Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1902-08-01 · Heft 5 (August 1902) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 5 (August 1902)
Date
1902-08-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3537599-3553284-3553288--0082-3553371
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

76. Erkämpfung gleichen Rechtes, sondern um tatkräftige Propraganda unserer Idee unter den indifferenten, assimilatorischen Juden Budapests. Kommilitonen! Kommt in Massen! Dex Aibeitsausschusfy P. S. Ausser dem einmaligen minimalen Betrage von 3 Kronen kostet die Reise sehr wenig, da die königl. ungar. Staatshahnen die Fahrt für Kongressteilnehmer freigaben und auch sonst grosse Ermässigungen in Aussicht stehen. Auszug ans dem Statut und ans dem Reglement. Fundamental -Artikel. III. Jeder Studierende hat das Recht, dem „Bund" anzugehören, sobald er bei einer Universität oder irgend einer Schule oder Anstalt eingeschrieben ist, ohne Röcksicht auf seine religiöse oder politische Ueberzeugung. 11. Kapitel. Artikel 60. Die auf der Versammlung zu verhandelnden Vorschläge müssen dem Präsidenten des Bundesrates zwei Monate vor Eröffnung der Versammlung gesandt werden, in ausserordentlichen Fällen 14 Tage verlier. Artikel 106. Dem Bundesrate gehören so viel Vizepräsidenten an, als Nationen beim Bund vertreten sind. Reglement. Artikel 42. Effektive Mitglieder können sein: a) die Eingeschriebenen an den Universitäten, Hochschulen oder höheren Instituten, die als solche vom Staate angesehen werden; b) die Verbindungen, Vereinigungen und Komitees von Studierenden (kollektive Mitglieder). Artikel 67. Jedes effektive Mitglied muss nach Beendigung semer Studien den Seniorenbeitrag bezahlen (0,80 Mark). Artikel 72. Das Seniorenmitglied geniesst sämtliche (möglichen) materiellen, sowie die geistigen Vorteile des Bundes. Bericht des V.J.S1. Berlin über das 15. Semester. (S. S. 1902) In dem nunmehr beendeten Semester floss das akademische Leben still dahin. Lesehallenwahlen fanden nicht statt, und auch andere aufregende Ereignisse fehlten. So fand dann auch der V.J.St. zu einem Auftreten nach aussen keine Veranlassung, und alle Arbeit kam der Förderung des inneren Vereins- Jebens zu Gute. Grosse Aufmerksamkeit widmeten wir der theroretischen Fortbildung. Viele Vbr. nahmen an den hebräischen Sprachkursen teil, für deren Leitung wir Herrn Rabbinatskandidaten Wilhelm Lewy zu grossem Danke verpflichtet sind. Die Fuchsenstunden hielt A. H. Dr. Biram in liebenswürdigster Weise ab. Er besprach dort die Tendenzen des Vereins, wiederholte die jüdische Geschichte vom Jahre 500 bis 1000 und behandelte ausführlich die in der Welt existierenden jüdischen Vereinigungen. Im Anschluss an seinen Geschichtskurs über die Juden im 19. Jahrhundert (gehalten im Wintersemester i901/02) richtete Dr. Theodor Zlocisti ein historisches Seminar ein, das er mit einem vor der gesamten Corona gehaltenen Vortrag einleitete. Er setzte darin die Notwendigkeit der neuen Einrichtung auseinander, die den Mitgliedern die Technik wissenschaftlich-historischen Arbeitens — Benutzung, Bewertung und Verarbeitung von Quellenmateralien — geläufig machen soll. Als Ausgangspunkt wurde das Werk von Moses Hess „Rom und Jerusalem" gewählt. Die Arbeit war in der Weise gegliedert, dass durch Einzelreferate und Besprechungen eine eindringende Kenntnis des Werkes erstrebt wurde und durch grössere Studien anschliessende Probleme behandelt

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.