Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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11 bei leinet Großmutter befindet und bringe ihm meiuen Gruß und meinen lchtc» Segen. — Ach! so habe ich cs nicht gemeint, MathiS! iKeineswegs lasse ich dich hinaus in die sichere Gefahr. Wie, glaubst du mich etwa treulos und feig genug, ein fremdeS-Leben Preis zu gebe», um der eigenen Sichetheit willen? Du hast bei mir Schutz gesucht, den vermag ich dir nicht zu gewähren, aber einerr. kräftigen Arm habe ich, dich vertheidigen zu helfen. So lange dieser Arm sich zu vertheidigen vennag, darf dir in meiner Wohnung Niemand in feindlicher Absicht nahe treten. — Horch I hörst du nichts? In diesem Augenblicke meldete Gitl, das Töch» terche» Schlome's, daß sechs bewaffnete Ungar» dem Lorse nahm. Da kan» Schlome plötzlich ein eigenthümlicher Gedanke. Er holte nämlich aus dem Kasten ei» altes Lalith und ein Beutelchen mit Tefilin, beide Erbstücke von seinem vor Kurzem verstorbenen Vater; Mathis mußte den linken Ann entblößen und Schlome umwand ihn niit dem einen Theil der Tefilin, brachte den andern Theil au deffen Stirne und hüllte ihn ein in das Talith. Wer immer hereinkommen mag, unterrichtete ihn Schlome, so thue dir nur stets als wenn du leise betetest, verdrehe dabei Augen und bewege dich mit dem Oberkörper wie ein Verzückter; saß dich in der scheinbaren Andacht durch gar nichts stören: die'Fragen, die etwa an dich gerichtet werden sollte», werde ich beantworten. Halte dieses Gebetbuch imnrersort in der Haud und stehe mit den. Gesichte gegen die östliche Zimmerwanv. Zum Uebrrstuß laß auch diese Brille meines selige» GroßraterS auf deiner Nase reite». Wenige Minuten nachdei» diese Maßregeln getroffen waren, traten geräuschvoll einige bewaffnete Honveds \