Jüdischer Bote vom Rhein
- Journal
- Jüdischer Bote vom Rhein
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 33 (9.1.1920)
- Date
- 1920-01-09
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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WffWWWW WWMW Brscbeint mit Erlaubnis der britischen Militärbehörden JÜDISCHER BOTE Grschetnt jeden Freitag. Bezug«. jfttH: 76 Pf. monatL Zu beziehen bmch sämUiche PostLwter.»derburch de» Lotenverlag in Bonn. VOM RHEIN <nzetgrnpr»t«: 60 Pf. fftt öle bin» zesp. Prtttzeil«. Di« ganz« tfelt« umfaßt S«0 geilen. PopschreNonte: Botrnvrrlag Bonn, lttln >1.74747. Jüdisches AoMsvlatt ^«rauLg»g«ben von Rabbiner Dr. Knrik Kohn» Bon». Schriftleitnng und Geschäftsstelle: Bonn, Brüdergass« 52. Ilimmer 33 \ Monn, 16. Januar 1920. — 25 GebetH Ö680 S. Jatzrg«-. für die JOdirdxn Kinder Mens! ' . 2. Ausweis. Zur Aufnahme von Kindern erklärten sich bis Moniag. den 12. Januar, bereit: Betzdorf: Moritz Hahn. Bonn: S. Arensberg, Adolf Cahn, Jakob Samuel, Max Schatz, Leo Silberbach, Leb Willstädt. Brand bei Aachen: Adolf Heumann. Cornelimünster bei Aachen: Herm. Andrö, Geschw. Kaufmann, Jonas Kaufmann, Jos. Kaufmann fr., Leopold Kaufmann. Krefeld: Emil Oppenheiiner. Düren: Frau Jul. Wolfs. Emdken bei Zülpich: Frau Kaufinann. Gemünden (Hunsrück) durch Lehrer Bergmann: Karl Hammel, Leopold Hammel, Salomon Ochs, Eugen Ochs, Wilhelm Strauß, Isaak Wirth, Josef Wirth I', Josef Wirth II, Ferdinand Wirth, Z. Weiler. Mondorf: Frau Wolf. Ruppichteroth: Gustav Gärtner, Herm. Gärtner, Jakob Gärtner, Otto Gärtner, M. Heß, M. Isaak, Jakob Nathan, Julius Nathan. Siegburg: Mar Abraham, Frau Mich. Feith, Frau F. W. Heymann, S. Herzmann. Jakob Hoffmann, Julius Koppel, Hch. Lcvison, Abr. Marx, Leo Müller, Jos. Strauß, Aron Schulze, Marx Wallerstein. Benny Wallerstein. Spich: Ph. Me>)er. Troisdorf: Samuel Levy. Louis Stern. ILaldbröl: Frau Wwe. Klaes, Alfred E.lias, Hermann Salomon. Zusammen mit dem I. Ausweis: 74 Kinder. Näheres über die Ankunft der Kinder wird noch bekannt gegeben. Da Eile nottut, bitten wir aste, die noch beabsichtigen, ein Kind zu nehmen, sich umgehenden melden. Spendcnausweis. Andernach: Ges. d. llr. Veis 350 M. Bonn: Chewrah Gmillus-Chassodim 300 M., Jsy Daniel 250 M.. Nathan Daniel 250 M>, Frau Henriette Franken 200 M., Kegelklub Harmonie (d. L. Coßmann) 116 M.. Prof.'Wilh. Levison 50 M.. N. N. 50 M., Eduard Oberländer 300 M., Frau S. Rothschild 20 M., Adolf Schuster 50 M. Köln: Moritz Steinwasier und Frau 1000 Kr. Dürtn: Geschw. Kaufmann 20 M., Dav. Meyer 10 M. Fischeln bei Krefeld: Val. Davids 200 M. Geilenkirchen: Salomon Cahen, Frau Henriette Cahn, Ber- -thold und Bertha Kaufmann (Mülheim-Ruhr) 650 Kronem Gerson Frohmann 10 M. Hamborn: Erlös vom Chanuka-Kinderfest 400 M., Gustav Marburger 100 M. Jüchen: Leop. Oberländer 10 M.