Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 44 (2.4.1920)
- Date
- 1920-04-02
- Page
- Seite 162 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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162 \ L’ort L ry nni» (Ta . Bonn. Uber „Scrniilcthif" i'grndt am Tonnemop bell l’.'i. iiliHerr SiinntUi-mt Tr. üidMenftcin im hiesigen Jnciidie» Hugendbiti'd. Ter :Hebner vei stand c*. das idiueripe Thema, kein '.'liier ber?nl)lreid>en;}ul)ürer und ijuberermnen etitined enb. von seinem Stnnbpnnfte ol? iiiif' x'\ufe uns klurznlegen. T» jdnuier Weise äußerte e. iid. itber die Bl mul der lientipen;ieit und nies duruuf Hitit. tust gerate die lütiid e hupend iiu Rahmen der neunüleii v'npeiiti’ereine duz» beruien iei, dus peiftipe und iitilule '.'itoenti der jiibiiden oupenb zu lieben. Ter 'Akq du-n iiilre bunt Snort und Wanderung zum Ziel und es nure niniid ensn.'ri. dies mehr nie bisher zu tun. Holn. '.'Im I."> Bcarz verunstulieie der Jüdische Jnpenü,- verein ..Haiikwab" bieiielbst eine» '.'Ibetib iiir jiibiidie .stHilft in Won und ifieb des.vertu Cberniiingcrs 'Al'aller ir'oinv Mreielb. Ter 'Jlteiib nur uuspefülll durch .'lieziluiion und Getaugt oriräge in deuiidier, jiddiidier und hebräischer Sprade. Toni seines klangville» Trgans und nickn zuletzt seiner innen Sdmliing gelang es.sSerrtt Woog. dus Publiltim it.ilneitb des pan'en Abends zu fesseln. Tie Gesangnot trage u urteil mit lidnipem 'Berständnis von ^nutlein Vlenb.e :)teienilnil ebeufulls uns Mrctclb ansgeführt. M.cimiad;. '.'Im 2. Tebrtuir sund die Wcnemlucr« je.iiiiiilunp des Jüdische» Jugendvereins Moses M'endelsiehn fiun. deren ü'rpebnis den neuen 'Borstand in folgender ^iiimiiineiifielliinp brndue: 1. Bors. Jvrnn Tuvid. 2. 'Bors, wir Siepirieö Trader, Mnitierer Herr Mur Mutzer. I. Sd niiiiib.rer Triittl. Trübe Ärseid. 2. 2 drei ft r. Herr Mur Sommer. Beisitzer: ,"vrl. Buennunn, ,'rl. Schiost, |vrl. Murr. Herr üeo Leu». Jin Lanse des Jahres fanden enupe Belundeiunpen isruu. Tie I. Borsitzende lepie ihr Arni nieder. '.'In ihre Stelle fant Herr Paul Trucker und später Herr In. Bopel. Ter 2. 'Borsitzende trat iitfolpe AmiIiI iemev Biudeis zum 1. 'Borsitzendeu zurück; er wurde ersetz, durdBHerr» Ludwig.Wolfs und später durch Träul. Hednip tliothenberp. Ter Bestund unserer Mitplieder benup Ende des Boijuhres UN (<*7 miinnlidie und tili weibliche». tfifrenl id-ern eite haben wir zahlreiche Zutritte zu vet zeichnen. iodusz fickt heute eine Gejaintziffer von 218 erpibi. und htar HM» miinnlidte und 1 H) meiblidie Mitplieder. Attsaeick jeden sind >-. Unsere .Busse weist einen Bestand tzon i!'>»N.7!» M. aus. '.'Ins den Rejetvefond^eitisallen hiertzon I I!»»».:!.'> M. Ein Törderersond wurde neu pcschafseu, der bald die Höbe von .!»»>i».— Bc. erreichte, wovon laut'1 Beid iiis', looo M. aus bei,'Dieierbetonb iiberidiricben wurden. — liniere 'Beieinsarbeii war Iniiiptiiidilid) daraus ge- . rid'iet, unsere Mitplieder mit jüdischem Wissen und den so brennend peirordeneu Tapesfrage» vertraut zu machen. Als erster llieierent sprach Heir Hermann Mronenberper u»s Main; liber „Streitlidtter über die gegenioiirige Lupe und Siieniiinpen im 'iiibeiiiinn''. Weiter hörten wir Herrn Böbiel Meiienheim über ..Tie Bedeutnng der Lftinark". Herr Tr. Mehr Maiiervlatttein ipradi über „Heinrich Heine". Turnen des Bereius ttttterstijtzten den Bonrap durch (besang Heinescke Lieder. Herr Landestabbiner Tr. Eohen sprucki über „Tie Erziehung »Meter Jngend", Herr Tr. .Heüel über berplnnbe in bet; Medizin", jvrl. Elemens v Blutzer über „oeriiinlein an der Sdmelle eines neuen Lebens" mit interessanten Lichtbildern. Herr oft (iahen ans (vrontfurt u. Bc. über „Blas ist unse'te Pflicht?" Bon unseren