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Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern · 1938-05-15 · 5 (15.5.1938) · p. Seite 10

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Journal
Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1938
Issue
5 (15.5.1938)
Date
1938-05-15
Page
Seite 10 (sequence 2)
Language
German
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10 Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern Reisebüro Deutschland-Palästina-Verkehrsges. m.b.H. y Vertretung für Bayern: GEBR. A. 4 L. MAIER, Bankgeschäft MÜNCHEN 2, Lenbaehplati 9 im Hotel Leinfelder Telefon 12236 und 13051 Schiffskarten Bahn- und Flugkarten für In- und Ausland Visa-Besorgung . Kreditbriefe . Bordgeld alias zu Original* Preisen Hebräisch sdicwa" (sieben) schesch (sechs) unioli (Mutter) koro (rufen) kol (Stiiuiiie) towal (eintauclien) schonia (hören) Erez.(Erde) Ajin (Auge) Kelew (Hund) \ Kereii (Horn) Goren ( Tenne) ( hewel (Strick) Awneit (Gürtel)— Saf (Schale. Becken) Seifei (2 Becken) Adon (Herr) Aschera (Astarte) Indogermanisc sieben . _ \. sechs' engl, u. franz! six. .Amme; althochd. Amma Ziehmutter, krähen, althochd. craian. die Krähe. «eilen. Nachtigall; niedersächs. kollsen =: reden; engl, call Stimme, im bayer. und tiroler Alpenland: Tobel Gebirgsbach. damit verwandt taufen und tief. schmecken (hier ist ein Bedeutungswechsel eingetreten) Krde Auge althochd. hoelp (Junger Hund), Kläffer. Horn Granne lateinisch: copula Band. ■ Band. Binde.— Schaff Scheffel germanisch: Odin germanisch: Ostera (Gottheit des Mondes oder der Venus). Fortsetzung folgt. David Martin, Haßloch, s. A. Am 13, April verschied nach laugein. mit Geduld ertragenem Leiden "Hauptlehrer Martin aus Haßloch. Am 20. September 1S75 in Cronheim (Mittelfranken) geboren, hut er nach einjähriger Dienstzeit in Burghaslach 30 Jahre lang in der Pfalz gewirkt. Nachdem er fünf Jahre In Kdesheim und fünf Jahre in Göllhehn verbrachte, hat er die letzten zwanzig Jahre der ihm liebgewordenen Gemeinde Hasloch gedient. Von lebensfroher Art und aufrichtiger, stets freundlicher Gesinnunghat er sich bei allen, die ihn kannten. Verehrung und Liebe erworben. Wir betrauern seinen Heimgang und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Sein Andenken sei zum Segen! Freie Vereinigung isr. Lehrer und Kantoren der Pfalz. ~>. L. B. Palästina-Informationsreise <» Wir entnehmen der „Jüd. Schulzeitung" folgende Notiz: Hhie Reihe von Kollegen und Kolleginnen haben das Rund schreiben 1 noch nicht beantwortet; ich bitte es zir'tun. Hs sind Wünsche geäußert worden, den Termin der Reise zu verschieben. Ihnen kann nicht entsprochen, werden; es muß also dabei bleiben, daß gegen den 1. August die Reise angetreten wird. Das endgültige Reiseprogramm wird zu Beginn des Monats Mai allen Interessenten zugestellt werden. Der Aufenthalt im Lande soll rtle 16 Tage dauern.Wte^yor zweHahren wifd-auch-dieses Mal ein sachkundiger Führer zur Verfügung stehen,-so daß Gewähr dat'ür geboten ist, daß die Teilnehmer das Land, den Jischuw und sein mühereiches Werk in ihren Charakteristischen Zügen kennen lernen. Nähere Auskünfte bezüglich der Reisevorbereitungen und der Reisekosten werden zu rechter Zeit durch Rundschreiben bekanntgegeben. Braun Vereinsmitteilungen x I. Kaum hatte sich das Grab über unseren lb. Kollegen Heinrich Kisfeld s. A., denvwir ja in der letzten Nummer unserer Mitteilungen einige Worte des Gedenkens widmen konnten, geschlossen, als uns schon wieder eine neue Trauernachricht erreichte. David Martin (Haßloch) ist nicht mehr. Am 13. April wurde er vom schweren Leiden im Alter von 63 Jahren erlöst. David Martin, geboren 1875 in Cronheim. erhielt seine Lehrerausbildung in Schwabach und war als Volksschullehrer in den pfälzischen Gemeinden Edesheim, Göllheim und Haßloch tätig. In der letztgenannten Gemeinde war er 30 Jahre. Die dortige Volksschule wurde 1923 aufgelöst und Martin verblieb als Religionsichrer auf seinem Posten. Ein tüchtiger Lehrer und ein gütiger Mensch ist mit ihm dahingegangen. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. 2. Personalien. Am 1. Mai verließ Kollege Harry w«»inhprt' seinen bisherigen Wirkungsort ltiüngen. um eine Volksschullehrerstelle an der Hirsch-Volksschule in Frankfurt a. M. zu übernehmen. Die alte ehrwürdige Gemeinde Thüngen, die einst eine der größten Landgemeinden Bayerns war. wird wohl kaum mehr mit einem Lehrer, besetzt werden. Die dortige private, jüdische Volksschule ist aufgelöst. s An die jüdische Sonderklasse Ludwigshaien wurde an Stelle des ausgewanderten Kollegen Schottland (Frankenthal) Lehrer Wetzlar, der Sohn unseres Vereinsmitgliedes Wetzlar (Ludwigshafen), berufen. Lehrer Leo Neumann, bisher Feuchtwangen, übernimmt demnächst die Religionslehrerstelle in Laudenbach. 3. Lesebuch. Wie uns die Reichsvertretung der Juden in Deutschland mitteilt, ist mit dem Erscheinen des jüdischen Lesebuches im Laufe der nächsten Mofiate zu rechnen. 4. Änd.erung des Schulbedarfgesetzes vom 14. August 1919. Das Amtsblatt des Bayer. Staatsministeriums iür Unterricht und Kultus Nr. 7 vom 25. April 1938 veröffentlicht das Gesetz Uber die Schulverwaltung. Schulleitung und Schulaufsicht an dtfn öffentlichen Volksschulen vom 14. März 1938. Nach Art.17 dieses Gesetzes werden aufgehoben: 1. Der Abschnitt I des Schulbedarfgesetzes vom 14. 8. 1919. 2. Das Gesetz über Schulpflege. Schulleitung und Schulaufsicht an den Volksschulen vom 1.8.1922. Nach Art. 20 werden aufgehoben: Der § 33 des Judenediktes 10.6.1813 und die Art. 33. 38 und 74 des Schulbedarfgesetzes. Die Rechtsgrundlage der jüdischen Volksschulen basiert nach diesem Gesetz statt auf \ Art. 33 nun auf Art. 35 des Schulbedarfgesettes. _L—1_«—— — ' ■---—- Den Kollegen sei die Anschaffung und die .Durcharbeitung des bezeichneten Amtsblattes! sehr empfohlen. München, den 10. Mai 1938. M. Rosenfeld. M. Adler.

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