Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 12 (3.1919)
- Date
- 1919-03-01
- Page
- Seite 459 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Von der Sdiände eurer -Nämen. 459 Gedanken: Muß dehn * der Anklang an den Namen des Verstorbenen , ausgerechnet in der Arifangssilbe liegen? Man kann doch die Pietät auch in der Brjdsilbe betätigen. Das leuchtete allen ein. Djer Junge heißt Paul. Drei Freunde aus Sandomierz: »Moj^che Pischer war Hader-nhändler, zog nach Krakau und ward zum Mundyk Pi:szkowski, Bilderrahmenhändler. Von dort kam er als Moriz Wasserstrahl nach Breslau, wo er im Bilderhandel führend wurde. Schließlich landete er als* der bekannte Kunstkritiker M a.urro e de 1 a Fontaine in Paris. Seia Freund Samuel Spiwak ward Kantor in Berlin, wo er sich »mit Rucksicht auf seine Kinder« Sälly Singer nannte. Als er jedoch nach Christiania engagiert wurde, naturalisierte er sich in loblicher An^ passung als Sven Samuelson. Der dritte wuchs ^als S eh melke Tor by <jiddisch: Bettelsacfc) auf. Mit 18 Jahren kam er nach Lemberg, wobei er mit eigener Hand in seinen Dokumenten das y seines Namens auf ein e korrigierte. Bei der Über^ Siedlung nach Wien setzte er, wieder eigenhändig, auf das e einen Akzent grave. So lebte und starb der"Kommerzienrät Sanel Torbe.« <»Der Ufk.«> Vermißte: »Regina, Jetti und Salo suchen ihren Vater7 Isak Hersch Gartenblüh aus Suczawa.« — »Feige Neche Berler.aus Wierzbo^ wiec sucht ihre Kinder Dora, Heicia, Zy^mund und Salcio.« »Georg Zablatower, Korporal beim ...... sucht seine Eltern Mendel Befisch und Nesie Zablatower aus Zborow.« »Frau Klara Weinstein aus Horodenka sucht ihre Kinder Sascha, Pepi, Emil und Lona. Es ist nicht ausgeschlossen,, daß sie sich in GeSfclk* schaft ihres Bruders Leibisch Lester aus Kolomea befinden.« * <»N. Fr. Presse.«) s & e *** SP XVIII. »Schutz den alttestamentariscfien •Namen!« * Unter diesem Titel hat Patentanwalt Georg Neumann im August* Septemberheft: 1916 von »Os.t und 'West« angeregt, daß zur Bekämpfung 'des Taufunwesens auch die Hilfe der Gerichte angerufen werde, und zwar in jenen Fällen/ wo der Täufling neben der angestammten Religion auch den Vaternamen wechselt. Keine Behörde ist -nämlich dazu befugt, jeman^ dem infolge der Taufe eine Namensänderung zu gestatten. Auch wird durch den Namenswechsel der Verkehr zwischen den Menschen mit Un^ Wahrheit durchsetzt, insofern als der getaufte Träger des neuen Namens für einen echten Christen gehalten j^ird. Schließlich wird die Bewilligung <ler Namensänderung »an getaufte Juden als eine öffentliche Schmähung des Judentums empfunden, zumal bisher ein veränderter Familiennamen nur den unschuldigen Angehörigen von Verbrechern zugestanden wurde. 33