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Jüdischer Bote vom Rhein · 1920-01-09 · 32 (9.1.1920) · p. Seite 20

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
2 (1920)
Issue
32 (9.1.1920)
Date
1920-01-09
Page
Seite 20 (sequence 8)
Language
German
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7 *r -jo- Sie Dste»t>sche. Die Bibel in 33 neneti Gpfdpn. Nach Mitteilung der Bibelgesellschaft ist die Bibel während des Kriegein 33 neuen Sprachen veröffentlicht worden. Sechs dieser Dialekte find Nfenga, Kono. Donga. Adamawa. Dewahli, Wukingfu. Nfenga ist die Sprache eines Stammes in Nord-Rhodesien. Kono wird von etwa 50 000 Regem in dem „Eisenbahngebiet" von Sierra Leone gesprochen. Donga ist der Dialekt der Junkun, eines afrikanischen Stammes, der in dem Tal des Benne-Flusse» wohnt. Fula. ebenfalls «ine Sprache, in der die Bibel erschienen ist. wird von zahlreichen Nomadenstämmen gesprochen. die ein weites Gebiet am Senegal in der Nähe von Darfür bewohnen. Adamawa ist wieder ein Dialekt der Fulasprache. Im Dehwali verständigen sich die Bheli. ein Stamm von etwa einer Million Köpfen, der zwischen den Hügeln und Dschungeln von Rajputana und Guiarat wohnt. Wukingfu wird von den Hakka gesprochen, einem Volke von 15 Millionen im Süden Chinas. Jüdischer Schöpfergeist. _ , Die Franks. Ztg. zeigt in einem Aufsatz „Hoffnung^ volle Entwicklungen in einer hoffnungsarmen Zeit", daß Deutschland durch die richtige Perwendung dreier in seiner Mitte gemachter Erfindungen aus seiner heutigen verzweiflungsvollen wirtschaftlichen Lage den Weg finden kann. Diese Erfindungen sind die Gewinnung von Luftstickstoff nach Haber, von Kalkstickstoff nach Caro und von Spiritus und Essigsäure nach Grünstein. Der mächtige Anilin-Konzem. die Vereinigung der großen deutschen Farbstofffabriken. hat bereits eine Verdoppelung seines Aktienkapitals beschlossen. um die Gewinnung von Stickstoff aus der Luft weiter auszubauen. Die Einfuhr des Chilesalpeter — heute 2—2xf% Milliarden Kosten — erübrigte sich dann, die Ernteerträgnisie würden sich durch die Stickstoffdüngung sehr vergrößern, und schließlich könnten noch viele hunderte Millionen Stickstoff ausgeführt werden. Der Luftstickstoff hat den Kalksttckstosf überholt, dieser wird aber aus Calciumcarbid gewonnen, und dieses ist besonders nach Grünstein in Spiritus und Essigsäure weiterzuverarbciten. Deutschland verbrannte im Frieden 23/4 Millionen Tonnen Kartoffeln zu Alkohol und brauchte nun keine Kartoffeln mehr zu verbrennen. — Haber. Caro und Grünstein sind Juden. Der 1868 in Breslau geborene Fritz Haber ist Direktor des Phys.-Chcm. Instituts der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft, Dipl.-Jngenieur Nathan Grünstein wohnt seit Jahren in Frankfurt uub gehört dem Vorstand der Frankfurter Ziontstischcn Ortsgruppe an. » . * „Woher sind Sie?" fragt Chajim Wronker seinen Mitreisenden im Zuge. ..Von wannen ich bin? Von Zempelburg." „Hm — Zempelburg?" fragt Chafim langgezogen und mit wiegendem Kopf. „Nu? Was soll daS heißen? Paßt Euch das nicht?" „Pschl Nur Ruhe! Aber Ihr wißt doch selbst: In Zempelburg gibts doch nur Schieber, alles Schieber heut. Keine zehn bekowedten Juden gibts in Zempelburg." „Wie? Was? Wie?" schreit der Reisende, „keine zehn? Nu. da soll doch—!" „Psch!" machte