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Jerubbaal · 1919-03-01 · 12 (3.1919) · p. Seite 460

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Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
12 (3.1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 460 (sequence 36)
Language
German
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460 Mo sehe Hakojieii: In der behördlich bewilligten Äblegurig alttestamentarischer Namen äußerte sidi also eine behördlidie Kundgebung des Inhalts,, daß die'Zugehörige freit zum Judeptum als ein ebenso unerträglicher Zustand empfunden werden dürfe« wie das Tragen eines bekannten Verbrechernamens. Im Septemberheft 1917 derselben Zeitschrift schlägt er vor/: eine Vereinigung zu gründen, deren Zweck es sein soll : . % »Die Träger alttestamentarischer Namen 'davon zu überzeugen, daß jede Unbill, die man ihnen wegen ihres* Namens antut, von <üns, allen schmerzlich empfunden wird ,•* die alttestameritarisdien, und deshalb geschichtlich bedeutsamen Namen zu befreieil von dem Anwui-f, womit der Antisemitismus ihren Glanz zu ersticken sucht,- die Behörde *dävon abzubringen, "daß sie die alttestamentarischen Natalen gls solche behandelt, deren man sidi zu schämen bat und die man daher ablegen muß.« * / ~ XIX. Das wenigstens! Auf eines müßten wir jedenfalls mit aller Energie und Rücksichtslosigkeit hinarbeiten: Bekanntlich schreiben und drucken Unzählige, die in den " amtlichen Dokumenten1 z. B. Salomon oder Jakob oder David -heißen, auf Briefen, Schildern u. dgl. nur den Anfangsbuchstaben: S., J., D. üsw;. Wollen nun die Träger nidhtjüdischer Namen diese nicht hebraisieren, so müssen wir es bald zumindest dahin bringen, daß diese unsere.geburtsschein«- mäßigen oder gemacherten James, Leanders, Artiirs, Roberts, Gyulas, Elfrieden, Gabys, Trudens auch ti u f die Anfangsbuchstaben schreiben, drucket), auf daß sie sich des widerlichen Gegensatzes zwischen Namen. und Pönems oft und voll und schmerzlich bewußt werden! . Abraham Schwadxon.* # Ittr Wiener Arbeitskreis für Hebräisch hat sich eine kleine Gruppe zu* sammengefunden, die sich die Propagierung hebräischer Namen zur Auf* gäbe gemächt hat. ' - * Buropäismus.' Wenn ich Ihnen meine Skizze über den Europäismus mit der Bitte um Abdruck im »Jerubbaal« schicke, so geschieht es nicht, weil ich diese Arbeit für absonderlich wertvoll halte, nicht, weil ich etwa meine, ich könnte große und neue Erkenntnisse geben. Was mich, zürn Schreiben iewog war das Ereignis, das ich an der Spitze als Einleitung und als symptomatisches Bild schildere. Es hat mich und den Kreis, den geringen Kreis, der Zionisteii <wie i c h ihn verstehe) sehr erschüttert. Nicht um der Person willen, sondern wegen des Anzeichens für den öeist, der unter den heutigen Zionsbekennern herrscht. — Die Dftige, die ich sage, sind alt und mußten allen klar. sein. Urid doch will man sie nicht wissen, will man der Forderung, ., die in ihnen liegt, ausweichen. Darum erscheint es mir wesentlich, wenn sie in möglichster Klarheit gesagt werdein. Allerdings: Ich bin" mir des Stammelnden meiner Rede bewußt. Aber vielleicht ist es nicht möglich/ über

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