Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 6 (9.1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 212 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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212 E. Elijahu Rappeport: Auszug der Jugend zum Aufbau Zijon. Aufruf, Die jüdische Jugend fordert Antwort auf ihre Frage: »Gibt es für uns eine Möglichkeit, baldmöglichst den Auszug zu be* ginnen und den Aufbau zur Tat zu machen?« Es gibt eine Möglichkeit, wenn Euer Wille unbeugsam und zusammen* gefaßt ist und dazu rufen diese Worte auf. Keine Besprechung von Vor* schlagen, Auszug und Aufbau will ich damit einleiten* Ich wende midi an die jüdische Jugend, der folgende drei Bedingungen voranstehen: 1. Die nach Palästina streben, Zijon selbst zu bauen. Die nicht rechnen, wie sie anderen Bereiten und Dienen überlassen. Denen nicht Frage ist: wie bringt man möglichst viele andere nach Palästina? Sondern deren Fragen darnach geht, wie sie möglichst bald selbst hinübergehen können. 2. Die in Palästina nicht irgend eine jüdische Zentralisierung wollen, sondern Zijon als die wahre jüdische Gemeinschaft, auf bedingungsloser Gerechtigkeit aufgebaut. Die sich mehr als dem väterlichen Boden wahrer jüdischer Gemeinschaft verpflichtet fühlen* Die mit Recht anheben und es .mit Recht durchsetzen werden. 3. Die Palästina nicht erstreben und Zijon nicht suchen, um dort als Personen und Individuen frei und glücklich zu leben, sondern die bereit sind, auf alles selbst zu verzichten, um im Dienst, wenn es sein sollte, zugrundezugehen. Die auf ihr Wohlergehen verzichten, um Dienst zu suchen. Die Verzicht leisten auf die Entfaltung individueller Begabungen und Fähigkeiten, wenn es der Dienst so will. Die nicht Ehren suchen, sondern ochwielen. Die nicht lüstern nach Schönheit, sondern gewillt zu Hingabe und Untergang sind. Die auch Haschern nicht suchen, sondern seinen Dienst. . Die diesen drei Bedingungen genügen, die ausziehen Gerechtigkeit aufzubauen aus ihrem innigsten Leib und Leben, die rufe ich und ich vertraue der jüdischen Jugend, daß es sehr viele sein werden. Die Auszugwilligen schließen sich zu Hechaluzgruppen zusammen, und die Gruppen, die über die ganze Galuthwelt zerstreut sind, sind zusammengeschlossen, um ihren Willen praktisch durchzusetzen und sich ihren Weg gegen jede Macht zu erzwingen. * Da diese Gruppen das eine Ziel vor Augen haben, sind sie in jeder anderen Beziehung politisch völlig uninteressiert und daher jedem einzelnen Wirtsland des Galuth gegenüber solange loyal, als von dem Wirtslande ihrem Willen kein ernstliches Hindernis in den Weg gelegt wird. Aber kein Hindernis wird von ihnen als unüberwindlich anerkannt. Innerhalb irgendeiner Partei, selbst innerhalb der zionistischen Welt* Organisation, haben sie sehr wenig Platz, denn sie sind nicht mehr 2ionisten, sondern Voranziehende nach Zijon. Der zionistischen Welt* Organisation gegenüber haben sie zwei Forderungen t 1. Daß die zionistische Organisation nichts unternehmen dürfe, das die wahre Gemeinschaft in Zijon schädigen und gefährden könnte und