Chajim wieder. „Also wen gibts denn da?" ' „Nu. da will ich Euch aufzählen: Da ist also, da ist also erstens — erstens der 'Jakob Loewenthal. „Jakob Loewenthal? Nu ja. mt ja! Jakob Loewenthal ist ein bekowedter Jud l" „Und dann, dann ist da — na. wie heißt er denn nicht?, Donikernieiten wtechrlstker denngleicy? Rlchn g. der Meier Brasch!" „Hören Sie mal: der Meier Brasch? Der mit dem betrügerischen Bankrott? Na! •*- Nu gut. weil Sie's find: Der Meter Brasch. Weiter!" r.Unb dann — und dann ist da — ferner ist dann da — nur ruhig! Ich komm schon drauf! — Dann ist da » . . ' »! noch — Herrgott, wie heißt er doch? Wie heißt er doch gleich? Es lägt mir doch auf der Jung! Der, der. der — der — der-1 Hören Se mal: Müssen denn alle zehn sein ausgerechnet au» Zempelburg?" * « » In Böhmen hing früher alle» vom Statthalter ab. Zu ihm kamen der Jud' und der Christ, und e r entschied, auch zwischen den Juden entschied er, basta l War da in einem Städte! zwischen Prag und Eger ein Jud, der konnte Schaufor blasen — Schaufor, na. ich sag euch! — Chajim hieß er — nur man wollte ihn nicht lassen blasen, weil er ein Ouerkopf, «in Streithahn war. Was tut unser Jud? Geht er zum Statthalter: „Se wollen mir nicht lasten Schaufor blasen!" und weiß dem Statthalter zu sagen Guts und Schön», daß er, der Statthalter, bestimmt: „Der Jud Chajim soll Schaufor blqsenl" Was tun unsere Juden? Sic lasten ihn Schaufor blasen, aber nur am Jom Kippur. Kommt er wieder zum Statthalter gelaufen, jammernd: „Ein Blos, Herr Baron! Ein einziger BloSl" Der aber, ärgerlich, ist nah daran, ihn rauszuschmeißen: „Jud, verrückter!" schreit er, „was willst du von mir? Hast du schon einmal den Schaufor in der Hand, wer kann dich hindem? Blas', blas', blas', Kerl, bis dir die Puste vergeht!" Dt« Felder find auszufstllrn und haben von Unk» nach recht» und von oben nach unten »»lesen folgende» 411 ergeben: 1. (Stant btlllschrn Kamen. S. Einen Fraurnnamen. I. Ein biblische» Volk. «. Sw wort für Mutter. Unter den Einsendern der richtigen Lösung wirb »tn Pret» ausgelost, der Käme hier veröffentlicht. Der Dereiusdole. Berlin. Jüdischer Rationalsond« » v. Postscbeckkonto Berlin NW 7 Nr. 29 247. Im Jahr« 1820 soll der Betrag von 4 Millionen Mark aufgebracht werden. Bonn. Jüdischer Jugendverein »Die.»amrradew, Vorsitzende: Frau Rechtsanwalt vr. Sohn. DienStag den 19. Dez., 4 Uhr, Meckenheiuterstr. 64: Literarischer Nachmittag. — Mittwoch den 14. Dez.. 4 Uhr. Gemeindehaus: Heimnachmitlag. codienr. Jung-Jüdische Vereinigung. Jeden Montag 8 Uhr Vortragsabend in den Raumen der Eintracht-Log«. Florinsmarki. cLottesdierrft in ÄSonn uni» zKeuek. Bonn. Freitag den S. Jan.: AbrndgotteSdienst.8.30 Uhr. Samstag den 10. Jan.: Morgengottesdienst S Uhr. — Minchah 2'/, Uhr. Sabbathausgang 4.36 Uhr. Werktagsgottesdienst morgen- 7'/> Uhr, abends 3.30 Uhr. Beuel. Freitag den S. Jon.:. Abendgottesdienst 9.80 Uhr. SamStag den 10. Jan.: MorgengotteSdienst 9 Uhr. Minchah 2‘/t Uhr. Ausgang 4.36 Uhr. > Acrkenöei bev Moche. Januar 1920 Lrbeth 6680 Freitag. 9. Jan 1« Gamstag... 10. . 1» gonntog...T 11 . ro Montag..... 1» „ »1 Dienstag.... 1». . LS Mittwoch.... »8 Donnerstag. 1b. , ,S4. - Freitag. 18. 8» . ..... . —' Gams tag ... 11. . 9» NI«' ‘ ‘

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