Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Volume
- 14 (Ausgabe A) (1938)
- Issue
- 13 (1.7.1938)
- Date
- 1938-07-01
- Page
- Seite 197 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 13 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern 197 Bibliothek- und Lesestanden Vorläufig können die Bibliothek- und Lesestunden am Montag und Mittwoch von 18^—19X Uhr im Bibliotheksaal wieder aufgenommen werden. Ausleihungen müssen bis auf weiteres unterbleiben. Die Benützung einer erweiterten (wissenschaftlichen) Handbibliothek und die Lektüre der jüdischen Zeitungen steht den Gemeindemitgliedern zu den genannten Standen frei. Dr. med. August Feuchtwanger-Jerusalem zur Erinnerung Am 11. Juni entschlief in Jerusalem, wohin er aus München vor drei Jahren seinen Wirkungskreis verlegt hatte, der im jüdischen Kreis und weit darüber hinaus bekannte und beliebte Arzt Dr. August Feuchtwange r. Mit ihm ist wieder ein Stück aus der an hochbegabten Einzelpersönlichkeiten so reichen jüdischen .—-Gemeinde Münchenrder letzten 50 Jahre dahingeschieden. Dr. August Feuchtwanger, der Jahrzehnte den Synagogen-Chor von Obel-Jakob mit unermüdlicher Liebe neben seiner ihn bis zum Übermaß ausfüllenden Berufstätigkeit führte, War in seinem heiteren tüchtigen Optimismus, seiner Energie und Pflichttreue, der beste Typus einer Generation. Diese Epoche ist uns noch viel zu nah, als daß es gestattet ist. sie mit aller notwendigen historischen Deutlichkeit zu kennzeichnen. Dr. August Feuchtwanger hat über ein Menschenalter Tausenden geholfen, als hervorragender Arzt, der das allgemeine Vertrauen besaß, und als großer Menschenfreund und Menschenkenner. Seine musische und beschwingte Persönlichkeit, der alles Problematische und Frag- , würdige fremd blieb, war dazu angetan, Sonne, Bejahung und Hei- 1 terkeit in jedes Krankenzimmer zu tragen und damit viel Leid und ■ Gram zu besiegen. Der Verstorbene war in München am 15. Januar 1870 geboren und seit 1897 mit einer Tochter aus dem Hause Fränkel, einer Schwester der Brüder K. R. Siegmund, Heinrich und J. R. Emil Fränkel verheiratet. Im Weltkrieg stand Dr. August Feuchtwanger von Anfang bis zum Ende an ausgezeichneter Stelle im Sanitätsdienst der Armee. Er genoß in allen Kreisen unabhängig von der Konfession unbegrenztes Vertrauen. Die jüdische Gemeinde München wird den treuen Arzt und Helfer nicht vergessen: H Ausstattung in Unterwäsche, Strumpfwaren in nur bewährten Fabrikaten von ADOLPH SCHLESINGER Prielm«y»ri(raf>e 12 Voranzeige: . Zionistischer Ortsverband ytf München Ge»chafi»itelle Schlo»seritra$e 2 In Vorbereitung ist eine Arbeitstagung des Zionistischen Gruppen Verbandes für Bayern für Sonntag, den 3. oder 10. Juli im gemeindlichen Sitzungssaal. Der Geschäftsführende Vorsitzende der ZVfD., R.-A. Benno Cohn, Berlin, wird voraussichtlich sprechen. Der Vormittag und Nachmittag wird internen Referaten gewidmet sein. Die Tagung wird durch eine Zionistische Abendkundgebung abgeschlossen werden. Einladungen mit dem genauen Programm ergehen noch. * Die Aktion M i f d e Z i o n i („Drei Tage für Erez Israel") hat bisher einen überraschend guten Verlauf genommen. Dies zeigt, in welchem Maße heute allgemein jüdische Bereitschaft besteht, diesen Beitrag als eine Ehrenpflicht zu betrachten. Wir bitten alle diejenigen Gesinnungsgenossen, die. ihre Zeichnung noch nicht abgegeben haben, dies sofort zu tun. Von derArbeit des KKL: Die Pessach-Aktion Ist abgeschlossen. Trotz erschwerender Umstände konnten in München die Mittel für mehr als 22 Dunam aufgebracht \ werden. Wir danken unseren Helfern für ihre Mitarbeit. Ende Juni—Anfang Juli wird die dritte Büchse nlee- ", jmip g durchgeführt;~- _ / WIZO, Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina, Zweigstelle München, Lessingstr. 