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Jüdischer Bote vom Rhein · 1919-01-02 · 31 (2.1.1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
2 (1920)
Issue
31 (2.1.1919)
Date
1919-01-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Eriche«»» jeden gttitaa. Bezog», prel»: 7K W. »onotl. Z» »«ztehrn tat# ffcutfUM fofllntet Mp durch dqe, IfiMmbctUi ln B*nn. VOM RHEI1 Jüdisches Aokksbkalt . »»»eigmprch»: »VW. für di» Pp- »efn Petttzetl«. Bet Wwdorholn«- »«» «utfpr. Nndatt. VchchhEWM»^ Botenverk»» Bouu, EWnK. 74J47. fftrausjftgtbtn von Rabbiner Dr. Gnrit Aohn, Bonn, ^chriftleitung und Kefchästejielle: Bonn, Brüdergaff« KL, DMMDß. Ibwatc 31 ZSonn, S. Januar 1000. — 11 'Mevettz 5680 L. Aufruf. Wettet die Wiener Kinder! Furchtbare ftuttbe dringt au» der Hauptstadt de» schwergeprüfte» österreichische» Laude». Alte Graue« der Hungr»not brachte der Winter über da» uuglücktich« Me«. HUfe tut not, schleuntgeHilft! Große Aktionen wurden eingrleitet, die vor allem die Wiener Kinder auf einige Monate tn Holland, Dünrmark, Deutschland zur Kräftigung ihrer Gesundheit unter bringen sollen. Da» Oberrabbinat in Wien hat einen Aufruf erlassen/ e» zeigte fich da» entsetzliche Resultat, daß sich auf einen Schlag 8000 arme jüdische Kinder allein au» Wien utdldrten, alle gleich elend und gleich hilfsbedürftig. Di« holländische Jndenheit hat 8000 bereit» in jüdischen Familwi» uutergebracht, ebensoviel,kommm — vielleicht! — nach Dänemark Aber all da» genügt nicht. Auch hier im Laude müsse» Hilfskomitee» begründet werden und fie find, wie wir hören, bereit» im Begriffe, zusanlmenzutreten, um in unserer Gegend in Stadt und Land möglichst viele Kinder tn möglichst guter Pflege äuf 3—4 Monate untrrzuüttagen. Der .Jüdische Bote* .will und darf nicht zurückstehen und ruft seine zahlreichen Freunde in Stadt und Land zu sofortiger Meldung auf. Wer ein Kind nehme» und gut verpflegen kann, schreibe ihm sofort. Da» Alter der Kinder ist 6—14 Jahre. Jeder kann wähle», ob er «inen Knaben oder ei» Mädchen will. Wer nicht btt Stand« dazu ist, sende Geld, denn Geld ist nötig, Geld ermögiichf *»£ auch gogen Bezahlung Kinder gut verpstege» zu lassen. Die Spenden werden hier auSgewtrsen und der rechten'Stelle zugeführt werden. An größeren Orten bitten wir die Rabbiner oder Lehrer herzlich, die Angelegenheit in die Hand zu nehmen. über den Stand der Hilstaktion werden wir jeweilig berichten. Keiner fehle bet diesem Werke jüdischer Bruderliebe, da», wenn schnell und richtig durchgeführt, Hunderten und Aberhiüldcrten hungernder jüdischer Kinder da» Leben rettet! Der jüdische Wole vom Whein. Wann, vrüdergaffe 62.? Postscheckkonto Köln 74747 Botrnv«rlog»Bonn vr. Emil Lohn. LEO BiZCK 1 IISTITOTB I BW YOBK | Cm - □oooaaanooiannnoaooaa W»che»«hsch>M 'wi. DooonnononnnrDoooQooaaog Der »gute Ort41. >l» nun die Zeit herannahte, da er sterden sollte, lieb er seinen Sohn Josef rufen und sprach zu ih«:. „Wenn ich Gunst atfntttn in dejnen.Nngen, jo erweise mir nun Lieb« un» Treu« und begrab« »ich nicht in Egupten. Ich will »ich zu »eisten Bätrrn legen und du sollst mich au» Egvpten tragen und tu ihre» Grab« vbestatten." Da sprach er; „Ich will tun. nach deinem Worte." 1. Möse.47. Da sprach Josef zu leinen Brüdern: „Ich sterbe; aber Gott wird euer gedenken und euch hinaufsllbren au» diese» Lande in oa» Land, welch«» er de» Aura» ha», Jsak und Jakob zugeschtooren hat." Dabei beschwor er die Sohn« Israel» und sprach: „Gott wird euer gedenken und dann nehmt mei« Gebeine von hier mit hinauf.- l. Mose, SO, 24-25. - Beide — Jakob und Josef — mußten in Egypten sterbenbeide aber wollten nicht dort, sondern in Kanaan beerdigt sein. Jakob forderte die sofortige Überführung in» Grab der Väter und erhielt sie, Josef wurde nach feinem Willen «inbalsamiert und eingesargt; der Sarg blieb stehen bi» zum Tage de» Auszug». Dieser Sara sollt» den Kindern Israel» ein Mahner-sei«, der Heinwehr nimmer zu vergessen. Erst wenn all« hinmchzogen tn» Land der Väter, wollte auch er zu seiner Ruhe kommen. Je näher der Mensch uat Geabe kommt, umso sinnbildlicher wird ihm sein Lebe», «Br» rundet sich dann zu Geschlossenheiten, und jeder will bann, daß da» Ende dem Anfang fich füge, will am rechten' Ort« liegen, den er fich auserwählt. neben dem Weibe seiner Jugend, dem einzigen Kinde, will in die Gruft finkend noch einen Willen verwirklichen, der den LebenSwqf bestUteßt: „Dort begruben fie den Abraham und Sara, seü» Weib, dort begruben st« den Jsak und Rebekka, sein Weibrmd dort begrub ich die Lea.* E» war nur di« Folgerichtigkeit seine» ganzen Leben» und mehr noch al» seine» Leben», daß auch er — Jakob dort begraben sein wollte. Und vemrer gleichzeitig erzählt, daß er aü» Padan heimkrhrend Rahe! vnlor und sie am Wege nach Bethlehem-Ephrata beerdig«» muhte, so haben die alten Erklärer mit Recht darin da» Schmerzliche eine» trüben Geständnisse» gesehen und die stehentltche Bitte an Josef, seinen Wunsch, tn» Grab der Vater zu kommen, dennoch zu aovähren, obgleich er selbst seiner geliebten Rahel diesen Wunsch nicht erfüllen konnte. Es ist etwa» Eigene» mit dem „guten Ort*, wie wir

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