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Jüdischer Bote vom Rhein · 1919-06-27 · 4 (27.6.1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdischer Bote vom Rhein
Volume
1 (1919)
Issue
4 (27.6.1919)
Date
1919-06-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Erscheint mit Erlaubnis der britischen Militärbehörden. | Der „Bote" erscheint jedkn Freitag r Bezugspreis: vü Ps. monatlich j RedaklionSschluh: Montag abend; Postscheckkonto Köln Pr. 7474?. vom Mein Jüdischer Dollsblatt :; Anzeigenpreis: 36 Pf. dir vier»;; grkpalt. Petttzrtlr - Bei Wieder.: r Holungen entsprich. Rabatt - An. : zetgenannahme biS Montag mittag j für die Rbeimfcben Lande, Bonner 6emeindeblatt für das Rbeintal, Siegtal, Hbrtal ufw. Hcrausgegeben von Rabbiner Or. E«il Lohn, Bost«. Schristleitung und Versand: Bonn, Tempelstraße *2. Nvmmer 4 j_ ZLonn» 27. Juni 1019 — 2Ä Siwan 5670_! 1. Jahrgang. Inhalt: Der Bote spricht. — Aufgcmrrkr, lieber Lrlerl — Korach. — Wochenschau. -— Jüdischer Seist und jüdische« Schicksal von Dr. Wiener. — Die Sprachrnsrage der Juden I von S. Landauer — Die große und die klein« Menichrnliebe von E. Bernhard. — Bon Berg und Tal. — Der Bonner Bemeindebote. — Silbenrätsel. — Der BereinSbotr. — Fawtltennachrtchirn. — Kalender der Woche. — SotteSdtenst in Bonn. — Fahrzeiten. Freunde des Voten, werbt dem Voten neue Freunde! ./ e. r r y. Der Kote spricht: Nun wandr' ich schon der Wochen vier Nach echtem Boten brauch. Fand Freunde da und Freunde hier, Doch manchen Gegner auch: Der eine will es aktuell. So ist es ihm zu matt; Der andre zuckt die Achseln schnell: „Ein Blättel und kein Blatt!" Der dritte macht ein groß Geschrei Und ruft: „So tut kein Mann!" Und fehlt, so mcins er, die Partei, Fehlt auch die Farbe dran!" Der gute Bote hört sich's an Und pfeift sich eins und lacht: Noch niemals war's ein guter Mann, Wers jedem recht gemacht. Ich lieb Natur und mittendrein Fühl' ich'mich hingestellt: Im Volk ein frischer Mann zu sein. Bedeutet mir die Wett. Drum, wem das alte Stammesblut Noch froh im Leibe kreist, Wem Vätersttte, stark und gut. —Noch Glück und Segen heißt; , Und wer ein herzhaft Judentum Noch liebt und frische Art, Wem sich 'dazu als bester Ruhm —Ein fromm Gemüte paart;— ~ Der komm' und ftage nicht erst groß Und tu' nicht zimperlich: Der geb' sich einen Rippenstoß Und — abonniere mich! Hufgcmerkl?, lieber Lefer! Diese flunimer des „Jüdischen Boten vom Rhein“ ist die letzte, die durch Streifband frei ins Haus geht. Von nun an erhalten nur diejenigen das Blatt, die es bestellt haben. Radi einmal legen wir Bestellzettel und Postkarte bei, den Westelfzettet füv die Uost, die Karte für uns. £rst nach Bestellung und Bezahlung beim Postamt oder bei dem Ins Haus kommenden Briefträger ist die Karte ausgdüllt an uns zu senden. WoJMgemerkt, diese Karte ist keine Westellkarte, sondern nur eine Wenachrichtignng. Wer sie uns schon gesandt hat, ohne bei der Post das Blatt bestellt zu haben, der hole dies schleunigst nach, oder teile uns mit, daß mir es. für Ihn tun sollen, damit in der Zustellung des Blattes keine Stockung elntrltt. Nur mer uns die frankierte Karte der vorigen Hummer zugesandt hat, Ist ohne weiteres abonniert. \ Witte, lieber Lefer, kies das doch »roch ehtmaC! Der Jüdische Böte Dom'Rhein. Üorach. \ Und ti empörten sich Korach, der Sohn Ziphar«, des Lohne« KqhatS, de« Sohne« Levi — und 350 Männer von den Kindtrn Israel, v _ Fürsten der Gemeinde, die.-zur BeisammlUttg —-berufen waren, Männer von Pamen. Sie rotteten sich wider 2lHose und Aaron-zusammen und sprachen: „Ihr maßt euch zu viel an; denn di« ganze Gemeinde,,— alle sind heilig und Gott ist in ihrer Mitte; warum erhebt ihr euch über die _Otemeinde OtatteiCS"-4. Most« 10, 1—9. -„ So ein Koruch I" lufen dir Lime. „Stein, so ein Äsrach l" und packen dem traurigen Gesellen, der da vor bald 3000 Jahren in der Wüste Lärm gemacht hat, alles auf, was eS im Judentum Schlechtes und in der Judenheit Verruchtes gibt. Ist einer ein GeizhalS: — Korach! Schlägt er den Armen die Tür vor der Rase zu: — Korach! Ist er ein Grobian: — Korachl Ein Spötter: — Korach!

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