Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern · 1938-07-15 · 7 (15.7.1938) · p. Seite 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1938
Issue
7 (15.7.1938)
Date
1938-07-15
Page
Seite 14 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9934493-9934244-9934230--495-3770896
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

14 Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern Nr. 7 «.Praktische Pädagogik. L Fortbildungstag. a) Lehrbeispiel aus dem heimatkundlichen Anschauungsunter-' rieht (als Gesamtunterricht durchgeführt). b) Die Richtlinien zur Aufstellung von Lehrplänen für jüdische Volksschulen. (Neue Fassung von 4er Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Schulabteilung.) . ' 2. FortbiNungstag. a) Lehrprobe aus der jüdischen Heimatkunde. b) Bausteine zu einem Lehrplan für jüdische Heimatkunde. Wie kann die jüdische Heimatkunde den Standpunkt schaffen helfen, von dem aus das jüdische' Kind die Welt erfahren soll? — Die Geschichte der jüdischen Gemeinde im heimatkundlichen Unterricht. 3. Fortbildungstag. a) Lehrprobe aus dem Zeichen- oder Werkunterricht. b) Stoffauswahl für den Zeichenunterricht aus dem jüdischen Lebenskreis des Kindes. — Jüdische Berufsumschichtung und die Ausbildung der Handfertigkeit. 4. F o r t b i I d u n g s t a g. a) Lehrprobe über die Behandlung einer jüdischen Ganzschrift. b) Die Erziehung zum Lesen jüdischer Ganzschriften. — Auswahl und Behandlung jüdischer Lesestoffe auf der Unterstufe. 5. Fortbildungstag. a) Lehrprobe aus dem Rechnen der Unterstufe. b) Die Leuchtkraft der Zahl in der jüdischen Heimatkunde. — Das anschauliche Erfassen der Sach- und Zahlbeziehungen. — Die rechnerische Durchdringung der jüdische;]» Umwelt. 6. F o r t b i I d u n g s t a g. ' a) lehrprobe aus der Musik. b) Wie kann der Musikunterricht mit dem jüdischen Unterricht in Verbindung gebracht werden? — Der wesensgemäße Ausdruck in der Kunst. Bemerkung. Die Auswahl einschlägigen Schrifttums bleibt dem Fortbildungslcitcr und den Fortbildungspflichtigen überlassen. Verein smitteilungen (.Personalien: Unsere Reihen lichten sich! Wieder stehen mehrere liebe Vereinsmitglieder vor ihrer Auswanderung bezw. sind schon ausgewandert. Es sind dies die Kollegen Justin Frankel in Erlangen. Leo Steinhäuser in übbach. Herbert Adler in Ermershausen und Dr. Marianne Schmidt in Nürnberg. Sie alle waren _ uns liebe Freunde und treue Bundesgenossen. Es schmerzt uns, sie aus unseren Reihen scheiden-zu sehen. Im Treue werden wir ihrer stets gedenken. Wir danken ihnen für die Mitarbeit, die sie uns stets geleistet, und für die Treue, die sie uns immer erwiesen, und hoffen, daß sie auch in der Feme sich unserer recht oft erinnern werden. Glück auf zu neuem Beginn! Todesfall. Soeben erreicht uns die Trauernachricht vom Heimgange von Frau« Rahel Maudelbautn in Brückenau, der Witwe unseres unvergeßlichen Philipp Mai|dc|baum s. A. Als Frau, Mutter, Schwester und nahe Verwandte von Lehrern erlebte sie Leiden und Freuden unseres Standes Vud genoß auch in unseren Reihen großes Ansehen. Der trauernden Familie unser herzliches Beileid. Kollege Gutmann in Aschaffenburg hat dieser Tage seine Stelle verlassen, um sich auf einer Hachschara in Darmstadt für seine Auswanderung vorzubereiten. Sein Nachfolger in Aschaffenburg ist Lehrer Rosenthal, bisher in Schlüchtern. Y Auch Vereinsmitglled Leopold Rose in Hörstein will demnächst eine Hachschara antreten. Lehrer Seligmann in Kruinbach übernimmt die. Leitung eines Heimes in Gaillingen; Lehrer Goldberg in Bechhofen wird am 1. August die Stelle in Kruinbach übernehmen. Die LelKerstellc in Bechhofen wird wohl nicht mehr besetzt werden. Vereinsmitglied Goldschmidt. bisher in Frankfurt a. M. und als Kantor in Gießen tätig, übernimmt jetzt die Lehrerstelle an der HcMerziehungsanstalt Marburg. Wegen Auflösung der Gemeinde Schopfloch übersiedelt der in den letzten Jahren ehrenamtlich als Kantor tätige dhrtige pensionierte Kollege Meier Rosenthal' nach Stuttgart. Vereinsmitglied Strauß in Eichstätt hat vor einiger Zeit seinen Wohnsitz nach München verlegt. K . Kollege Kalmanir Oppenheinier in Ingolstadt hat die, Volksschullehrerstellc in Siegburg (Rhld.) übernommen. Die Stelle Ingolstadt wird nicht mehr besetzt. Vor kurzem konnte Vereinsmitglied Steinern in Landau seinen 70. und Ehrenreich in Berlin seinen 75. Geburtstag begehen. Wir gratulieren auch an dieser Stelle dien Jubilaren auf das herzlichste. 