Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 26)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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26 nehmen für die ihm angethane Schmach, und bald faßte er den Entschluß — seinen nunmehrigen Feind zu verderben. Der Plan war kaum entworfen und schon wurde zur Ausführung geschritten. Noch an deniselben Tage finden wir Mathts in dm herrschaftlichen Schlöffe zu Alma in einer Unterredung mit dem Rentmeister. Er wußte, daß die Pachtzeit für das WirthShauS bald sich zu Ende neigte, und erbot sich für die Zukunft zu einem Pachtschilling von jährlichen fünfhundert Gulden, während Schlome bisher kaum die Summe von dreihundert zu erschwingen vermochte. ׳Der humane Beamte behielt sich für den langjährigen bisherigen Pächter bloS die Prärogative vor, im Falle Schlome denselben Pachtschilling sollte erlegen wollen. Der arme Schlome aber, der am folgenden Tage auf das Rentmeisteramt beschieden und befragt wurde, gestand mit Schmerz, daß er mit dem reichen MathiS, dem viele Mittel zu Gebote stünden, den Verlust von der eine« Seite auf der andern zn ersetzen, nicht concuriren könne und daher gezwungen sei zurückzutreten. ' Zu Ende der Pachtzeit raffte Schlome seine geringe« Hadseligkeiten zusamnien und bezog mit Gitl ein gemiethetes Zimmer. MathiS bezog das Pachthaus zu A l m a und überließ dem Peter die Wirthschaft zu Ratany. Es wirwohl Niemanden auffallen zu vernehmen, daß dem Peter von dem Vater auch jeder Besuch bei Schlome untersagt wurde. Peter war »in gehorsamer Sohn, er überträt des Vaters Perbot nicht. Es fiel ihm das um so leichter, da er eben Nach Schlome keine sonderliche Sehnsucht hatte. Aber Gitl? Gitl war die einzige Stütze ihre- Vaters, der nun gar keinen NahrungSzweig hatte und seine geringe Baarschüft nach und nach schwinden sah; sie hatte das Korb-