Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- VI. Jahrg. (1868)
- Issue
- I. Heft. (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 14)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Lichtmess, nachmals bis Mitfasten 1499 erstrecket ׳worden, um welche Zeit sie auch auszogep. Von Interesse ist jedenfalls die Urkunde, mittelst deren Kaiser Maximilian den Kath zu der Vertreibung bevollmächtigte: Kaiser Maximilian’s Befehl, die Juden aus Nürnberg zu_ treiben und deren keinen mehr in ewigen Zeiten in die Stadt oder deren Gebiet aufzunehmen. ' Freyburg 1׳/Br., 21. Juli 1498. £ir Maximilian, von Gottes Gnaden römischer König, zu allen Zeiten Merer des Reichs, zu Hungern, Dal- G>/־ macien, Croacien 4c. 4c. König; Erzherzog zu OesP~ reich, Herzog zu Burgund, zu Brabant, zu Geltem 4c. 4c., Grave zu Flandern, zu Tyrol 4c. 4c. Entbieten den ersamen, Unsern und des Reichs lieben Getreuen: Bürgermeister und Rath der Stadt Nürnberg Unser Gnad und alles Guts! — ״Ersame liebe Getreue, wiewol ir und gemeine Stadt Nürnberg von weyland Unseren Vorfarn am Reich: ״römisehen Kaysern u. Königen1‘ aus merklichen trefTentlichen Ur- Sachen löblichen begnadiget und fürsehen seid, dass ־jr nicht. - mehr, denn eine (gewisse) Anzahl Juden bei euch zu Nümbergan halten -und bleiben zu lassen und umb Gesuch noch wucherlich Handel zu erkennen, noch Urtheil zu sprechen, schuldig sein sollet, — so hat doch stattlich und glaubwürdig <an Uns gelanget, dass: _ ״darüber bey euch von den Juden dicselb Anzahl merk- "״ ׳lieh gemehrt und übergangen, auch über höchsten Emst ״und Fleiss, so sie desshalben fürkehren, mit Darleihen und ״in anderer Weise, manchfaltig böser, gefSrlicher u behenter ״wucherlicher Händel, gegen ewren Mitbürgern und Anderen ״geübt, und darum gefärlich, betrüglich Verschreib- ״ung ausbracht, dadurch etwa Viel aus denselben, — die