Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Band VIII (1871)
- Issue
- II. und III. Heft. (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 132)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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— 168- 80 will er nicht von 6ich sagen, dass er sich Weisheit auszeichne, sondern bezeugen, dass irdis* Weisheit, in noch so hohem Grade verliehen, doch ui im Stande ist, das Krumme gerade, die Fehler wie gut zu machen, dem Nichtigen der Welt einen W zu verleihen. Er war zu diesem Geständniss gleicl gezwungen; denn 8011 er die Weisheit für eitel unbefriedigend erklären, so muss er ihren Besitz aussetzen; er muss behaupten, dass er sie durch durch in allen umfassenden Theilcn kenne, wenn si Klage öbor deren Nichtigkeit einen Schein von Ben* tigung haben 8011. Ebenso kann nur der, welcher höchste menschliche Glück, die grössten Freuden Genüsse der Welt erfahren, behaupten, dass alles Gl und aller Genuss nichtig ist. Wenn Kohelet kli dass seine Weisheit ihm Nichts genützt habe, da« nicht glückselig mache, nicht befriedige, so kann darin schlechterdings keine Selbstüberschätzung fid wenn auch Knobel ausruft: ״das wäre' Anmassung, Etwas könnte kein Verfasser von sich sprechen“, mal wenn man bedenkt, dass■ dieses Buch zuvördf nicht für die ()Öffentlichkeit bestimmt war, dass der Verfasser nur für sich selbst seine Erfahnuj und Gedanken aufgezeichnet hat, der doch üben« sein musste, dass, wenn ihm Gott hohe Weisheit versprochen, er sie wirklich besessen habe: sollte er sich nicht also sagen dürfen, du kannst^ was Menschen zu können im Stände sind, hast stil soweit die menschliche Erkenntniss reicht, bist sehr weise, weiser als alle deine Vorgänger, hast »'»)!. Kön. 3, 12 f. 5, 9 f. 26.