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Jüdischer Bote vom Rhein · 1919-10-08 · 19 (8.10.1919) · p. Seite 213

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
1 (1919)
Issue
19 (8.10.1919)
Date
1919-10-08
Page
Seite 213 (sequence 7)
Language
German
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„Verzeih mir. Vater I verzeih mir! Ich habe mich schwer, an dir vergangen!" sagte die Sängerin, und ihre- > Tränen flössen. - „Verzeihen!" rief der Alte, und der Ton seiner Stimme klang trocken, ja voll Herbigkeit. „WaS habe ich dir zu verzeihen? Daß du mir nicht geschrieben hast, daß ' ich nicht gewußt habe, soll ich mich zur Schiwe (siebentägige Trauer) hiysetzen um mein totes Kind, oder soll ich glauben: daß es noch am Leben ist? Was soll ich dir verzeihen? Du lebst ja, und wo gibt es einen Vater, der nicht jede Kränkung auS seinem Herzen herausreißt, wenn er nur weiß, daß sein Kind lebt?" Dann wie von einem anderen Gedankenstrome mächtig erfaßt, näherte er sich wieder seiner Tochter; er ergriff ihre > Hand. - foiRt.) *_ v;$tr KrteMaschr. „Merkwürdig", predigte der Niemerower Maggid, „früher sagten die Juden draußen im Leben die Wahrheit und dann gingen sie nach Schul' und sagten Lügen, jetzt lügen sie draußen und sagen in Schul' die Wahrheit. Früher sagten sie im-Leben die Wahrheit, waren ehrlich und redlich, ihr Ja war Ja, ihr Nein war Nein, und keinen Menschen betrogen sie. Dann aber gingen sie Jom Kippur nach Schul' und logen: „Oschamnu, bogadnu —I Wir haben gesündigt, haben geraubt, haben gestohlen usw." — Jetzt lügen sie draußen, betrügen die Leute, übervorteilen und verleumden den Nächsten. Und dann gehen sie richtig nach Schul' und sagen: „Oschamnu, bogadnu —1 Wir haben gesündigt, haben geraubt, verleumdet, waren treulos!" Und das ist dann die Wahrheit! O _ Aus dem „Schlemiel". Leibele Tintenfisch hatte sich im Restaurant ordentlich ' satt gegessen und wollte sich englisch empfehlen. Der Kellner bemerkte es und trat rasch auf ihn zur „Mein Herr, Sie wünschen zu zahlen?" — „Nein, sagte Leibele. „ich kann nicht zahlen; denn warum? Weil ich Hab kein Geld." — „Was?" rief der Kellner aus. „kein Geld? Da werde ich sofort einen Schutzmann holen:" — „Meinen Sie", fragte Leibele, „daß er wird für mich bezahlen?" <D«r „Schlemiel" erscheint alle 14 Tage, kostet 4 M. vierteljährlich und ist zu beziehen durch den Welt-Verlag. Berlin NW. 7. Dorotheenstr. 35.) Sau S»»MSlSS«»»«lSeMS»l«NSlr S»W lÖretÄrätrel! | Folgende 18 Silben sind zu 7 Wörtern zusammen zu stellen, dir bedeuten 1. ein Meer. 2. ein griechische- Instrument, 3. ein seltener männlicher Bornam«, 4. eine Pflanze, 5. ei» anderer ManneSname, 6. ein Profet, 7. eine biblische Frau. Di« Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben geleseM ergeben einen bekannten SegenSspruch: — v a «1 ja» je le Ir n» na o | ph«u phil ra »a ' gow tha the. . UnW den Einsendern der Lösung wird ein Prei» auSgelost? der Name de» betr. Löser» hier veröffentlicht. aadaaauaaaaaaaaaaaaa □ a o □ o □ g ' Der 'JPorcinößcHe. g □ S o □ oaaoaaaaoaDaaooaaaaaaanaaaaDaaaDQaaaaaD : Wir stellen diese Stelle allen jüdischen vereinen frei zm Verfügung, um hier ihre wöchentlichen Veranstaltungen kurz anzukündigen. I. Beuel. . 