Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Dritter Jahrgang (1859)
- Issue
- 1859
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 29)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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sich in dem Schriftthmn jener Zeit durch chren gaftfreuudschastlichen Sinn verewigt, mit dem sie ihrem Satten, trotz seiner eigenen Dürftigkett anriech, daS letzte Feld zu verkaufm, um um die Säfte nach Gebühr bewirthe» zu können.'-) Und wie bei diesen Vorfällen gerade.Frauen die Wohlchätigtrit nud Gastfreundschaft repräsnttiren: so war im Allgemei- «n nach der Anschauung jener Zeit besonder« die Gastfreundschüft vorzugsweise eine Frauentugend. Und well eben die Frauen hauptsächlich die Gastllchkett pflegten und um de« eiukehrendeu Fremdling in jeder Weise sich kümmerten, darum konnte sich der Grundsatz ausbilden, daß die Kran mehr als der Manu die Fähigkeit besitze, dm Gast zu durchschauen.'") Andererseits konnte eS nicht fehlen, daß da- Weib, nun es die Tugenden seines Geschlechtes durch Gefinunug und That in sich ausprägte, der Gegenstand allaemeiner Verehrung wurde, ftir haben eine Sage aujener Zeit, au sich unscheinbar, aber bedeutungsvoll für die Ermrffnng de- Standpunktes, welchm das ,biedere Weib" im Brwußffeiu des Volkes ein- , nahm. Omas, der Kreisdreher, von eiuer Anzahl gelehrter Männer angegangen, den Regen zu erflchm, begab sich sanunt seinem Weibe auf daS Dach. Verde fielnr, nach verschiedenen Himmelsaegendru gerichtet, auf dir ftniet, um zu beten. Und als der Himmel sich öffnete, da fielen des Rrgms erste Tropfen «ff dir Stelle des Daches, auf welcher das Weib gebetet hatte.'-) Wir erhaben erscheint daS Weib in dieser anspruchslosen Sage:— das Weib Siegerin über dm heiligen Gottes» mannl — Daß bei dieser Hochachtung, deren das Weib im Allae- «nun und bei ihrem Gattm insbesondere sich erfreute, ihre Staune nicht ohne Einfluß auf das Thun und Lasten des Letzteren blieb, läßt sich henken. Das Weib hat vom Lage seiner Schöpfung ab dm Zauber, welchen es aus den Vkanu auszuübm versteht, für seinen Einfluß fruchtbar gemacht, und dieser wuchs umsomehr, je eifriger die Männer in der Theorie bestrebt waren, ihn zu verneinen. Auch das Schriftthnm jener Zeit verweiset das Weib aus dem Rathe der Männer. Wenn es ihr auch erlaubt sein sollte, in Angelegenheiten der Küche >U) Dos. Mt. M5. - Sol». IM » IM) B«mL >0 k. IM) Toooit «3 k. 4