Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 51 (21.5.1920)
- Date
- 1920-05-21
- Page
- Seite 232 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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p frone ich die Vuben: Wer sind denn die „im Staube Schlafcnden"? — Worauf ime dem Munde des kleinen Mar die uroiiipte Antwort km»: „Die Pennbrüder!" O Pur zwei Worte: (.ui Beil ine, , vre und »nserer (seiluiig. der »ich» ge! iusi^iieldeii ii ill. erzäblt uns folgende ivahre (beschichte. De» uvr einigen Monate» hier ueistortvue Professor Penne P ivar ebenso geiclwtzt als Harscher und?lrzt wie tcsurchlel als Beuger eines riicksichislosen, Ivetücnb'cn Witzes. )h& einem Bor, rege in.'einer »'edizinisciien Spezialfach- «^tsellschi'si wurde er non cinci» jüngeren, locnifl bedeutenccu ,"echqe»osien nauieiis (tatzenstei» heftig angegliffei:. iliner endlose» Diskussion der lviden ivill ein Debalten- Schlußanirafl ein;]icl setzen, ^rgel'lich bittet B. noch einmal ums Wort, (kr nerlanat dann Rani» für eine persönliche Bemerkung, die der Porsitzende ablel,nen trist. u>ei( er sülchiet. sie irerdc obne Ende sein. Dnlnuf B.: „Ich verflichie mich, nur z in e i Worte zu spreci>en, und lütte die Uerseininlnng. .sulassniiq dessen zu lieschließen." ■ Man ' eschliesit. denn man ahnt, da kommt etwas. Unter atemloser Lpannuncs der (Gefellsclwft l»esteigt Benno B. noch einmal die .Pednerbiitsne und spricht die zwei, nachmals fleilmu'lr geirordenen Worte: „Epaaasi — Katzenstein!" — Tfr jüdische .Meldenlcuvr Rolbaus l>eirwrb sich einmal »>» eine Vekmiz an einer kleinen Hoiopcr. Die Intendanz, die beileibe keine» Juden halten wollte, drahtete ihm: „Erbitten •?Ing,il»e der >lo»fessio». ev. ob zur Taufe bereit. Hof- •healeruuendenz." Woianf der Heldenienor zurückdrahtete: -(für raufe bereii. Monfcffioii stelle ergel»enst anheim. Poihau»." >< Briefkasten " Bonn. Heil?>. 21vniif) lffltr in der Velsammlnnq des Zenlra.veieins tmifdin Siaaisbürger jüdische» Glaubens die Einrichi»»g des svgeuauuieu ..Gedankeuauslauschs" iider die heilige Schrill imd »!er alle jüdische» fragen au. Der Gedanke ist nicht neu. 2cho» sei, fahren ist der Verband der jüdische» Jugendvereinc scutichlauds desiredi, diese Einrichtung iuS Leben zu rufen, in niete» siädieu schon »lii Erfolg. Hier in Bonn war dies bisher leidet nichi möglich uns »»nigelnde», Interesse der dciciligic» Kreise. Herr Tr. 2irmifi hui diese Angelegenheit ulte» Zuhörern so warm uns Herz gelcgi. dus> zu erivurlen ist. dusi der Vorschlag praktisch ncrwirtlichi inird. Au dieser vielte möchte ich nun de» Zeulratverein bitte», diese »urse im Rahmen des »eutrule» jüdische» fugend. Vereins sluiiiinde» zu tusse». dainii die Angehörigen ulser Purieieu. die poch Interesse u» der Lehre des Judentums Huben, ohne Rücküchk aus eine Puiieizugehörigteil. duru» leilnehme» tönnen. Ter Wille ist du. wo ist der schristtundigc Leiter? Schmitz. Süikerschau. Wir mache» unsere Leser ans das >» der heutigen Nunuuer erschienene Inserat der Buchhuiidtiiiig Kurl.Block. Berlin 2N. lis,. ^tochstr. OPaiifmerksam. welche die Werte oon „Mar Brod" gegen t bequeme monulliche Teilzal>lnugen uubietkl. | Mar Brod hat den Fontatteprsis erhalten. Dieser Preis sott den besten leitgenössischen Erzähler bezelqnen und aulzeichnen. Mjt dieser Aaszeichnupa wird hauptsächlich ein Dichter geehrt, der wie kaum ein anderer vir tiefsten und wichtigsten Probleme unserer Epoche behandelt., Puch der Kurt Wolsf-Berlaa, in dem jetzt sämtliche Werke Brods' vereint sind, will sein möalichsteS in», um den Schöpfungen des Dichters die verdiente Anerkennung und Verbreitung zu verschaffen. Deshalb gibt er jetzt die wertvollste» Prosaarbeitcn Brods in einer volkstümlichen.Gesamtausgabe heraus, nicht nur »m die Persönlichkeit und den Wert deS Dichters klarznslelle» und zu ehren, sondern weil er glaubt, daß diese