Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 3 (6.1918)
- Date
- 1918-06-01
- Page
- Seite 124 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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124 Plan zur Gründung eines Jugendgartens für Schulkinder. Arbeits Verteilung und Einnahmen: Vier Nachmittage sollen Gruppen von je 25 unbemittelten Kindern im Garten arbeiten, und zwar w ö ch e n t* 1 i ch zweimal dieselbe Gruppe, also 50 bedürftige Großstadtkinder, für die Institutionen wie Kinderhorte und Ver^ eine die Kosten tragen sollen, und zwar Mk. 5'*-' monatlich. Damit wäre eine Einnahme von Mk. 250*— monatlich gesichert. Die Unkosten belaufen sich auf Mk. z'~* pro Kind, also ein Rein** ertrag von Mk. 150'— monatlich. Zwei Nachmittage sollen sich Kindergruppen aus wohlhabenden Kreisen bilden, 10 Kinder ä Mk. 10'— d. s. Mk. 100'-—, Unkosten Mk. 30*—, also ein Reiner^ trag von Mk. 70'— monatlich. Außere dem kann auf 10 K ursistinnen oder Beetmieterinnen ä Mk. 8'— gerechnet werden, d. s. Mk. 80'—, Unkosten Mk. 30'—', also ein Reingewinn von Mk. 50'-— monatlich. Zusammen ein Reingewinn von Mk. 270'— monatlich. Unter Unkosten ist die Bestreitung von Wasser, Samen, Dung etc. inbegriffen, Abnützung der Geräte, des Mobilars, Betriebskapital für die 2 Morgen Land. Die Damen sollen auch den Stamm der Helferinnen für die 4 Nachmittage, an welchen die Volksschulkinder kom^ men, bilden, damit die Kinder stets in kleinen Gruppen angeleitet werden kön^ nen und alles Schulmäßige, Uniformierende vermieden wird. Obige Einnahmen werden nur 7 Monate erzielt, für den Betrieb müßten die Monate März und November einge^ rechnet werden, Monatsdurchschnitt würde sich also bei (^monatlicher Arbeitsdauer auf 7 X 270 Mk. 1.890 : 9 Mk. 210 belaufen,- dieses das übliche Gehalt einer Gartenbaulehrerin. Vom zweiten Jahre an darf man auf eine Nebeneinnahme aus der Kleintierzucht und dem Hausgarten rechnen. Im ersten Jahre nicht, da gleichen die Einnahmen nur die Unkosten aus. Dezember, Januar, Februar ließen sich für die Interessenten des Sommers, Kinder und Erwachsene, Handfertigkeits* kurse angliedern. Pekuniäre Fundamentierungen: <in normaleren Zeitläufen) Ein Grundkapital von Mk. 5000. Zwei Morgen Land <ein Morgen für den SchuU garten, ein Morgen für den Hausgarten und Tiere) pro Morgen, nahe der Stadt.......Mk. 1000'— Errichtung einer Halle oder Hütte......„ 1000' — Anschaffung von Geräten für 30 Kinder, Möbel, Gartengeräte, Mistbeete anläge, Geräteschuppen „ iooo* — Kulturbarmachung des Landes, Dung, Arbeits^ kräfte,Bewässerung,Zaun „ 1000' — Betriebskapital vom Herbst bis Frühjahr <ehe dieEin^ nahmen beginnen) ... „ 500'—' Für Unvorhergesehenes . „ 500'~- Zusammen Mk. 5000* — Lage des Jugendgartens : Der Garten muß vom Zentrum der Stadt mit einer 10 bis 15 Pfenniges trecke der Städte, Straßen« oder Untergrundbahn zu erreichen sein. Die Bahnen werden den Fahrpreis auf die Hälfte ermäßigen, sodaß die Rückfahrtkarten unentgeltlich ausgegeben werden. Die 10 bis 15 Pfennige Fahrgeld sollen die Kinder selber zahlen aus praktischen und ethischen Erwägungen heraus. Elfriede Bambus. Berichtigung. Im Aufsatz von Martin Buber: JiU disch Leben, Heft 2, Seite 46, Zeile 14 von unten, muß es heißen: »Wir beide waren nicht dabei, als Wanderers Sturmi lied gedichtet wurde, das wir so sehr lieben;« und auf derselben Seite, Zeile 2 von unten: »Der Knabe <nicht lang^ sam . .)«. Für die Redaktion verantwortlich: Dr. Mayer Präger, Wien, f. Fleischmarkt i. Für Deutschland: Dr. Max Mayer, Berlin, W. i5, Düsseldorferstraße 23. *~ Verlag von R. Lö wir, Berlin und Wien. Druck der österreichischen Zeitungs» und Druckerei »Aktien-Gesellschaft, Wien, III. Bezirk, Rüdengasse 11