4 1. Der „Frauenverein', Irl. Sibylla Vehr, Wildelmstr. tu. i L Die Armen- und ftrankenkommissioaevr. me». weiß, Fried-! richstr., Hermann Herz, vilhelmstr. 2». I 3. Dir VeerdigangSkommissio»: Herren Abr. Selom»,. Ahetneustraße. tzerm. Frank, Wilhelmstr., Phil. Henmann. Rheinaustr., " Sari Levy, Siegburgerstr. II. Bonn. v 1. Der ..Armenverein', Herr Jakob ftoopmann. Marienstr. w. 2. Der Jrauenvereiu. Frau Emma Stern. Wenzelgaffe 82—M. 3. Die ffhewrah GemiluS chasodi«, Herr L. ffoßmann, Mecken- , heimer Allee 42. . 4. Der Jüdische Jugendbund, Herr Willi Feldman«. Beethoven^ straße 8. 5. Ortsgruppe de» Zentralverein» deutscher Staat»bßr>rr jüdischen Glauben-, Herr Recht-anwalt vr. Herrmonn-, Meckenbeimer Straße 64. > «..Zionistische Ortsgruppe. Herr Ma; Goldreich, venrl, Nordstraße 10. Jeden Dien»«ag Abend 8 Uhr. Los« Gangolf: Zionistischer Stammtisch. 7. vr. Falk Eohn-Berein, Herr Höchster, wenzrlgaffe Ü8. 8. Synagogenchor-Berein. Herr Leop. Feldman», Beethovenstraße 8. Jeden Montag Abend 8 Uhr Chorprobe. 8. Ortsgruppe der Rheinlandloge. Herr Ealo Simon. Kaiser- Friedrichstraße 2. u>. Verbindung tm ft. ff. Rheno-Silesta. Meckeaheimer Straße M. 11. Verbindung jüdischer Studenten ftadimah im ft. I. v.. ftölnstraßr 04. 12. Indischer.Wauderbund „Blau-Weiß" lAuSkunfl: fturi Schatz, Humboldstraße 24). ' 18. Jüdischer Jugendverein „Die ftamrraden', Vorsitzende: Frau Recht-anwalt Or. ffohn, Meckenheimrr Aller 67. SamStag. II. Oktober: Heimnachmittag: Vorbereitung zu GimchaS-Thora, 8 Uhr tm Gemeindehaus. — Sonntag, iS. Oktober: tzruppe I (unter 10 Jahren) Wanderung VenuSberg-ftahlenberg-FrieSdors. Treffpunkt Argelandrrstraße »»/« Uhr. Rückkehr gegen 1 Uhr. — Brüvpr II ftottenlorst SchönwaldhauS-Martensörst-GodrSberg. Treffpunkt StaatSbahnhos 7'/, Uhr. Rückkehr gegen 1 Uhr. — Mittwoch, 15. Oktober: Vorbereitung zu SimchaS-Thora 8 Ubr tm Gemetndehau«. 14. Ort-gruppe der Vereinigung für da» liberal« Judentum, Herr LouiS David. Bahnhofstraße 6. . III. Illingen. 1. Jüdischer Jugendbund. AnSkiinst: Ernst Levh * IT. Saarbrücken. 1. Zionistische Gruppt für da» Saarland. AuSkunfi. vr Je« Weiler, ftarcherstr..4. j Kcrkender'der Woche. Oktober 1919 1 Tifchrt 5680 Freitag. 10. Okt. 16 y SamStag... 11. . 17 u'ain »2». * Sonntag. 12. , 18 Montag. 13. „ J IS Dienstag. 14 . 20 Mittwoch.... lfc. . 21 Hoschana-rabba. Donnerstag. 16 , 22 Scheminl atere«. Freitag ..:.. 17. „ ' 28 Simchas tora. SamStag ... 18. . r 24 rpcina ReumonbSwcthe v Gottesdienst in Monn nird Menet. Zionn. Mittwoch den 8. Okt., Vorabend Laubhüttenfest: Abendgott«-, dienst 6 Uhr. Donnerstag 9. Oktober: MorgengotteSdienst und Predigt 9 Uhr, AbendgotteSvienst 6 Uhr. Freitag den 10. Oktober: MoraengotteSdienst 9 Uhr, AbendgotteSdienst 6 Uhr. * SamStag den 11. Oktober: MorgengotteSdienst 9 Uhr, NachmitiagSgotteSbienst 8'/, Uhr. SabbathauSgang 6.28 Uhr nach der alten Zeit. y ' * \ 3S«ucl. sukkauS Vorabend 5.50, LtnchiiS 5 »0. Mario 6 00, Freitag Morgen 2 Tag Lchachri» 8.80, Mails 5 30, Gabbät» Saachri» ».39, Mtnchah 4 00 nach d^r alten Zeit.; ■-:-• i Jassrzeiten. Venn. Mittwoch den 15. Oktober nebst Vorabend: Simon Meyer.

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