Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1872-01-01 · II. und III. Heft. (1872) · p. Seite 142

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
Band VIII (1871)
Issue
II. und III. Heft. (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 142 (sequence 106)
Language
Hebrew
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3768355-7182392-7182495--1352-3770441
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

- 142 — Wie jener vierzehnte Ludwig, den man nach de unglücklichen Ausgange des spanischen Erbfolgekrieg Öfter die schmerzlichen Worte: ״als ich noch König wu Mythe auf uns überkommen, welche sich um jen'e 2 windet und den Gedanken zum Ausdruck bringen will, 4 Salomo in den letzten Jahren von der Regierung verdri in sehr traurigen Verhältnissen gelebt und nach der 1 seren früheren Zeit sich zurückgesehnt habe (' ßittin 68 b. Syuhedr. 20 a. und Parallelstellen Wiji Rabba Par. Achr. Moth.). War es die Zuneigung 1 Volkes zu seinem geliebten Helden, die ihn dadurch' Flecken rein zu waschen sucht, oder war es die rieb Ahnung der thatsächlichen Verhältnisse, in denen d lieh andere Persönlichkeiten die Regentenrolle spiet genug, es behauptet, jene Politik, die für Israel tt" hängnissvoll war, ist nicht auf Rechnung Salt■ zu setzen. Er wurde in jener Zeit von der Regierung1 drängt. Dass es aber kein Mensch war, der ihm die Regi ung aus den Händen riss, ist selbstverständlich — *יי solchen würde ein Salomo gewachsen sein. Asmadsi' es, der König der bösen Geister, den einst Salomo * rere Jahre gefangen gehalten und der dafür auf tückis Weise Rache genommen, ihn 400 Meilen weit Jerusalem fortgeschleudert, sich der Regierung bemfcb und sie lange Zelt zum Schaden Israels in Händen bd ton hatte. Derartige Sagen, welche auch auf den Cbsd übergegangen, begegnen uns öfter im Talmud und Midi* und scheinen sehr verbreitet gewesen zu sein. In td thümlichen Sagen prägt sich aber öfter der histori» Geist weit treuer aus, als .in den durch Nebenriicksid geleiteten Geschichtsbüchern, und die Aufgabe des f schere ist es, aus den zerstreuten Mythen das ״Kernd Wahrheit“ herauszuflnden. Sic einfach unberücksiebl zu lassen, ist eine schwere Versündigung gegen den ö der Geschichte.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.