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Jeschurun · 1872-01-01 · II. und III. Heft. (1872) · p. Seite 125

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Journal
Jeschurun
Volume
Band VIII (1871)
Issue
II. und III. Heft. (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 125 (sequence 89)
Language
Hebrew
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—125 — ״König“ im Btreng royalistischen Sinne war er nur Jerusalem. Durch diese Stadt wurde es ihm aber eh möglich, seinen Willen im ganzen Lande durch- ■etzen. Jerusalem hat sich bald eine Suprematie 1er alle anderen Städte erworben. Durch eine der tten und kühnsten Waffenthaten des Königs David ■ Jebusitem entrissen, besass es auch sonst in den ■gen des Volkes eine besondere Weihe und Achtung. 1 wurde als Nationalheiligthum, als Stätte verehrt, t Gott selbst seit frühester Zeit zu seinem Dienste •erwählt, auf der die Opferung Isaaks stattfand ai). ireh die daselbst aufbewahrte Bundeslade, wie durch (Vorbereitung zum Tempelbau war es schon zur Zeit nid’8 der eigentliche Sitz der Theokratie. So erhiel- > alle Befehle und Anordnungen, welche von Jeruhm kamen, gleichsam göttliche Autorität, der man dürfen, dagegen fanden sie darin nichts Anstössiges, dem tauglichen Feldherrn und seinem Heere den Einlass in die Stadt zu verweigern. Das zeigt, wie wenig monarchi- •ches Gefühl, monarchisches Bewusstsein im Volke vortatden war, und wenn Joab es für gut fand, darüber hin- *egzugehen, so war es keine vereinzelte Thatsache. Die *iten Zustande lagen dem Volke noch zu sehr im Gedachtum, als dass es sich so leicht hatte in die neuen einleben können. ')Gen. C. 22, cf. II. Chron. 3, 1. Nach der Tradition wurde der Moria bereits ton Abraham als Heiligthum für seine Xichkommen in Aussicht genommen, so übersetzt schon der Targumist die Stelle Gen. 22, 14 mit: ״Abraham ver- *kurt« und betete an dem Ort und sagte vor dem Herrn: kier werden verehren die Nachkommen“, welche Erklärung u>ch auf Raschi übergegangen ist. Vgl. Deut. 12, 26 f. Jkwinnni’s Jad ha-Chasaka Hilchoth Beth ha-Bechirah II. 1i2־ f. More Neb. ID, 45 ff.

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