Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 31)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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3! N» er aber |u seinem incht geringen Schrecken die fenrige Zuneigung seines Sohnes zu dem Jndenmädchen bemerkte, tonnte ersich des Gedanken» nicht erwehren, daß hier die Schranke de» Religionsbekenntnisses keine Bereinigung gestatte. — Luch Schlome war nicht blind; er. sah, daß die jungen Leute Gefühle für einanderhagt?n,wriche jene, menschenfreundlicher Thetlnghme auf der einen, md der Erkenntlichkeit auf der andern!Seite weit überstiegen, wb seine Brust! war nicht wenig beengt. In «ancher schlaflose» Nacht, die er deßwegen hatte, stand der Wunsch lebhaft vor fe&tet Serie: ״Ach, wenn der gute «ackere Peter doch nur Israelit« wäre!" Indessen ward die gegenseitige Zuneigung der jungen Leute immer stärker und auffälliger; weder MathiS noch Schlome konnten länger die zunehmende GewaU der Leidenschaft ohne begründete Besorguiß mitansehen; sie theilten einander hierüber ihre Bedenklichkeiten.und Befürchtungm mit, bertethen sich über die zu ergreifenden Maßregeln, deren Ausführung sie nur deßwegen von einem Tage auf dm andem verschoben,, weil sie dem SesundheitSzustand Gitl'S noch nicht zutrautm, einm Sturm lmshaltm zu können. Bis sie aber diesem erwünschten Zeitpunkte wirklich nahe gmug warm — verfiel Schlome selbst in eine bedrohliche Krankheit, die der herbeigeholte Arzt sogleich als so gefährlich erkannte, daß er auf schonende Weise dem Kraicken bedeutete, sein Hau» zu bestellm. MathiS bewährte sich als treu« Freund; e» war, als hätte der frühere Zwist, wie ein die Luft reinigendes Gewitter, jede trübe Wolke des Egoismus und der Lomrtheile gänzlich verscheucht, und er bekundete seine Freundschaft für Schlome dadurch, daß seine frei« gebige Hand keinen Mangel aufkommen ließ; , er brachte auch den größtm Theil de» Tages an seinem Krankenbette zu. — ״MathiS, sagte einst Schlome zu diesem,