Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 68)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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66 Häuserzeilen, die nicht gerade auslaufen, sondern Me den Wind Überzwerg durch Winkel und Einbiegungen abfangen; — da ein keiner, schiefer Platz mit einem Brunnen» dort ein? Sa-gaffe, me in einer in Sandstein gehauenen alten Kreuzesabnahme ende). Ganz am untersten Ende der Stadt liegt das Judenviertel. Maranow hat' eine stärke Judengemeinde, die schwunghaften Handel treibt, vorzugsweise mit Produkten. Aber auch Hausirer giebt eS genug in ihm und Vieh- Händler, Hs. Geschäfte ans Hunderte .Meilern hinan! machen. Herr Aron Bergheim von Maranow war sogar einer der bedeutendsten Viehhändler de» Landes. Er war in den Kriegen gegen Napoleon auf ehrlichem Wege reich geworden, und weit und breit nannte man seinen Namen. .!, . ״. - Es war heute früh Tag geworden in seinem Hause, da» außer ihm. seiner Gattin und seinem Sohne, noch sein Bruder und eine entfernte Verwandte, die er-in früher Jugend schon zu sich in» Hau» genommen, bewohnten. •1<J Es war 4 Uhr Morgens, und doch saßen sie schon alle um den Tisch herum, die ganze Familie. — Die Morgennacht sah grau zu den Fenstern herein. — Da! Kaminfeuer'brannte — und auf dem Tische standen zwei brennende Lichter. Aron Bergheim saß seinem Sohne, einem stattlichen Jüngling, gegenüber und sprach leise mit seiner Frau, die in ihrer weißen Nachthaube noch ganz reputirlich aussah; Mathilde, so hieß das Mädchen, dem Bergheim zweiter Vater wurde, stand am Feuer und machte sich mit einem Getränke zu schaffen, da» sie dem Sohne ihre« WohlthäterS kochen wollte — denn dieser sollte heute eine