Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 112)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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1« ihnen schwamm, tauchten ihn die Genoffen, denen HerodeS dieses geheißen hatte, unter dem Scheine von EM und Scherz, unter das Wasser, und ließen ihn nicht eher loS, bi» sie ihn ersäuft batten'). MS die Frau« von diesem Unfälle Kenntniß erhielten, verwandelte sich ihre Freude in große Traurigkeit, und es entstand det Verstorbenen wegen ein großes Weinen und Klagen; auch die ganze Stadt ward, als sich die Kunde hievon verbreitete von einem tiefen Schmerze ergriffen; und jedes Haus beweinte das Unglück, wie sein eigenes. De» größten Schmerz aber empfand Alexandra selbst, besonders als sie in Erfahrung gebracht hatte, wie ihr Sohn umS Leben gebracht worden; doch mußte sie, um ein größere» Uebel zu vermeiden, da» Leihen geduldig ertragen. HerodeS suchte sich aber bei Allen den Schei» zu geben. als ob er an dem Tode de» Lristobul keine» Antheil habe, und stellte sich nicht nur sehr traurig, sondern vergoß sogar Thränen u. s. w., um durch all« jene Zeichen der Trauer die Schuld an dem Tode del Jünglings von sich abzuwälzen. Besonders überschritt er in seiner Sorge für ein prachtvolle- Leichenbegängniß de- Aristabul fast alles Maß, indem er seinen Sarg aus'S prächtigste verzieren und eine große Menge de! köstlichsten Epecereien herbrischaffen ließ, .damit er dadurch den Schmerz der Weiber in etwas lindere und ihnen einigen Trost gewähre." י) Im ״jüdischen Kriege" berichtet JosepbuS darüber ' also: ״Um eineso unbedeutenden AnlasstS willen, weil das Volk Thränen veraoffen, war Anstobul nach Jericho gesandt und dort, den erhal׳ lenen Befehlen gemäß, von den Galliern in einem Teich ertränkt worden. Auch PseudojosephuS (Joffipon) stimmt darin überein. —