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Jüdischer Bote vom Rhein · 1920-03-26 · 43 (26.3.1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
2 (1920)
Issue
43 (26.3.1920)
Date
1920-03-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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jüdischer bote D»Ich»l»t Hk«s feette». g»|«g|. ptil 7t Pf. auMttf. 3» begehe» MW>H stMfjHr DODAmtir jktt kM| k«a SateumU» i» Dm. VOM RHEIN Jfidisahee Volkflblatt ■wmwn»: »estz. fettt»«a«. W« •««*« M* ■afcktMOBHfcm. P^schM-l» <itowri«t Im, Citefb.74747. 2$<taiuf«4«6*n von Rabbiner Dr. Arnik KoHn» Bona. SchriftleitmiA und Seschästsßell«: Bonn, VrLdergasi» S2. m ftlPWttg 43 | jgorm, 86. Mürz 1980. — 7 Nissan 8680 | 2. Hn untere Lefer! Da ^Jüdische Bot« vom Rhein" tritt mit Nr. 44 da» zweite Viertegahr Leine» 2. Jahrgang«» an. Dir richten an unsere Leser, welch« da» Blatt durch die post'oder den Buchhandel beziehen, di« Bitte, die Bestellung für da» zweite Vierteljahr schnellstens, falls noch nicht geschehen, zu erneuern, bannt di« Ausendung ^de» Blatte» keine Unterbrechung «leidet. Diejenigen Bezieh«, welch« dt« Zeitung direkt von uns «halten, bekommen M*> selb« ohne besonder« Erneuerung de» Abonnement» fort lausend zugesandt. Nach Beginn de» neuen Vterteljahr» können wir Abbestellungen nicht mehr annehmen. ' 80T~ Infolge vielfach« an UNS «gangen« Anfragen, »nd um den wünschen d« meisten uns«« geehrten Bezieh« zu entsprechen, «klären wir un» gern bereit, d« Einfachheit und d« Porto.Ersparnis wegen AbonnementstetrLge auch für mehrere Vierteljahre auf einmal im voraus entgegenzunehmenT' Die 6xp«titioib für die jOdifcbai Kinder dtowl Tpendenau-wei-. Velsenkirchen. Carl Mayer 200 M. Polch. Wwe. L H. 20 M.. " j. bei Üa Verlobung der Tochter de- Herrn 70 M. Bernhard Mauer IO M. Minden St. Wendel. Else Lindenberger IO M. Insgesamt ausgewiesen. 2O 337.6O M., 1776 Kr. u. 1OOO jkr. österr. Kriegsanleihe. Geldsendungen erbitten wir, an unser Postscheckkont»: Botenverlag Bonn, Amt Köln Nr. 74 747 mit dem Vermerk „Wien". De,,silbische Bote vom Rheins Bonn, BÄdergasse Ü2. M,che»adsch,itt binm n-m aaaaBaaaaoaonanaaaDE Väter und SShne. v Denkt an da» Gesetz meine» Knechte» Mose, dem ich am Horeb Besetze und Rechte für ganz J»rael anbesoblen habe. Geht, ich werde euch den Profeten Elia senden, bevor der grobe und furchtbare Lag Botte» berembricht, und er wird da» Herz der Liter wieder zu den Söhnen und da» Herz der Söhne zu den Vätern wenden, damit ich nicht komme und da» L«md mit dem Banne schlage. Maleachi 8. 22—24. <Jn einer zerrütteten Zeit lebte dieser Profet, einer Zeit'so voll Aufstand, Empörung, Entartung, daß er angstvoll dem kommenden Tage entgegmsah, und all sein Fürchten und Zittern in diesem Tage nichtanderealeinen. Tag destrafenden Gerichtesehen konnte, einen Tag de- Herrn, groß und furchtbar und unentrinnbar. Nichtab« gab der Zeit in der er lebte, in seinen Augen entscheidendaen Ausdruck als die Zerrüttung der Familien, aldaalte Hieb von den Lätem und Söhnen, dadamalin , Judäagesungen wurde. And da er den Mm Erlöser profezeite, der kommen würde, weil er komm«» muß, wußte « ihm nicht- Erlösende«- zuzuspachen. aldi« Kraft, da- Herz der Väter wieder zu den Söhnen zu wenden, und — da- Herz der Söhne zu den Vätern. ES ist der große Kehreim aller Geschichte und vor allem aller Zeitenwende, da- Lied von den Vätern und Söhnen, vom Alter und da Jugend. Jede Familie spiegelt es wieder, oft nur in einer kurzen Zeitspanne de- Ubergang-, oft in schweren Ausbrüchen viel« Jahre. Fallen die Iah« des ReifaiS für den Knaben und die Iah« d«S Abstiegfür den alternden Mann zusammen, so ist die Gefahr brennend. Dieist ein« der stärksten Einwände gegen die Spätehe der Männa. Ist der Mann erst fünfzig od« gar sechzig„so wird er mit den gährenden Gefühlen und Gedanken" des Achtzehnjährigen nicht mehr viel anzuangen wissen. Wohl dem, der jung ist mit seinem Zungen, ein Feua mit Freude teilen, seine Schwüle mit Nachsicht ösen kann! Armselig, ^wer aus Alter-ferne mit dem Haupte in die Wolken erworbenen Ansehenragend di« Jugend wie eine Landschaft hint« Nebeln liegen steht l Vor einem grauen Haupte sollst du aufstehen, rief dereinst da Gesetzgäa. Er rief ed« Jugend zu, nicht dem Alt«. ^Berufe dich um Gotte-Willen auf deine grauen Haa« nicht! Färbe sie lieb«, du machst dich weniger lächerlich als so! ES gibt ab«, wie gesagt, auch Zeiten, wa da-, wafür gewöhnlich nur häusliche- Erleben, mithin nur Sturm im Wasserglas« ist, zu elementar geschichtlichem Au-bruche wirb. Wo nicht nur dies« Sohn gegen diesen Vat«, sondern all« Söhne, die ganze Jugend fich trotzig empört. Wo die Gährung da Zeit der Gährung jenewühlenden Wachstumentgegenkommt, ,da-> dir Zwanzigjährigen zu kennzeichnen pflegt. Dann wirft die Zugend fich mit breit« Brust in den lockenden Strom und läßt fich umschäumen von da wallenden Woge de- Zeitempfinden-, nicht hörend auf di« Rufe vom Uf« her, wo die Männer mit Hacke und Spaten fröynen, daß da Damm nicht bricht. In solchen Zeiten — und wir leben jetzt solche Zeit — handelt efich nicht mehr um Altersunterschiede, es ist nicht mehr bloß ein Kampf da Söhne gegen die Väta, da Jugend argen da- Alt«, sondan — ganz seltsamer Weife — *ein Kampf d« Jugend gegen den Mann, Diese Jugend schneit nicht mehr üb« Sentlität» Autorität, Üb«-

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