- London: Helene unt^Ena Cohn 50 M. Neuenahr; Teil deS Erlöses her Chanukaseier 200 M. Rhens: Synagogengemeinde 30 M. _ Bialdbröl: Jos. Herz 10 M. Zusamnien: 2976 M. und 1650 Kr. Geldsendungen erbitten wir, an unser Postscheckkonto: ' Botenverlag Bonn, Amt Köln Nr. 74 747 mit dem Ver-! mett „Wien". Der jüdische Bote vom Rhein". Bonn. Brüdergasse 52. , Ausweis der zentralisierten Wohlfahrtsvereine in Köln. I Sanimlung durch den V. I. St. Köln. N. N. 50 M.. N. N. 5 M., Jakob Mel-er 30 M„ Ja. lob Heumann 5 M.. Wilh. Samuel 50 M.. I. Markowitz 50 M., S. Vogel l0 M., Gustav Meyer 50 M.. Felix Stern 30 M.. Jaköb David 20 M.. I. Lessmann 50 M., JuliuL Strauß 10 M., S. Lcvenbach 20/Wl., Julius Spiegel 100! Mark, Sally Cohen 200 M., sämtlich in Köln-Mülheim. goaaQQDaaaaacicnniaicicl^QaciaQaoaaaaDcinDaaaD □ 8 a Wochrnabschnitl 9 □ | □ Q aaDDasa^ar.Quaacci'inioiocDDaaaDaaaaaoaaaaaa Überzeugung und Trotz. Aber Gott verhärtete das Herz dc» Vharao und dieser wollte sic nicht ziehe» lassen, und Pharao sprach zu Mose: „Gehe weg von mir! Hüte dich, daß du mein Angesicht nicht mehr siehst! Tenn des TageS, da dn mein Angesicht siehst, mußt du sterben!" Ta sprach Mose: „lisin hast recht geredet, ich werde nicht mehr vor dich kommen." — — Und Mose fuhr fort und sprach: „Also spricht der Ewige: Um Mitternacht werde ich durch Egypten ziehen. Ta wird sterbe» alles Erstgeborene im Land« Egypten.-" 2. Mose, 10, 27—29; 11, 4—ü. Zwei Männer, ein Prophet und ein Tyrann, kämpfen miteinander, jeder für sich ein Charakter von Eisen, jeder kieselhart in seiner Art, so stoßen sie zusammen wie ein Stein auf den andern, bis der eine unterliegt. Zehnmal messen sie sich in hartem Wortgefechte, zehnmal setzt der Prophet der Berstockiheit des Tyrannen das Wunder einer schrecklichen Plage entgegen, schrittweise weicht der Tyrann. Von vornherein ist es klar, daß er unterliegen muß. Muß, weil hier nicht nur Wille gegen Wille, Charakter gegen Charakter steht, sondern weil der Kampf ausgefochten wird zwischen Über zeugung und Trotz. Und immer derlicrt der Trotz vor der Überzeugung. Trotz ohne Überzeugung ist immer nur eine Schale ohne Kern, und man weiß, wie leicht eine taube Nuß sich brechen läßt. Pharao aber ist in der-Tat nichts anderes als das Urbild eines ^hohlen Trotzes, ebenso unverständig wie unverständlich. Er weicht zurück: Dem schroffen Nein, das er der Forderung Moses', das Volk ziehen zu lasten, im Anfang entgegensetzt, folgt die Einschränkung: „Nur mit euren Männern!" und dieser wiederum die weitere Einschränkung: „Eure Herden aber laßt hier!" All das aber immer nur unter den Schlägen der göttlichen Plage, die ihn