Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Band VIII (1871)
- Issue
- II. und III. Heft. (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 124)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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-160 — hinterbrächten, daher der Verfasser sich genöthigt« kurz und verstellt zu sprechen; er wollte sichtü mehr andeuten als ausfuhren 106). Dass Eohelet mit seiner weittragenden Skep und Resignation zu einem Trost-, Ermahnung«-1 Erbauungsbuch am allerwenigsten sich eignet, fi jeder aufmerksame Leser gestehen müssen; wie n kein hell loderndes Feuer mit Strömen Oels löscht, 1 Schmerz blutender Wunden nicht mit Salz lindert, tröstet man auch keinen Unglücklichen; wenn man ä jammern hilft; der verzweifelte Ausspruch: besser das Leben ist der Tod, flösst wahrlich nicht Muthi Zuversicht ein zu einem so harten und erbittert Kampf um das Dasein. — Eben so wenig aber ז mögen wir in Kohelet Furcht oder Zurückhaltung entdecken. Im Oegentheil, Kohelet spricht seine 1 sichten frei heraus, frei wie man es nicht nur s> keinem persischen Zwingherrn, sondern auch w> keinem jüdischen erwarten durfte, hätte der Verla« nicht besondere Ursache, Nichts zu fürchten. Mail trachte nur die meisten V88. in C.4und man wirdgestd» dass sie an Deutlichkeit nicht übertrgffen werden! nen. Und welche Freiheit erlaubt sich nicht erst! Verfasser, wenn er von göttlichen Dingen redet! K* findet man eine solche im Buche Hiob, dessen V fasser sich umsomehr Etwas erlauben durfte, sl> doch die ewige Gerechtigkeit Gottes zum Schluss Siegerin hervorgehen lässt. Man sieht, der Verfe* wollte seinen Gedanken keine Zügel anlegen; * schrieb er sie nieder, wie sie seinem Herzen entstr» ten, ungeschminkt: und ungekünstelt, und er versud י י"*) Hengstenberg a. a. 0. 'p. 2 f. '•