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Jerubbaal · 1919-03-01 · 12 (3.1919) · p. Seite 437

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jerubbaal
Volume
1 (1918-1919)
Issue
12 (3.1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 437 (sequence 13)
Language
German
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Bürgerliche undaproletärisdi^' jugendbewegung. 437 /Schaft zu bewegen' üftH atff diese Weise eftie Vereinigung aller: Jugend- /liehen herbeizufiiUrenii/ l * - " ' : r : Ich* möAte nun,; anknüpfend an Solche Verstiche, einiges Prinzipielle über r]LIqtersdbie;de odet Gemeinsamkeiten;von bürgerlicher, und proletarischer Jögendb^egung sagen;. ...; . - . .Vor allem* soll die Bedeutung ejner Jugendbewegung überhaupt fest^ -gestellt-werden./ Iii ihr vollziehen sich die beiden sozialen Erlebnisse, welche qie Brziehüng 'apsmadben. - Sie reiht einerseits das Leben des jungen Mens.diejti^ajn in die sinnvolle Gemeinschaft mit Kämeraden, die gleich ihm einem-pührer fplgend und in gemeinsamer Arbeit den Menschen verwirk- :li4ienrund; der Idee dienen wollen, andererseits beinhaltet sie Kämpf und Auflehnung gggen jede aufgezwungene konventionelle^ kompromißliche-Lebensweise, welche ihm eb.en jene jugendgemäße Lebensführung unmöglich macht, r: Es.jgilt 4njin, i. die tatsächliaie Lage beider jugendlichen Klassen festzustellen, 2. daraus .getreu Folgerungen für beider notwendige Haltüng .als . Jugendbewegung zuziehen und schließlich- 3. die Konsequenzen, zu •denen beide aus ihrer Klassenlage heraus getrieben * werden, .zu ver^ .gleichen. : .Die Fräge, wie weit die Lage des jungen Proletariers die Verwirklichung der Jugendkultur, des Jugendgemeinschaftslebens zuläßt, oder gar die, wie weit sein Milieu ihm direkt^ die entsprechenden Vorbedingungen dazu bietet, läßt sich sehr kurz erledigen; Der junge Proletarier geht in die Arbeit, somit fehlt ihm von vornherein jede physische Möglichkeit zu jugendgemäßem Leben.^Denn wirtschaftlicher Erwerb und Erziehung schließen einander bei kapitalistischer Wirtschaftsweise aus. Der kapitale stische Betrieb ist eingestellt auf die Erzielung eines möglichst hohen Profits art den Wären, im Mittelpunkte der Erziehung aber steht die Arbeit am Menschen. Erziehung läßt sich wohl vereinen mit produktiver Arbeit <und di^se Arbeit kann auch wirtschaftlichen Wert haben) braucht sich durchaus* nicht bloß zu orientieren nach dem Zweck: der persönlichen Erwerbung und Einübung von Fertigkeiten, sondern kann ,sehr wohl teilweise die wirtschaftlichen Bedürfnisse der arbeitenden Jugendgemeinschaft selbst befrie^ digen und somit die Gesellschaft wirtschaftlich entlasten, aber diese Wirtschafte lichkeit kann im Rahmen einer Erziehungsgemeinschaft nur eine sozialistische sein> sie produziert um des Menschen willen und nadi seinen Bedürfnissen nicht für den Markt und die Konjunktur,- und sie sparf an der Menschenkraft und Zeit, nicht an den Kosten. Ware und Mensch, diese beiden können eben nicht 'zugleich letztes Ziel einer Institution sein. Eines von beiden muß Mittel, eines Zweck sein, einer Herr und einer Diener. Wir können also einfach sagen * Soweit die gegebene Lage in Betracht kommt, gibt es für den jugendlichen Arbeiter überhaupt keine Jugenderziehung. <Dje Frage der Kinder^ erziehung haben wir ja, als gar nicht mit Jugendbewegung zusammen^ hängend, hier nicht zu behandeln.) Anders beim bürgerlichen jungea Menschen. Seine Zeit scheint mehr \_ öder weniger ausschließlich der »Bildung der Persönlichkeit« tind geistiger Arbeit gewidmet,- Jedoch erweist sich bei etwas näherer Betrachtung dieser

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