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Jüdischer Bote vom Rhein · 1920-01-09 · 32 (9.1.1920) · p. Seite 18

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
2 (1920)
Issue
32 (9.1.1920)
Date
1920-01-09
Page
Seite 18 (sequence 6)
Language
German
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trotz feinet hohen Alters dieses verantwortungsvolle Amt während dieser Zeit zu aller Zufriedenheit verwaltet hat. St. Wendel. Am 3.. Januar veranstaltete der hiesige Ehorverein nach längerer Pause wieder einen Vortragsabend. Der Referent. Herr Schriftsteller Georg Lgndauer, verstand in geradezu glänzender Weise die Zuhörer für das Thema „Palästina und seine Bedeutung" zu interessieren. Wie rege das Interesse war. bewiesen die nach der DiSkusfion noch zahlreich gestellten Anfragen. Hoffen wir, daß die hiesige Gemeinde auch weiterhin die Größe dieser jüdischen Lebensaufgabe würdigt. Elberfeld. Der Jüdische WohlfährtSverband Elberfeld- Barmen veranstaltete mit dem Mendelssohnverein eine jüdische JugendschriftenauSstellung vom 7.—10. Dez. 1919. Bor der Eröffnung der Ausstellung begrüßte Herr Rabbiner De. Norden die zahlreich erschienenen Besucher und Gäste, insbesondere Herrn Rabbiner De. Samuel. Essen und den Direktor der Stadtbücherei, der der Veranstaltung großes Interesse entgegengebracht hat. Sodann sprach Herr Sanitätsrat De. Apfel, Barmen, über „Die Juaendschriften im allgemeinen und die jüdische Jugendschrist im besonderen". Nachmittags fand eine Vorfeier zum Chanuka-FesK statt, die durch eine besonders angeregte und geistvolle Ansprache des Herrn Rabbiner De. Samuel aus Essen eingeleitet wurde. ' Sodann trug Fräulein Schönseld in ansprechender Weife Gedichte von Loewenberg, Salus. Grünau und Liwenseld vor. Die Feier schloß mit Gesangsvorträgen deS Opernsängers Herrn Walter Woog. Krefeld, unter denen eine Reihe jüdischer Lieder besonderen Beifall ernteten. Die Ausstellung, für die die Essener Veranstaltung vorbildlich war, enthielt neben eigentlichen Jugendschriften auch allgemein jüdische Literatur für die reifere Jugend und wertvolle Bildtverke, von denen die technisch und kunstilerisch tvertvollen Budkoschen Radierungen und Holzschnitte besonders erwähnt seien. Mittwoch, den 10. Dezember, fand eine Führung der Schüler der Elberfelder jüdischen Religionsschule durch Herrn Rabbiner De. Norden und Herrn Kantor Sußmann durch die Ausstellungsräume statt, der die Schüler mit besonderem Jnteresie folgten. Die Ausstellung war an allen Tagen gut besucht, und der Verkauf der ausgestellten Bücher war sehr zufriedenstellend. Besonderer Dank gebührt den Gemeindevertretungen Elberfeld-Bannen, die das Werk durch geldliche Beihilfen gefördert haben. Dank gebührt auch den Verlagen, die trotz der schwierigen Zeitverhältnisse die Ausstellung reichlich beschickt hatten. Der Katalog der Ausstellung, der 275 Nummern enthält, ist gegen Voreinsendung von 1.25 M. von der Ge- Mftsstelle des Jüdischen Wohlfahrtsverbandes Elberfeld- Barmen. GenügsamkeitSstraße 7 in Elberfeld, erhältlich. Die ostjüdische Konferenz. Die bereits angekündigte ostjüdische Konferenz findet am Sonntag und Montag den 1. und 2. Februar 1920 (12. und 13. S che bat 5680) im Plenarsitzungssaal der jüdischen Gemeinde zu Berlin, Rosenstraße 2—4, statt. An den Verhandlungen und Entschließungen der ostjüdischen Konferenz können nur Delegierte von unserem Verband angeschlossenen oder sich noch anschließenden ostjüdischen Vereinen in Deutschland teilnehmen. Als Gäste können auch Nichtdelegierte den 