Gesamtausgabe im beginnenden Stadium der Klärung und des Aufbaus von großem Nutzen für die Allgemeinheit sein wird. Der Dichter, der selbst den Ausstieg auS krankhaften Barwirrungen des Gefühls zur Anerkenntnis einer höheren reineten Menschenwelt dnrchseble, wird vielen ein Führer werden können. Biblisches Oaartettspirl von Lehrer E. Unna. Verlag N. Bambergcr. Kissingen. Preis P.b0 M. Ein sehr hübsches und vor allem lehrreiche- Spiel, wenige hebräische Kenntnisse voraussetzcnd, viele vermittelnd: Tie schönsten Sätze aus Dhora. Proselen und Schriften auf 48 Blättern unter Beigabe der deutschen Nbrrsetzunq, voll reichen sittlichen und jüdischen Gehaltes. Wir wünschen dem Spiele zum Nutzen und zur Freude ^unserer Jugend weiteste "Verbreitung. Menschen im Abgrupd. Roman von Jakob Fingermann. R. Löwit Verlag. Mjen-Äerlin 1920. Ostjüdisches Lebe» ha» den Inhalt mancher literarischer Neuerscheinnng der letzte» Zeit gebildet. Aber selten ist diese- Problem mit so erregender Lebendigkeit aufgerollt wordeki, als in Jakob FinqermannS neuem Roman, der soeben in obengenanntem Verlag erschiene» ist. Der Hexenkessel einer polnischen Stadt unter österreichischer Okkupation tut sich aus. Das Geld rollt und tvilder Taumel bat alle Gesellschastsschichten ergriffen. Wie hier jüdische Typen geschildert sind, die vom Gehall deS Judentums kaum mehr kennen, als seine Form, und darum unaufhaltsam vom Abgrund ungezogen werde», das ist nicht bloße Sittenschilderung; eine tiefere Idee hat hier den Autor zum Ankläger werden -lasten, der ver-! orgene Schäden unerbittlich ansdeckt. In einer reichbewegten -Handlung, deren Spanniingsrgiz die Lektüre nicht unterbrechen läßt, zieht ein bunter Reigen lebendig geschauter Figuren vorüber. Die Gier nach Gold und allen weltlichen Lüsten hat sie alle erfaßt.. Wie lies der Autor auch die Sonde des Beobachterin die Abgründe menschlicher Leidenschaften senkt, eine ernste ethische Forderung hat seiner Arbeit vorgeschwebt und sie leuchtet durch alle Verschlingungen der Handlung: die Rückkehr zum bewußten, rein erfaßten I»- de»t»m. V*r N'rnnrbote. Wir stellen diesen Platz allen jüdischen Vereinen frei ur Verfügung, um hier ihre wöchentlichen Veranstaltungen kiirz anznkündigen. , Berlin. ' Jüdischer NaNonolfonds e. B. Postscheckkonto Berlin NW. Nr. 28247. Bon den im Jahre 1920 auszubrrngenden 4 Millionen sind bis z»m >2 M i 4l7 0k»I.6aM. eingezahlt worden. Bonn. Jüdischer Fiauen-Vereiu. Vorsitzende: Fra» Ster». Jeden l. Mittwoch im Monat vorstandssitzung, nachmittag- -"> Uhr. Nächste Sitzung am 2. Juni im Gemeindehaus. Jahrzeiten. Bonn. Freitag den 28. Mai nebst Vorabend: Dr. Levy. Träger deletzten Fontanepreises! JVlax Brod In 6 Bänden gebunden 82 2jfatf einschließlich Teuerungszuschlag. Inhalt: Bd. 1: Die Eiasame» (Tod den Toten — Die Insel Earlna — Ein tschechiichc» Dienst'iiädlben). Bd 2: Schloß Roraopqagr Bd. 3: Jll»i««e». Bd. 4: Wriberwirtschaft Bd. 6: Tych» Bratze- Weg za Gott Bd. II: Das groß» WagniS Muegewäblte Romane und Novellen n» Sr»», »er tritt ii»itcht Gchtifllltlltt. krfltn «rkritt« alt kta K«,i»»tkttlk »,»,tjtich»ti »«r»t«, ktkuktli i» teilt, Siichet» kie »elfte, „k »ichll,iie» Vrekleme „seree Ikkecht «s ift kestzolk et, t»ek«t kee Nett, ae,» Ce,ke letz« Im «t,»t,a kee «ltr»»» „k kes «e,„t> ,es et,e 0>el,at,»4,,ke »er »chelste, kiele» la tzichfte, Gl»,e ,ke»eft«. Dichter» reichet,'. Ich ltcser« sämtliche 6Bünde aus einmal gegen monatl. io». Karl Block, Buchhandlung, Berlin SW 68 ^.»schetkit-,,, '•0 74». Hochstraße « a Ich bestelle hiermit laut Anzeige im »Jüdischen ~ Boten vom Rhein* bel der Buchhandlung Karl Block, Berlin SW 98. Kochstratze 9: _ | MUttvlOrrtK AuSgewühlte Romane und Novellen, .5 •z ivUlt wllUI 6 Bünde gebunden 82 Mark etnschlteblichTrurrunar “ S-*! von 10 Mark. £_1o c JA. Zl Crt, Post und Dalum »o V —jk Oiame nnk Ctanb, Otnaut Adrette. \ I