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Jeschurun · 1866-01-01 · Beilage zum Jeschurun (1865) · p. Seite 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
Fünfter Jahrgang (1865/66)
Issue
Beilage zum Jeschurun (1865)
Date
1866-01-01
Page
Seite 27 (sequence 27)
Language
Hebrew
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מ flechten erlernt und betrieb es nunmehr als Geschäft zur Lebenserhaltung. Eie arbeitete Tag und Nacht, und jeden Dienstag zog sie mit den, fertigen Borrath auf den Wochrnmarkt in die nächste Stadt. Seitdem Peter diesein Erfahrung brachte, hatte er ebenfalls jeden Dienstag rtnmrm der Stadt zu thun: entweder er führte von sei-- nen Feld- und Gartenprodukten zu Markte, oder er mußte bald dieses bald jenes in der Stadt kaufen. Er machte jede-mal einen kleinen Umweg, um Gitl mit ihrem Waarenvorrath auf dm Wagen zu nehmm. In der Stadt war er ihr auf alle mögliche Weise nützlich, und sührte sie dann stets wieder nach Hause. — Für Peter war deshalb jeder Dienstag ein Festtag; derselbe verwandrlte sich aber stets in einen Trauerlag, wenn zufällig wirklich ein Festtag auf ihn fiel, an dem kein Wochen markt abgehaltrn wurde. Gitl war von den vielen Beweisen liebevoller Ergebenheit innig gerührt, und wen« sie jetzt, im Alter etwas vorgerückt, bisweilen dachte: ״wmn doch nur Peter ein Jsraelite wäre", so ist wohl mit Recht anzunehmen, daß dieser Wunsch nicht blos von rein religiösen Motiven gettagen wurde. Dieser Zustand der Dinge dauerte ungesähr zwei volle Jahre fort, bis endlich Peter einmal eine Stunde lang mit seinem Wagen auf der Straffe vergebens wartete. Gitl kam nicht, daher wollte er seine Ladung an Erdäpfeln heute auch nicht zu Markte führen Er fuhr unruhig und traurig wieder nach Hause. ״Die arme G i t V, dachte er, ist sicherlich krank! Eie sah schon am letzten Dienstag so blaß ans nnd beklagte sich über Unwohlsein. Mein Gott!" Peter hatte es wirklich errathen: Gitl war krank,' «nd lag zn Bette. Die Arbeit ruhte, und der Mangel, mit seinem ganzen niederdrückenden Gefolge, stellte sich nach und nach in Echlome's Hütte ein.' Was nur einiger׳

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