Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- VI. Jahrg. (1868)
- Issue
- I. Heft. (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 65)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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- 63 - Joseph ben Chasdai’s ״Lied ohne Gleichen“. (ירה היתומה«) Bei Kennern und Kritikern alter und neuer Zeit hat Joseph ben Chasdai' s Kasside zum Lobe Samuel Nagdilah’s, als das erste wahrhaft poetische Erzeugnis arabisch •jüdischer Cultur, gerechte und verdiente Bewunderung gefunden. Geiger hat ihr in seinem ״Salomo Gabirol und seine Dichtungen“ 8. 35 f. einen ehrenvollen Platz in metrischer Uebertragung angewiesen; gegenwärtig beabsichtige ich, die Aufmerksamkeit auf die ersten fünf Zeilen des Qedichtes, die dort übergangen sind, zu lenken, weshalb ich dieselben in einer wortgetreuen Uebersetzung an die-Bpjtze meiner Betrachtung stellen werde. Sie lauten: ״Geziemt es dem Bilde der Anmuth und Hoheit, Kraft und Würde, in den Schleier der Nacht wie in ein Gewand sich zu hüllen '), nachzuschweifen den Sternen der Nacht und umherzuirren in öder Wüstenei, wo Angst und Schrecken hausenP (Geziemt es ihin.,) zu vertauschen seinen Prachtpalast mit Schreck und Last und dessen Harfengetön mit Bestürzung und Gestöhn, bis er gefangen in des Traums Gehege, erfasst ist von des Schlafes 1 1- - —— ־ - ־ *) Wie Kmempf in seinem Werke ״Nichtandalusisdie Poesie andalusischer Dichter'1 Bd. I 5■ 10 dazu kommt, die betreffende erste Zeile mit den Worten wiederzugeben: ״Soll denn der Schönheit Inbegriff, begabt mit Kraft and Stärke, den irdischen Gebrechen unterliegen müssen?“ ist mir unbegreiflich.