'Verhandlungen beiwohnen. ES ist Ausgabe aller Zweigbereineuyferer Organisation, die VorbrrelttmgSarbeiten für die Beschickung der ostjüdischen Konferenz und die Gelegiertenwahlen ungesäumt durchzuführen. An diejenigen ostjüdischen Gruppen und Vereinigungen. die sich bisher unserem Verband noch nicht angelchlosien haben, richten tvir den Appell, dieses Anschluß baldigst zu vollziehen und sodann Delegierte zur Konferenz zu entsenden. Die ostjüdische Konferenz ist dazu berufen, die Richtlinie für die gesamte ostjüdische Arbeit in Deutschland festzusetzen. verband der OfRnfcen in Deutschland. Berlin, Linienstraße 19. An die Leiter der ostjüdischen Schulen in Deutschland. Auf der bevorstehenden ostjüdischen Konferenz wird ein pädagogischer Fachmann, der Direktor der Berliner Talmud Thora Kneseth JiSroel, Herr Da Wilhelm Lewy, die Fragen unserer Jugenderziehung in einem besonderen Referate behandeln. Im Anschluß daran und an die darauffolgenden Debatten sollen die Grundlinien für die ostjüdische Erziehungsarbeit klargeleat werden. Wir richten daher an die Leiter der ostjüdischen Schulen und Lehranstalten in Deutschland die Bitte, mit unserem Verbände in Verbindung zu treten und womöglich an der Konferenz teilzunehmen. I« Jnteresie der gesamten ostjüdischen Erziehungsarbeit ist eine Verbindung zwischen den Talmud Thora-Anstalten 'im Reiche zwecks Beschaffung von Unterrichtsstoff und Lehrkräften und gegenseitiger pädagogischer Förderung dringend geboten. Angesichts der bevorstehenden ostjüdischen Konferenz ist eine geeignete Gelegenheit zur Herbeiführung einer solchen Verbindung gegeben. >- verband der Ostjuden in Deutschland. Berlin, Linienstraße 19. Dsuuer Nachrichten. Bonn. Der.Verein für jüdische Geschichte und Literatur hält am Samstag im Gemeindehause, Tempelstraße eine General-Versammlung ab. Die Tagesordnung ist im Anzeigenteil dieses Blattes ersichtlich. Bonn. Die Chewroh-G'millus-Chasiodim hielt am 3. Januar eine Generalversammlung ab und beschloß, dieses Jahr nach fünfjähriger Pause wiederum das satzungsgemäß bestimmte Stiftungsfest abzuhalten. Diese Feier wird »von der Kommission beraten und findet in den nächsten Wochen statt; der Tag wird an dieser Stelle bekannt gegeben. Die Mitglieder erhalten in den nächsten Tagen eine diesbezügliche Einladung zugestellt. Der Vorstand gab sowohl den JahreSwie Kasienbericht, und in anbetracht der guten Kasienverhältnisie bewilligte die Generalversammlung für die armen Wiener Kinder 300 M. Die Zahl der Mitglieder hat sich ersteulicherweise von 94 auf 125 erhöht. Die Neuwahl des Vorstandes erfolgt in der nächsten Generalversammlung. Der Bote erzählt: Der JLxteU a» der andern Wrlt. i Fortsetzung.) Hirsch war nun wirklich aufgeregt. Er hatte wohl auch mehr Branntwein getrunken, als ihm zuträglich war, und hielt mit dem Eigensinn eines Halbbetrunkenen an einem Gedanken fest. .Hier ist mein Trauring!" polterte er; „noch eine Partie!^ „Du bist meschugge! Dein Blümele würde mir die Augen auSkratzen, wenn ich dir auch noch den Ring abnehme." Und er machte eine ernste Anstrengung, sich dem Griffe zu entwinden. Hirsch Guttmann gab ihn aber nid# frei. „Weißt du was", ries er, „wenn du meinen Trauring nicht willst, so spielen wir Um meinen Ehelek bolam habo')." Der Einfall war ihm plötzlich gekommen. Er wollte damit zugleich einen Spieleinsatz schaffen und den frommen Reb Mosche esn wenig n-cktzn. Reb Mosche schüttelte den Kopf. „Mit solchen Dinger soll man nicht scherzen."

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