Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Dritter Jahrgang (1859)
- Issue
- 1859
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 10)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/3768355-7154206-7182443--0227-3768991- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
6 — Tochter kem Erbrecht neben de« Sohne zusteht, und wußte ihr« Bitte, dmch Ueberrrichung emer goldenen Lampen Gehör »» verschaffe«. D«! Phllosoph «klärte «Lmlich, dH'.'nach VWneuen Lchre da Locht« gleiches Erbrecht wie demSohnr znkomme. ׳.! Aber Gamaliel seinerseits wußte' durch die Schm!- kung eines! lybischrn Esels!/das biblische Gesetz Wied« zur Geltuna zu bringen, da da unbestechlich« Nicht« bekannte, am Ende seine- Testamentes den AuSspknch gefunden zu ha» ben: ,Ich bin nicht gekommm. dir Kehre Moseauszutösen." Da machte Äne Salome, mit Anspielung auf ihr Geschenk, die witzige Bemerkung: ,Lasse Dein!Licht leuchten wir eine Lampe!'/ Gamalielaber setzte hinzttd ,,$)«' Esel hat die Lampe omgestvßen!*") /DieRolle,!'welche Zme Salome hier spielt,!^ Bildung und Gesetzeskeuntniß vmumssitze».!! Sk ist abyb auch nach Weise d« alten Lchra i» Besitze-vou Traditioneu. So sagt, sie. einmal anseuia-Beranlaffung, die uns in ihr das zärtlichste" Gemüch offenbarte j,Jch habeeinr Ueberlieferung aus dein elterlichen Hause, —> dem Hilleltz scheu, — daß olle Hiuuneksthore geschlossm sind, a»ß«' de,it> jruigen, durch welches;die.Gebete der Gekränkten eingehn.*) Eioe andere Frau aus späterer Zeit sehen wir sogar ii» GerichtSsaal austreten. Es war die b«ühmte Tochter St. Ehisda'S, dir in einrin Prozesse ihren Gatten Raba, der Nicht« war, bestimnite, den Eid zu deftrire»*°) auf Grund jener ha» lachischen Norm: Wenn von ein« der Parteien zu befürchte« ist, daß fie einen Meineid begeht j ^findet Eidesdelatiov statt.'') Daß die Frau mit d« Rechtspraxi« emigermaßk» vertraut war, daran läßt sich nach dem Tange der Äzählung nicht zweifeln. — Eine Zeitgenossin jen« Frau ist die de» rühmte Jaltha, die Frau Rabbi Nachman's,. die uns ein glänzende» Zengniß ihr« Gesrtzcskenutuiß und ihre» schlagfn׳ tigen Witzehinterlaffrn hat. ,Für Alles," so sagt sie ein» mal") ,wa» uns dir Schrift untersagt, hat sie unS in der Erlaubniß eines entsprechenden Gegenstandes Ersatz geboten. Für das Blut hat sie uns den Genuß der Leber, für das' ,8) 0»bb. IlOb. >9! Bib. an, SS b. 90) KaUb. SS a. II) Sckabaat 49 b. n) Cbollin 105 b.