Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- VI. Jahrg. (1868)
- Issue
- I. Heft. (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 24)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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da 3i0 durch dieselbe nicht wenig beeintr&chtigt worden wären.“ — 1• . Ein fürsichtiger Rath musste damals — wie uns bezügliche historische Berichte melden, — sorgfältig Vorbeugen, dass die widerspenstigen und bossheftigen Juden nicht allstets neue Freiheitsbriefe vom kaiserlichen Hofe erlangen und hiedurch j Zerrüttung und Unordnung iu dem hochlöblichen Stadt- | regiment anrichten möchten!“ Um so grösser musste daher die Freude Eines hochedlen Rathes der Stadt Nürnberg sein, als Kaiser Maximilian H. endlich die Austreibung der jüdischen. Bürger anordnete und diese im Jahre 1499 wirklich stattfand, wohei jedoch zu bemerken, dass die ausziehenden Juden militairische Bedeckung erhielten, damit der Pöbel seinem Muthwillen und seiner Rohheit nicht allzusehr die Zügel schiessen lasse. — Die vertriebenen׳ Juden suchten nun unter Fürspräche und durch ׳Vermittelung der damaligen Markgräfin von Brandenburg: ״Anna,“ einer edlen und hochherzigen Dame, welche auch!sonst noch manche Ungerechtigkeiten des Rathes zu verhindern suchte (so z. B. die Ermordung des ersten Rathsherrn und Losunger Niklas Muffel, — auf falsche Anschuldigung der Rathsmitglieder Tücher, Jobst Tetzel, Hans Imhoff und Niclas Gross am 28. Februar 1469 gehenkt), bei der Stadt Windsheim um Aufnahme nach; es ,wurde ihnen dieselbe aber auf eingeholtes Gutachten des Rathes von Nürnberg verweigert. — Hier dürfte es wohl am Platze sein, das, wenn auch nicht unmittelbar zur Sache gehörige, Lob des Dichters Heinz Ubertwerch (״überzwerch“ bedeutet!