Mitplieder» referierte Herr Paul Trucker über ..Tie aniiieiniiiid'e (Befahr", Herr Humor Bachrach über ..Sunpes- und Tidiiktinst in Israel". Herr Lehrer Ctraust in Monslteit» erklärte und rezitierte ,gleite Balladen". Tor 'Britnaner Lieben hielt ein sehr put auspearbeitetes Referat über „Tie Marannen". Reu einperidiret haben wir Tiskttjsivnsabende. bei denen von Mitgliedern iüt Briefkusten gestellte Trage» zur Besprechung stehen. Int Spätherbst erklärten wir unseren Beitritt zum Hess. Landesverband und hoffen durch die getroffene Wahl für linieren Bereit! weiterer ,'yörbernng ftdtyr zu sein. Ter. jüdischen Teste Purim, Simcktus Thora und Eltanuka wurde durch Teiern im Rahme» des 'Bereius gebndit. Ain 4. Januar ' . v 1910 hielten wir austerdem eine wohlgelungene gröstere Ehanttkafeier. zu der fast alle Mitglieder mit ibrett A»gehörigen und viele To'imbe aus der näheren und weiteren Umpebunp etjd,jenen waren. □□aaaaoaaacaaaauaaa□2cüJünoaaa;naoDOD aa n O n ° a thf Lolctttulche. g S " . - a o □ □aa .□□aaaannaaaanaanoa -annnaanaaemanaoa 3(Ile unsere Leser und Treunde werden hiermit freundlichst eingeladen, an der lebendigen Ausgeskaltnnp unserer Botentasche mitzuwirken. Ter Einsender der besten Sprichwörter, Anekdote oder eines Rätsels erhält einen Preis. Erlauschtes tot» zionistischen Stammtisch. l'Pvcispi'fvpnt.i Dienstag abend: ick» bin der erste am Stammtijd» in der reservierten Eafv-Ede. Ter alte Mellner, welcher häufig den zionistischen Tebntte» gelauscht, wacht ängstlich, dast kein Unberufener an der „geweihten Stätte" Platz nimmt. Schon'will ein solch ungebetener Arier einbringen, aber der Hcllncr hält ihn ztuück und bedeutet ihm: „Hier ist reserviert für die Zionisten!" — „Zionisten? Was ist denn das?", fragt erstaunt der Rettgierige. Hierauf der Mellner: „Ja. genau weist ick: das auch nicht, abei ich glaube, das sind Juden, die sollen »ad; Palästina, sie wollen aber nid)t." P a n I M o o p nt a n it, Bonn. Amerikanisdzc Witze. Ber'l: Ist es wahr, dasttEhajim, der 'Bolksredner, gestern so grasten Zulauf hatte'?' Spricht er denn jo gut? Schiuer'l: Rein, gut nidu gut! Man hörte nur, dast er öfters Pätsch' dabei kriegt. Ist man gekominen in Massen kucken! Warum'? Warum dürfen die Inden um Sckiabbes kein Tester berühren? — A n t w o r t: Tnmit sie sich nicht die T»upcr verbrennen. ' R. T. Ein schönes Mädchen. Was ist ein fdtönes Mädchen? — Gin Paradies für die Augen, eine Hölle für die Seele, ein Unglück für die Tasche. v Tic sparsame Hausfrau. Trnn: Ter Schneider jagte, er könne mir das Mlcib nicht unter B',00 M. nmri;en. Sagt' ich ihm: Gut! Bcachen Sie mit! M n » ii: Warum hast du mich nicht gefragt?? Tran: Jd> wollte die 20 Pfennig fürs Telefongespräch spuren. * „Merkwürdige Snd;’"’, sagt Ehujim. wie Lr auf die Bulnta zu sprechen kommt: „fallen die Bolschewiken, hebt sich der Rubel, fallt der Rubel, heben sich die Bolsck)etoifen!" (Rewtzork. „Botwärts".) \ * Als Gott Israel liegen der'Sünde des goldenen Halbes vernichten wollte, flehte Moje: „Gedenke Abrahams, Jjaks und Israels, deiner Hnechte!" Warum tat er das? -fragte einst ein Rabbi. Weil Gott damals zu Moje sprack»: Wie ich von Sodom zehn Gerechte verlangt habe, so verlange ich auch zehn von dir, b'aiiit will ich Israel nicht vernichten! — „Herr der Welt", sprach Mose, „ich nenne sie dir: Ich. .Aron, Eleujar. Jihamar, PinchaS. Josna und Hnleb," — Tas sind aber erst sieben, fuhr Gott fort, wo find die drei andern? — Ta jriftuieg Mose, dann ober fragte er: „Herr der Welt.! Leben die Toten?" — Sic leben, sprack» Gott. — „Wenn die Toten leben, Herr, dann — gedenke Abrahams, Jjaks und Israels! Siehe, das. sind zehn!".— To verzieh Gott seinem Boike. jMidrqsch Zchiiwth Rabba.)