Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- Beilage zum Jeschurun (1865)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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6 ש״י wi«der. Herr MathiS hotte aus seinem «asten eine gefüllte Brieftasche hervor, zählte dem Israeliten eine, für deil bäuerlichen Stand de; Gebers sehr bedeutende Summe in Banknoten zu, welche der Andere einsteektr; dann gab er ihm »och ein ziemliches Sümmchen — wie viel? weiß ich nicht — mit den Wortenr ,.Da« find Rrisespesen für Euch!" Da ich sah, daß Herr Math,- darüber in Berlegenheit war, daß fein Gast von der Küche des Hause« ans religiösen Bedenklichkeiten nichtgenießen wollte, befahl ich meiner Wärteri«. demselben eine Koschersprtse zu bereiten, wofür mir beide Männer vielen Dank sagten. Der Knecht meldete, daß der Wagen bespannt sei, der Israelit« nah« herzlichen Abschied von Herrn MathiS! ivarf auch mir ein fteundUcheS ״Birschuthchrm" (ein ge« wohnliches Abschiedswort) zu, entfernte sich und mir hörten bald den Wagen abrollen. .Herr MathiS nahm wieder seinen Sitz an meinem Bette ein. Er war sehr ernster Stimmung und trocknete manchmal dir feuchten Brauen. Voll Theitnahme, di» der Mann in hohem Grade verdiente, fragte ich ihn, ich das,.was er von dem eben abgereiste» Mannerfahre!», trauriger Natur für ihn sei- — Wie man e» nehmen will! Doch .... warum soll ich gegen den lieben G»tt »nvonkbar feint Ich habe von «einem einzigen virlgrttebten Sohne Nachrichten erhalten, er befindet fich wohl, das ist doch wohl nur erfreulich. — M«, Herr MathiS t Ihr habet «inen Sohn vnb ich Hab« «ährend der drei Wochen, die ich hier bin, keilt Wort davon erfahren? Ach, ja doch, er ist ohne Zweifel bei׳ dem Militär und Ihr kaufet ihn jetzt los. Nicht wahr?