Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
- Volume
- 14 (Ausgabe A) (1938)
- Issue
- 10 (15.5.1938)
- Date
- 1938-05-15
- Page
- Seite 158 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/10638461-6435885-6435901--318-3770837- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
158 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern Nr. 10' SCHUHHAUS M. FLEISCHMANN MÖNCHEN, THEATINERSTRAS5E 17 Spelialitdti BALLY-SCHUHE Alle Artikel des täglichen Bedarfs ■ | gut und billig ) Ufflfcldcr Cm b fy fflündyn. im Wcrental Hilfsvcrein der Juden in Deutschland e.V. Wohin auswandern? Demnächst erscheint: Jüdische Auswanderung •« ti Ausgabe Frühjahr 1938: _ Philippinen ■ . . . . Nordamerika, Cuba, ■ .{Preis: RM. 1.30 und -.40 Porto) Ausgabe 1936: Südamerikahelt, jetzt wieder veriügbar Ausgabe 1937: Ausstralien, Neuseeland u. a., Südamerika-Nachtrag (Preis: RM. 1.50 und -.40 Porto) Zu beziehen durch den Hilfsverein dar Jaden la Oaatschland a. V., Barlin W 35, LudendoristraOe 20, Postscheckkonto Berlin 16312 und durch alle jüdischen Buchhandlungen. STRUMPF-ALSTER SPEZIALGESCHÄFT PUR STRÜMPFE UND WASCHE Augustenstraße 101 Telefon S5t388 Lovinger Zigarren haben ihre Stammkunden! S.LEVINGER, Bayerstr.21 im Hotel Rheinischer Hof Gegr. 1886 Fernsprecher 54897 Siaatszionisti »che Organisation München Reichenbachstraße 27/1 r. Photowaphlsche Impressionen von einer Palastinareise Lichtbildervortrag am Sonntag, den 2 2. Mai 1 938, abends 8.15 Uhr. Auf Einladung der Staatszionistisclien Organisation wird Herr Dr. Alfred Heller. München, die In einem anderen Rahmen früher veranstaltete Lichtbildervorführung „Photographischc Impressionen von einer Palästinareise" in unserem Kreise wiederholen. Die künstlerischen Bilder, deren Reiz durch die farbenphotographische Wiedergabe noch erhöht wird, vermitteln einen lebendigen Eindruck von Land und Leuten. Wir laden alle unsere Gesinnungsfreunde zu dieser Veranstaltung herzlichst ein und heißen Gäste gerne willkommen. Der Lichtbildervortrag findet Sonntag, den 22. Mai 1938, abends 8.15 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde. Herzog-Max-Straße 7/0, statt. Drei Programmpunkte — Drei Aufgaben für alle! Am 8. Mai 1938. abends 8.15 Uhr. sprach im dichtgefüllten Sitzungsseal der Gemeinde der geschäftsführende Vorsitzende der staatszionistischen Organisation, Herr Dr. Heinrich Kuhn, Berlin. Er legte dar, daß nur eine einheitliche, dem Zeitgeist entsprechende, straffe und nicht überalterte Führung der Juden die Lösung der Judenfrage zunächst in Deutschland und dann in der übrigen Welt wirksam fördern könne. Die in verschiedene Richtungen und Gruppen aufgespaltenen Organisationen und Vertretungen müßten unter eine Führuijr-mit einer Zielrichtung gebracht werden. Nur so kämen wir den Zielen eines einigen jüdischen Volkes und eines umfassenden Judenstaates auf der Grundlage der Thora näher. Die Ausführungen des Redners wurden mit großem Interesse und Beifall aufgenommen. . Die nächsten Aufgaben der staatszionistischen Organisation Der geschäftsführende Vorsitzende der staatszionistichen Organiation, Herr Dr. Heinrich Kuhn, Berlin, sprach am 8 Mai 1938. nachmittags 4 Uhr. im Bibliothekssaal der Gemeinde vor. der erweiterten Vorstandschaft des Ortsverbandes München. Es wurden Fragen des inneren Aufbaues sowie deren unmittelbar bevorstehenden Aufgaben besprochen, wobei mit Genugtuung der Widerhall der staatszionistischen Ideen in der jüdischen Bevölkerung festgestellt werden konnte, der unter anderem in dem ständigen Anwachsen der Mitgliederzahlen zum Ausdruck kommt. Erez Israel, die Zukunft des jüdischen Volkes Am Sonntag, den 24. April 1938, sprach im Sitzungssaal der Gemeinde der L Vorsitzende der staatszionistischen Organisation, _MjlHchfin. HeEr Pr, Julius Pner, über obiges Thema Fr ying davon" aus, daß die Wurzel des Antisemitismus zu suchen sei in dem Bestreben der Völker sich gegen alles Andersseiende gefühlsmäßig abzugrenzen. Abhilfe sei nui> durch Schaffung eines begrenzten Territoriums mit jüdischer Mehrheit möglich! Daß dieses Territorium Erez Israel sein müsseVjiege bereits in der Thora begründet. Wohin auch die Wanderungen des jüdischen Volkes führen mögen, letzten Endes zielen sie alle nach Erez Israel. Münchener Zionistische Vereinigung Schlo»»er«rr. 2/1 Tel 5» O52 Am Donnerstag, den 5. Mai, erschien die erste Nummer von „A u f b a u", der Gesprochenen Zeitung der MZV, an der sich die Herren Dr. Perlmutter. Max Weiner, Karl Adler. Manfred Sturmann. Max Feder und Dr. Kessler als Redakteure für die verschiedenen Beiträge beteiligten. Die Zeitung brachte einen Leitartikel über die aktuellen politischen Ereignisse, einen Uberblick über die neue Kolonisation in Galiläa, Zahlen über die Entwicklung der Universität Jerusalem, einen Ausschnitt aus der wichtigen Neuerscheinung „Weizmann: Reden und Aufsätze", und die Beantwortung einiger Anfragen an den Briefkasten. Den Abschluß bildete die Bildbeilage, in der 50 neue Photographien aus den letzten Vorgängen des palästinensischen Lebens gezeigt wurden. Mitteilung an die Mitarbeiter der Pessach-Aktion des Keren Ka|emeth Lellsrael Im Monat März allein hat der KKL 12 361 Dunain erworben. Keine Parolen und Programme, nur unsere praktische Leistung wird Galiläa erlösen! Wir bitten alle Helfer ihre Besuche jetzt zu erledigen! Wir müssen die Aktion bald zum Abschluß bringen. »