1 2. Aus dem Reichsverbande. N a) Vor einigen Wochen hat die Reichsvertretung der Juden in Deutschland einen Entwurf zu Mustersatzungen für Kultusvereinigungen (Gemeinden) herausgegeben. § 14 dieses Entwurfs lautet: „Nicht wählbar ist (zur Vorstandschaft einer Gemeinde. Die Schriftig.) wer 1. von der Vereinigung für eine andere Tätigkeit besoldet wird..." § 24 (Repräsentantenversammlung) lautet: „Die Vorschriften der § 14 und § 15 finden auf die Repräsentantenversammlung entsprechende Anwendung." Nach diesem Entwurf ist also ein Beamter weder in den Vorstand einer Gemeinde noch in die Repräsentantenversammlung wählbar. Selbstverständlich hat der Reichsverband der Jüdischen Lehrervereine dagegen entschieden Einspruch erhoben. Dem Vernehmen nach ist dies auch durch die Rabbinerverbände geschehen. b) Wie der Reichsverband in einem Schreiben seinen Ausschußmitgliedern mitteilt, hat sich der Lehrerverein Emden-Oldenburg am 1. April dieses Jahres aufgelöst. c) Eine Vorstands- und Ausschußsitzung des Reichsverbandes wird wahrscheinlich im Herbste stattfinden. 3. Wir haben in diesem Jahre von der Abhaltung eines Fortbildungskurses abgesehen. Unsere diesjährige 55. Mitgliederversammlung findet am 28. und 29. August ds. Jrs. in der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt Würzburg statt. Kollege Dr. Braun in Köln wird ein Referat über „Die Jüdische Schule in dieser Zeit" erstatten. Wir bitten die Kollegen ihre Ferienpläne so zu gestalten, daß sie an diesen Tagen vollzählig in Würzburg anwesend sein können. Ein besonderes Schreiben in dieser Angelegenheit wird noch an die .Bezirkskonferenzen ergehen. 4. Intensivkurs für Englisch in Stuttgart. Der Württembergische Oberrat veranstaltet gemeinsam mit der Reichsvertretung in der Zeit vdm 24. Juli bis 4. August 1938 einen Intensivkurs für Englisch. An diesem Kurse können auch einige Nichtwürttemberger teilnehmen. Anfragen und Gesuche sind unverzüglich ari die Leitung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden zu richten. München, den 10. Juli 1938. M. R o s e n f e 1 d '. M. A d 1 e r. Einzahlungen im Mal-Juni 1938 Frank, Ichenhausen, RM. 7.—; Stein. München, 8.— : Steinhäuser, ~WüTz^ufgplft---; Stollr-WürzbmgjJO;—j^Weinstock. Theilheim, 10.—; Müller. Nürnberg, 5.—; Blumenthal I, Würzburg, 8.—: Btumenthal M., Würzburg, 10.— : Kaufmann. München, 5.—; Rosenstein, Schopfloch, 8.—; Grünfeld, Heidingsfeld, 8.—: Neumann, München, 7.—;.Weil, Hof, 10.—; Hirsch, Nürnberg, 15.—; Sulzbacher, Nürnberg, 8.—. Würzbttrg, den 1. Juli 1938. M. H e 11 m a n n. Anregungen zur Methodik des englischen Unterrichtes von Studienrat a. D. Erich Gustmann Die Reichsvertretung beabsichtigt. Rundbriefe für alle Zweige des Unterrichtes herauszugeben. Die Zusammenstellung solcher Rundbriefe ist sehr zu begrüßen und sie können, von tüchtigen Schulmännern verfaßt, anregend und fördernd wirken und die Schularbeit wesentlich beeinflussen. Auch der vorliegende Rundbrief betr. Engl. Erwachsenen-Unterricht, Brief 1, bemüht sich, die Materie der Methode des Englischen Unterrichtes übersichtlich darzustellen. Aber, es sei ganz offen gesagt, methodische Anregungen kann der Lehrer nicht daraus schöpfen. Binsenwahrheiten und Uberflüssige Belehrungen sollten in einem solchen Rundbrief vermieden werden. Daß jeder Kursus in 3 Teile einzuteilen Ist: Unter-, Mittel- und Oberstufe undidaß jedem von ihnen eine bstimmte Aufgabe zufällt, daß mündliche Übungen in der- Lehrstunde gemacht werden und daß die Arbeiten sorgfältig vorbereitet werden müssen und so vieles andere, das weiß wohl jeder Lehrer und das erfährt jeder Seminarist schon im efsten Studienjahr. Es ist zuzugeben, daß der Nichtlehrer, der englischen Unterricht erteilt, auch aus diesem Rundbrief manches Nützliche lernen kann; dem Lehrer bietet er zu wenig. Es sei hier der dringende Wunsch ausgesprochen, daß Verfasser von Rundbriefen das Bestreben haben, nur wirklich Gutes und. Neues zu bringen und von der Veröffentlichung von Alltäglichkeiten Abstand zu nehmen. M. A.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.