Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 142 (sequence 146)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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149 CeatrÄstrlle deS öffentlichen Cultv» documentirte da» umnittrlbare Berhältniß zwischen Gott und Israel, d. i. zwischen de» Herrscher und dem Unterthan; deshalb betete der Ligenthümer: ״Schaue nieder und segne bei« Boll-Israel und das Land, das du unS gegeben״ (Deut 24, 1b), welches der Gigenthümer gleichsam als Lehe empfangen, und, bei dem Viehzehnt mußte derselbe autdrücklich, wie beretts erwähnt, das zehnte Stück mit den Worten: ״Dies sei der Zehnt", bestimmen, um so sein Persönliches Berhältniß zu Gott mit Worten zu bezeichnen. Daß die Priester von beiden Zehnten Nichts erhielten, diese vielmehr in beliebiger Gesellschaft, aber -zu Jerusalem,verzehrt wurden, geschah eben, um die unmittelbare Angehörigkeit Israels an Gott zu zeigen; Jftael soll Gott als Lönig anerkennen, aber nicht bloß in der Eigenschuftals Bekenner der bestimmten israelitischen Religion (denn solches geschieht bereits durch da» Eharatteristische der Sühnopfer—wie wir dieses §. 10 ausführlich dargethan—), sondern auch in der Eigenschaft als Staatsbürger im Allgemeinen-als Besitzer des jü׳ dischen Staate». Dem׳ Altäre sollte ein Theil zufallen, einerseits »m das theokrattsche Berhältniß um so schärfer zu bezeichnen,, andererseits weil, wie oft erwähnt, der Begriff der Sühne keinem mosaischen Opfer fehlte (§■8); dahingegen diente das eigentliche Charakteristisch« unsere» Opfer», das Gastmahl (wie bei den FrtedenSopsern §. :83) dazu, das Berhältniß des UnterthanS züm Könige, d.. i. zn Sott, zu bezeichnen. Selbst das fehlerhafte zehnte Liehstück soll in derHeimath, aber als Zehnte», d. h. als Gabe der UnterthanS, verzehrt werden, indem da» Unterthanenverhältniß natürlich überall seine Geltung habe. —> Wir wollen schließlich, gedachtes Berhältniß dr sein« verschiedenen Natur näh« bestimmend , wiederholen, daß die eigentlichen Sühnopfer dazu dienten,