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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1938-01-01 · 1 (1.1.1938) · p. Seite 3

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
14 (Ausgabe A) (1938)
Issue
1 (1.1.1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 1 Jüdische« Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern Aus der Gemeinde München SanitäUrat Dr. Baron In der Nacht vom 24. auf 25. Dezember ist Sanitätsrat Dr. B a r o n im Alter von 64 Jahren gestorben. Die Kultusgemeinde München hat damit einen ihrer besten Männer verloren. In Breslau geboren, ist der Heimgegangene im Jahre 1896 nach München gekommen und hat hier eine zweite, von ihm anhänglich geliebte Heimat gefunden. Auf seinem Fachgebiete als Zahnarzt war es dem Heimgegangenen vergönnt, große Erfolge zu erzielen. Die anerkennende Würdigung seiner Berufsgenossen betraute Dr. Baron roh zahlreichen Ehrenstellen, von weichen er im Jäffr« 1933~a«fuckgetreten ist. ^l^— Jahrzehntelang und biajaseinem zu frühen Tode stellte der Heimgegangene seine hervorragenden Fähigkeiten in den Dienst der jüdischen Allgemeinheit. Immer ist er, an entscheidender Stelle stehend, für die Juden in Deutschland eingetreten. Innerhalb unserer Gemeinde leistete er Hervorragendes als langjähriges Mitglied der Gemeindevertretung und des Vorstandes. Seine besondere Liebe und Sorgfalt galt dem Schwestern- und Krankenheim und der Fürsorge für das Wohl und die Zukunft der Schwesternschaft. Dr. Baron war seit Jahren Führer der Liberalen Fraktion, hat aber, obwohl aüs "Überzeugungstreue Parteimann, sich meh r und mehr aufrichtig bemüht, das weltanschaulich Trennende hintanzustellen, um der Not der Zeit eine in sich geeinte, von innerem Zwist befreite Gemeinde gegenüberzustellen. Zur Beerdigung im alten Friedhof hatte sich, obwohl die Trauernachricht nicht öffentlich bekanntgemacht war. ein sehr zahlreiches Trauergefolge eingefunden: ein Zeichen der allseitigen Beliebtheit, deren sich der Verstorbene erfreute. Rabbiner Dr. Baerwald würdigte in eindrucksvollen Worten die trefflichen Charaktereigenschaffen des Entschlafenen. Für die Gemeinde versicherte Justizrat Dr, Oestreich, höchste Verehrung und tiefste Dankbarkeit. Die Verdienste des Heimgegangenen auf seinem Fachgebiete würdigte Sah.-Rat Dr. Camnitzer. Am offenen Grabe gab Dr. Kaumheimer dem besonderen__$chmerze der engeren Freunde Ausdruck. Möge dem verehrungswütdigen Manne die Erde leicht sein! jüdischer Frauenbund München Die Bibelkurse beginnen wieder Dienstag, den 18. Januar um 5.45—6.45 Uhr (bitte die Zelt genau beachten). Sitzungssaal der Israelit. Kultusgemeinde, Herzog-Max-Str. 7. . Die Damen, die sich für den Zuschneidekurs und den Kochkurs gemeldet haben, werden von Beginn, Ort und Zelt der Kurse schriftlich benachrichtigt. * Regelung der Wehrdienstverhältnisse jüdischer'Reichsi angehörlger / Die Meldungsp-flicht der noch nicht erfaß- " ten Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 18 9 3— 1900 umfaßt auch jüdische Reichsangehörige. Üb er.die Nachholung, Anmeldestelle, ferner die vorzulegenden Urkunden-gibt'die Bekanntmachung in dieser Nummer Seite TO nähere1 Auskunft. -* ' ~ •'; Bekanntmachung Vielfachen Wünschen entsprechend werden künftig für die Hauptsynagpge folgende Regelungen getroffen^ 1. An Sabbaten, an denen keine Predigt stattfindet, wird in der Regel Freitag" abends eine Schrifterklärung gehalten. Einen diesbezüglichen Vermerk wird das Kalendarium der Gemeindezeitung jeweils enthalten. i 2. Die Leidtragenden können, wie es in vielen. Gemeinden üblich ist, am Schlüsse des Gottesdienstes vor die vorderen Bankreihen treten und gemeinsam das Kaddisch-Gebet verrichten. .» 3. Leidtragende werden auf Wunsch am ersten Freitag Abend nach der Beerdigung im Gottesdienst durch Am Rabbtrrer und Synagogenvorsteher mit dem herkömmlichen Trostgruß empfangen. An alle Gemeindemitglieder! Drei Monate Winterhille haben gezeigt, in welchem Maß die Not unserer Gemeindeangehörigen gestiegen ist. Hunderte müssen betreut werden,?»« Hunderte brauchen das Nötigste an Kleidung und Wäsche. HELFT alle mit zum Gelingen dieser Aufgabe! DENKT 7 an die Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen. SPENDET^ alle nach Eurem Vermögen. _. „ Jüdische Winterhilfe München, Herxog-Max Str. 3 4. Der Morgen-Gottesdienst in der Werktags-Synagoge wird an den Sonntagen in den Monaten Januar bis März einschließlich erst um .8 . Uhr beginnen. München, den 21. Dezember 1937.. Rabbinat und Vorstand der Israelit. Kultusgemeinde München Dr. Baer wald. . I. V.: Dr. Oest r.eich Zionistische Ortsgruppe München SdüoMeriir. 2/1 Tel.5i05i Vortragsreihe: „Die njchtpalästlnensische Wanderung—zionistisch betrachtet" 'l.Abend: 4. Januar 1938: „Die Judenfrage — neu Bestell t." (Aufnahme und Abstoßung — Wanderung als Faktor in der jüdischen Geschichte — Soziologie und Religion — Die Juder) — Judentumsfrage.) 2.Abend: 11. Januar 1938; „Neuformung der zionistischen Ideologie?" (Die Einzelwanderung— Die neue Diasporawanderung — Wege zur Lösung der Judenfrage — Galuthnationalismus—Territoriahsmus — Der Judenstaat.) Redner: Max. W e i n e r. Beide Vorträge finden für die Mitglieder des Arbeitskreises und für geladene Gäste um . ■ 20.30 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde. Herzog-Max-StraBe 7, statt. Am Sonntag, den lö-^Januar, vormittags 10 Uhr. im Sitzungssaal der Gemeinde, Herzog-Max-Str. 7: Schlußfeier und Preisverteilung für die Teilnehmer an der Chanukkah-Aktion des KKL. Besondere Mitteilungen ergeheo-moch. 'vj Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen» daß wir die Aufführung des n* u e n Palästina-Tonfilms „Weg in die Wirklichkeit", der von der Deutschen Misrachi-Organisattön ^4Mtex-l>e^Qndej:er; Bexücksichtiguiig nationalen Aufbauwerks in lUfgeiiömincn wurde, vorbereiten.-~~i |

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