Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 6 (9.1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 215 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Fritz Sternberg: Die Bodenfrage. 215 Noch ein kurzes Wort von den vorbereitenden Schulen und Institutionen; Wer den drei zuerst angeführten Bedingungen genügt, der sorge nicht nur um eine sorgfältige Ausbildung. Freilich, je gründlicher die landwirt^ schaftlichen Kenntnisse sind oder seine Kenntnisse auf dem Gebiete irgend eines Handwerkes, desto besser wird es sein, aber den Zeitpunkt seiner Übersiedlung mache er nicht davon abhängig, weil er in der Arbeit des Pionierbataillons besser als in jeder anderen Schule das für ihn Nötige lernen wird. Besser weniger Kenntnisse mit ungebrochenem Mut, als lange erworbene Kenntnisse in welker Seele. Im übrigen wird es sich darum handeln, einfache Adkerbaukurse, Handwerkerschulen, Lehr- und Jugendfarmen zu gründen und möglichst viele Stellen für Volontäre in landwirtschaftlichen Betrieben zu finden. Zijon wird durch Recnt erlöst,- durch Jugend erarbeitet, durch Geschlecht erhalten. Alle Jugendlichen und Jugendorganisationen, die im Vorstehenden den Weg zu Zijons Aufbau sehen, bitte ich, sich ehestens direkt an mich mit möglichst genauen Personaldaten zu wenden. Alle diejenigen, die diesem Weg der Jugend tätig zuzustimmen gewillt sind, bitte ich ebenfalls, sich mit Angabe der Art der von ihnen gewillten Hilfsbereitschaft an mich direkt zu wenden. E. Elijahu Rappeport. Die Bodenfrage. In den Ländern des europäischen und amerikanischen Kulturkreises hört man von der Bodenfrage immer nur unter National^Ökonomen oder unter Männern, die als Schwärmer oder Utopisten gelten,- das heißt, sie ist dem allgemeinen Volksbewußtsein entschwunden,- ihre furchtbare Wirkung wird nicht erkannt, sie gilt als wissenschaftliche ideologische, manchen vielleicht als eine Zukunftsfrage. Franz Oppenheimer ist es gewesen, der als erster die Zusammen* hänge der Bodenfrage mit dem ganzen wirtschaftlichen und sozialen Aufbau der Volksgemeinschaft aufgedeckt hat,- - er ist es gewesen, der uns die Augen geöffnet hat über die fundamentale Bedeutung der Bodens frage für ErezJsrael. ... So sei ihm auch an dieser Stelle unser Dank bezeugt! Die Jugend, die mit uns gewillt ist, die soziale Gemeinschaft in Palästina aüf anderer Basis aufzubauen als auf der in Europa herrschenden; sei auf Oppenheimers Werk »Großgrundeigentum und soziale Frage« verwiesen, dessen Ergebnisse er in seiner »Theorie der reinen und poli* tischen Ökonomie« verarbeitet hat. Unsere Arbeit in Palästina wird dadurch erleichtert, daß wir nicht ge^ nötigt sind, altes niederzureißen, sondern daß wir im Lande ein neues