Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 1 (1902-1903)
- Issue
- Heft 12 (März 1903)
- Date
- 1903-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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bis zu dem verhängnisvollen Jahre 1751, in dem der Kampf zwisghen Eyhes-cbütz und Emden ausbrach, zu je.dern Laubhüttenfeste einen Etirok". (Parad/iesapfel). Als ihm sein Sohn geboren wird, dem er seinem Vater zu Ehren, dessen Namen Tsebi Hirsch gibt*,, veranstaltet er ein grosses Gastmahl, zu welchem alle Honoratioren der Gemeinde geladen werden. Von dem Oelde, welches ihm aus London geschickt wird, unterhält er auch in seinem Hause einen Verein, der sich das Studium der Mischnah zur Aufgabe machte. Eine Tochter wird ihm geboren, er nennt sie nach dem Feste, an dem sie zur Welt gekommen, Purim. Bei der Geburt einer dritten Tochter stirbt seine Frau Rachel. Er selbst nennt sie ein Biederweib. Nur war sie manchmal edn wenig genau. So musste er den Lehrer seiner Kinder in Quartier geben, weil sie ihn nicht im Hause duldete. Auch mit seinem Hauskauf (1738) war sie nicht einverstanden. Besonders mit den Dienstboten hatte sie oft gezankt. Vor der Beisetzung seiner Frau (R. H. Tamm. 499 (1739)) kam es zum ersten Mal zu einem Konflikt zwischen Emden und dem Gemeinde vorstand. Bei deir Beerdigung einer Tochter hatte man von ihm, wie von jedem Angesessenen, nur die Kosten der Beerdigung verlangt. Er zahlte ja auch die Fleischabgabe, welche nur von den Gemeindemitgliedern erhoben wurde. Nun fordert man ihm aber, wie einem Fremden, ein Unterpfand ab, welches er nach der Bestattung auslösen sollte. Auf seinen Protest wird es ihm aber ohne Lösegeld ausgehändigt. Nach Racheis Tode schickt er auch den . zweiten Sohn nach dem Osten, erst nach Gtogau, dann nach Polen, da hier diese „Öde", wie er sich nach einem Bilde des Propheten Hosea (XIII, 5) ausdrückt, doch kein Feld für seine Kinder ist. Nach dreiviertel Jahren heiratet Emden. Seine zweite Frau stirbt, nachdem sie ihm ein Zwillingspaar geschenkt, nach kurzer Ehe. Mitte . Kislew 504 (1743) vermählt er sich von neuem, und zwar mit einer Nichte. Schon nach dem Hinscheiden seiner ersten Frau hatte man ihm diese Verbindung empfohlen. Doch hatte man damals in Deutschland Bedenken, Polinnen zu heiraten, weil sie sich schwer in die neuen Verhältnisse zu schicken wussten. Zu seiner Freude erkannte Emden aber sehr bald, welch' einen Schatz er in seiner Frau erworben hatte. Denn er selbst, das stellte sich immer klarer heraus, verstand nichts vom Geschäft. Er, hatte sich zunächst Galanteriewaren aus London kommen lassen. Als dieser Handel nicht gehen wollte, begann er eine Druckerei, zu der ihm Mose ' Emden zweimal vorn Könige das Privilegium verscharrte. Derselbe Gönner richtete ihm auch ein Thee- und Pfeffergeschäft ein, bis er einsah, dass jeder derartige Versuch an Emdens Mangel an geschäftlicher Gewandtheit scheitern musste. Die Druckerei wenigstens wurde weiter geführt. Emden hatte sich von seiner dritten Mitgift Typen aus Amsterdam besorgt und gab nun sein berühmtes Gebetbuch heraus, welches ehr schriftliche Empfehlung, des AltonaeK O.-R.s begleitet. Schon hier zeigt sich Emdens berüchtigtt