Jerubbaal
- Journal
- Jerubbaal
- Volume
- 1 (1918-1919)
- Issue
- 2 (5.1918)
- Date
- 1918-05-01
- Page
- Seite 84 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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84 Rundschau. — Bücfiereinlauf. Gebrauch des Buches unschwer entdeckt werden, soll hier nicht eingegangen werden. Aber einige prinzipielle Aussetzungen sind wohl schon deshalb am Platze, da nun bald die dritte Auflage des »Rath« erscheinen soll. Daß das Prinzip, nur Erklärtes in den Übungen zu ver^ wenden, an vielen Stellen und in vielen Einzelheiten durchbrochen wird, wurde bereits angedeutet. An manchen Orten wäre ein etwas tieferer Einblick in die Entstehungsweise der Formen erwünscht, wie überhaupt die allgemeinen Gesetze mehr herausgearbeitet und Ver* weise auf ähnliche Erscheinungen jeweils häufiger gemacht werden sollten. Da und dort könnte audi eine Regel stilistisch gewandter, verständlicher und präziser gefaßt werden. Die Anordnung des grammatischen Stoffes scheint nicht immer die glücklichste zu sein beispielsweise scheint die Voranstellung der Kaiformen aller Verbalklassen vor die abgeleiteten Stäm^ me des regelmäßigen Verbums kein ra^ tionelles Anordnungsprinzip zu sein,- es führt zu einer Zerreißung der VerbaU Massen, die doch am besten jede für sich zusammenhängend durchgenommen werden. Sehr mißlich ist die verspätete Behandlung der Formen des einfachen Verbindungswaws in der 146., das heißt fünftletzten Lektion. Auch die ArtikeU regeln sind auf mehrere weit auseinander* liegende Lektionen aufgeteilt.) Falsche Formen sollten dem Auge des Schülers auch nicht zum Zweck der Warnung vor ihnen geboten werden. Aber gerade diese Andeutungen von Verbesserungsmöglichkeiten beweisen, daß im Rathschen Lehrbuch die Grundvoraussetzungen, die an ein Lehrbuch für die westliche jüdische Jugend zu stellen sind, keineswegs fehlen. Es wird nicht allzu schwer sein, das Werk seiner Vervollkommnung allmählich entgegen zu führen. Ohne Zweifel ist der »Rath« dazu bestimmt, das hebräische Lehr* buch der lernenden westjüdischen Jugend zu werden. Aber das gilt nur für die Jugend zwischen 10 und 16 Jahren. Für Ältere bleibt es ein Notbehelf. Das hebräische Lehrbuch für erwachsene An* fänger harrt noch seines Schöpfers. Max Mayer. _j Bücfiereinlauf. (Besprechung vorbehalten.) HERTZ, Dr. Friedrich / Rasse und Kul* tur. Eine kritische Untersuchung der Rassentheorien. Kroner. Leipzig, 1915. KAMMERER, Paul,- Über Erwerbung und Vererbung des musikalischen Talentes. Thomas, Leipzig. Sind wir Sklaven der Vergangen* heit oder Werkmeister der Zukunft? Anzengruber*Verlag. Wien, 1913. — Die Bedeutung der Vererbung erwor* bener Eigenschaften für Erziehung und Unterricht. 1914. KRANOLD, Hermann,- Arbeiterjugend und bürgerliche Jugendbewegung. Ju* gendaussdiuß für die Chemnitzer Ar* beiterjugend. 1917. ROSENFELD, Dr. Max,- Nationales Selbstbestimmungsrecht der Juden in Polen. Löwit, Wien, 1918. ROSENZWEIG, Franz,- Zeit ist's . . . Gedanken über das jüdisdie Bildungs* problem des Augenblicks. Jüdische Monatsschrift. Berlin, 1918. Für die Redaktion verantwortlich: Dr. Mayer Präger, Wien, I. Fleischmarkt 1. Für Deutschland: Dr. Max Mayer, Berlin, W. i5, Düsseldorferstraßc 23. — Verlag von R. Löwit, Berlin und Wien. Druck der Östcrrcichisdicn Zeitungs» und Druckerei- Aktien ^Gesellschaft, Wien, III. Bezirk, Rüdengasse 11