Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Band VIII (1871)
- Issue
- II. und III. Heft. (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 92)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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— 128 — keinen Augenblick zweifeln, dass man es hier mi keiner Idee, sondern mit einer wirklichen Persönlich keit zu thun hat. (cf. Matth. 27, 46 — 49). Wenden wir uns mm dem Inhalte des Buches n dessen Charakter ira Allgemeinen mit dem der Salo monischen Geschichte, wie von vielen Seiten behaupte wird, im Widerspruch stünde. ״Der Verfasser verrät durchweg eine sehr trübe Weltanschauung, mit nicht ist er zufrieden, sondern weise unmuthig an all« menschlichen Dingen Ausstellungen zu macheu un klagt bitter über den Lauf der Dinge und das menscb liehe Elend, welches er in zahllosen Verhältnisse! wahrgenommen. Eine solche Lebensanschauung ec erwartet man aber bei Salomo nicht; er wurde j! seine ganze Regierungszeit hindurch von einem Glück begünstigt, wie keiner seiner Vorgänger und Nachfol ger. Schwerlich konnte der Glückliche auf so trüb selige Klagen kommen, schwerlich das Thema von de! Nichtigkeit und den Mängeln des Erdenlebens zur Be׳ arbeitung Bich auserwählen“ **). — Solches und vieles Aehnliche hört man von verschiedenen Seiten. Allein, wenn wir der Geschichte die Frage an Beantwortung vorlegen, oh dehn diese"80 gepriesen( Salomonische Regierung gar keine Schattenseiten hsttq ob der, welcher jener Epoche den glanzvollen Charak■ ter aufdrückte, zu solchen trüben Betrachtungen nicht veranlasst sein konnte, so wird wohl ihre Antwort nicht gar so bündig und bestimmt lauten, wie es nach der Knobel’schen Behauptung scheinen möchte. — Z**r ist es eine merkwürdige Erscheinung, dass während 4*) Knobel, Comm. über das Buch Kohelet. Leipi. 1837 p. 77*•