Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Dritter Jahrgang (1859)
- Issue
- 1859
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 28)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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— 2 4 bigfrit und Gastfreundschaft zu rechnen: wenigfimtreten diese bnden Tugmden sehr bestimmt in der Charakteristik der tatmudischen Frauen hervor, — ein Umstand, der bei der Beurtheilung besten, war jene Zeit unter einem Frauenideal brgriff, nicht zulept bcrückfichtigt werden darf. Sie war e-, die dem müden Wanderer Speise und Trank reichte,'**)^»nd — nach einer herrlichen Aeußrrung des Talmuds — durch dir Art ihrer Wohlthätigkeit ein grö-rrr» Berdienst fich erwer« ben konnte, al» der Mann, der dem Darbenden di« ungenießbare Münze hinrricht, während sie durch die Darbietung von Leben-mittrln ftinen Hunger augenblicklich Mt und in seinen Mienen die Freude eine- Gesättigten liefet.'") An dem Weibe R. Jose'- de- Galiläer-, einer jüdischen Lanthippe., wissen die Quellen keinen fie mehr verunglimpfenden Zug aufzufindrn, alihre Ungastlichkeit. Linst hatte R. Jose audem Lehr- Hanse einen Gast heimgebkacht. Seine Gattin, statt den An« kömmling fteundlich zu bewillkommnen, wendete fich verdrießlich von ihm ab und gab ihrein Manne, der sie nach dein Inhalte deauf dein Heerde befindlichen Topfefragte, zm Antwort, daß fie Gemüse gekocht habe. Später überzeugte fich R. 3ose selbst, daß sich Geflügel in dem Gefäße befand, und ließ sich auf das Anrathen seine- Freundehauptsächlich wegen dieser sein Hauverunehrenden Ungastlichkeit von seinem Weibe scheiden.'") Dieser bösen Sieben gegenüber preisen die Quellen alein Frauenideal da- Weib Chananja'S ben Chachinai'S,'") die nicht weniger alzwölf Jahre treu der Wiedrrkehr ihre- Gatten harrte und als Gegenstück von R. Jose'- Gemahlin durch wohlthätigen Sinn sich au-zeichnete. Eine wahrhaft rührende Freigebigkeit hat die Tochter R. Akiba'- mit dem Kranze der Unsterblichkeit gekrönt: aleinst ein Bettler an die Pforten ihreelterlichen Bauseklopfte, ohne bei den am Gastmahle sich gütlich thuenorn Hau-genoffen Gehör zu finden, da schlich sie unbemerkt hinaus und reichte dem Flehcndcn ein kostbare- Kleid, danoch dazu ein Geschenk ihres BaterS war."') Ein andere- Weib, eine Aiitiochcnserin, hat ««) &«f. «1 149) Tuali '43 k. 150) Bar. takka. Kart. 17. ist) Dif. — Ktlah. 84 k. IS3) Jalk. Miieklr «». 9S8.