesetze" sind. Er verwirft die verschiedenen Weltanschauungen, die eine» bestimmten Glauben vorau»setzcn. und beweist in seltener Klarheit und Schärfe die falsche Logik de» AlheiSmu» und die Richtigkeit seine» Moni»muS. der Einheit von Energie und Materie. Getreu dem Goetbeschen Motto hat der Verfasser den Weg, dev er selbst sehnsuchtsvoll gesucht hat, anderen zugänglich gemacht. PC n i ■ i ULXJ Koa Kerg nnft Tal. n 1111 u □mm um Bingen. Der Hessische Landesverband der jüdischen Jugendvereine hielt hier eine Führertagung ab, in welcher die Vereine Alzey, Beerfelden, Bingen, Büdingen, Darm-» stadt, Dieburg, Düdelsheim, Frankfurt a. M.. Friedberg. > Höchst a. M., Kreuznach, Mainz, Michelstadt, Offenbach, Wiesbaden und Worms vertreten waren. Herr Dr. Reiß- Duimstadk erstattete cin Referat, über das Thema „Die Jugendorganisationen Deutschlands". Der 1. Vorsitzende des Landesverbandes, Herr Fritz Schwarzschild-Frankfurt am Main, sprach über di« neutrale jüdische Jugendbewegung und wußte in begeisterten, von heiligem Jugendfeuer durchglühten Worten die Zuhörer mit sich zu reißen und' jeden ■ von seiner verantwortungsvollen Stellung zu überzeugen. Er rief alle auf zu gemeinsamer Tat auf dem „heiligen Weg" der Jugend. Die Aussprache, bei welcher eine rege Bateiligung herrschte, brachte postitive Winke und Vorschläge, die jedem Führer nur willkomnien sein konnten. Den Abschluß d«S Tagebildete ein Heimabend. Müchereinkcruf. Besprechung de» Bücher Vorbehalten. Zurücksendung der Bücher findet in keinem Falle statt. Lrletfch. Da» neue Palästina. Drietfch. Paläfiinakarte. 8. R. Hirsch. Neunzehn Briefe über Judentum mit einer Einteituna von E. Ehrmann. Alle 8 Werke im Verlag von L. Sänger, Frankfurt. Leibet Tanbc»: Sichronoth, JubiläumSheft. „ Astfa» Kattowitz. Schele« Aleiche«: Skizzen und Bilder eingel. durch L. Taube», alle S Werke im „SSra'-Berlag Wien IX. „Der Jnde". Eine Monatsschrift, herauSgegeÜen von Dr. Martin Buber. Heft 2 ist soeben erschienen und hat folgenden Inhalt: Arnold Zweig: Der heutige deutsche Antisemitismus: Josef MeiSl: Ein mißglückter Versuch sDokumente au» der Geschichte der Vhowewe-Bewegung); Moritz WileSki: Di« Wirkung de» Kompromisse»^ Paul Zucker: Problem« der Kunsterziehung in Palästina; Arjeh ben Menachem: Einschaltung de» W'aoar. — Bemerkungen. Abraham Schwadron: „ . . . ob sie ihre Recht« stark genug in der Partei fordern werben"- Heinrich Loeiv«: Ein vergessener >Erinnerungen an Morri» de Monges. — Umschau. Siegmund Kaznelson: Politik tkrisi» der Demokratie); Bert Packer: Arbeiterbewegung: A. Granowlkv: Emigration; Mose» Eolvary: Erziehung. vierteljährlich 1» M. Einzelhest b.dv M. . Dir Dotr»1«sche. Kindermund. (Ein wahres Geschichtchen.) Die kl. Irma: „Mama, wie alt muß man »verden, bis man jüdisch wird?" Mutter: „Wie meinst du denn da-, Kind?" Die kl. Irma: „Ja, sieh mal. MaMachen, ich bin christlich und du und Papa auch, "aber Großpapa ist jüdisch." . - RSksel. Ein deutscher Mann mit deutschem Nam', . Wie der wohl an den Jordan kam? Und doch, da steht er unbekannt In einer Stadt am Jordanstrand! Lösung de» Rösel« nn» Nr. 6V: Hebron — Ebro. Unter de» Einsendern der richtigen Lösung wurde gelost. Bon Prei» erhielt Hermann Singer, Elberfeld, Wiiyelmstrah» 25. Der Uereinrbote. Berlin. Jüdischer Nationalfond» e. v. Postscheckkonto Berlin RW. 7 Nr. 28 247. von den im Jahr« 1b20 oufzubringenden 4 Millionen sind bi» zum 20. Juli 746 409.95 M. eingezahlt worden. X Bonn. Jüdischer Jngendtnnd 1. Vorsitzender: Siegmund Schmitz, Hatschiergass« 4. Sonntag den l. August. 10 Uhr vormittag»: vorstandSsitzung de» R. W. B. B. in Köln, Eäcilicnstraße, Loge. Teilnahme vieler Mitglieder sehr erwünscht. Jüdischer «nnderbnnd vlan-Weiß, Weberstr. »1. ZamStag den 81. Juli, 2 Uhr: Heimnachmittag für den ». und 8. Zug. — Sonntag den 1. August: HalbtageSfahrt. 71/» Uhr Hauvtbahnhof. — Montag den 2. August: Abfahrt zum Bundestag. Nähere» wird bekannt gegeben. Hottes-ienst. Bonn. Freitag den 30. Juli: AbendaotteSdjenst 7 Uhr. Lau,»lag den 81. Juli: MorgengotteSdienst 9 Uhr. Minchah 1 Uor. SabbalauSganq 9.05 Uhr. WerklagSgotteSdienst morgen» 7'/» Uhr, nbend» 6'/, Uhr. Jahrzeiten. Bonn. Dienstag den 8. August: Limo» Eähn; Levy, Rheindorf; Donnerstag den 5. Augüst: Jakob Marz; Freitag den 6. August: Leo Eilberbach. Nebst Boravend.

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