6 (Emilie Alder). Tel. 53351. Unmittelbar nach Schawuoth hat unsere Gruppe eine intensive Werbe-Aktion eingeleitet, die einen erfreulichen Mitgliederzuwachs erbracht hat. Am D/onnerstag, den 9. Juni, sprach Frau Dr. G r o s sberger, Heidelberg, in einer öffentlichen Veranstaltung, die sehr gut besucht war. v— Nach einem interessanten und instruktiven Vortrag über das Thema: „Der Anteil der jüdischen Frau am Kampf um neuen Lebensraum" wurde ein Bildstreifen vorgeführt, der die Institutionen der Wizo in Palästina zeigte. Der Bildstreifen vermittelte einen anschaulichen Eindruck von der vielseitigen und wichtigen Sozial- und Erziehungsarbeit, dem Fürsorge- und Ausbildungswerk der Wizo in Palästina. Mo*tag, denll. Juli.20.30Uhr, Sitzungssaal, Herzog- Max-Straße 7, Vortrag Frau Dr. Renner, München: „Die jüdische Frau vor der Auswanderung — Fragen ihrer beruflichen Vorbereitung." Hebräische Sprachkurse München Am- Samstag, 9. Juli nachmittags 5 Uhr, findet der kommende Chug-I wrl statt. Thema:?-ny nrcnnS ton nSro* y* nnapn mn Abholung der Gebetbücher aus den Gebetpulten Eine Reihe von Gemeindemitgliedern hat die aus den Gebetpulten der Synagoge geborgenen Gebetbücher, Machsorim und sonstigen Gegenstände noch nicht zurückgeholt. Es wird dringend gebeten, die Büoher, Talessim etc. nunmehr beim Kastellan, Herzog-Max-Str. 3/5, bis 15. Juli abzuholen. Nach diesem Zeitpunkt kann keine Gewähr übernommen werden, daß die Sachen in nächster Zeit noch zugänglich sind. Isr. Frauen verein von 1830 Die Vorstandschaft des Isr. Frauenvereins von 1830 beklagt den Heimgang ihrer lieben Kollegin, Frau Emma Heilbronne r, aufs Tiefste. Ihre Herzenswärme, ihr Verständnis für alle Bedürftigen prädestinierte sie geradezu zur sozialen Arbeit. Wo es galt, Geldmittel oder Materialien beschaffen zu müssen, wendete man sich zuerst an Frau Heilbronner, denn Keine wie sie verstand es mit solcher Energie, Hingabe und Ausdauer Hilfe zu bringen. In ihrer vorbildlichen Frömmigkeit, mit der sie ihr Leid und Schicksal ertrug, klagte sie nur darüber, daß sie das Leid Anderer nun nicht mehr lindern könne. Der Segen ihrer Lebensarbeit für unsere notleidenden Glaubensgenossen möge siclj, an ihren Kindern erfüllen. C. F. Staaiszionistische Organisation München Reichenbachstraße 27/1 r. Keren Hamenorah-Aktlon l^y Der Keren Hamenorah. der die materiellen Grundlagen für die Ausbildung der nationaljüdischen Jugend in Landwirtschaft und Schiffahrt schaffen will, wird in den nächsten Tagen eine Büchsenleerung durchführen. Die genauen Anweisungen werden noch ergehen. Wir ersuchen schon heute unsere Sammler und Büchseninhaber. alles daran zu setzen, um die neue Leerung besonders erfolgreich durchführen zu können. - REISEGEPÄCK Große' Auswahl in" Koffer aus Leder, Vulkanfiber, Autoduck etc. in allen Arten. BAHN- UND SCHRANKKOFFER . 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