Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 1 (1902-1903)
- Issue
- Heft 1 (April 1902)
- Date
- 1902-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 1. 19. Handlungsweise." — „Schlägermensuren, Mensuren mit Juden sind möglichst zu vermeiden." — „Die Yereine geben Satisfaktion, wenn ihre Ehre auf dem Spiele steht". V.J. St. Berlin. K as'se: Wir erhielten von der jüd. Gemeinde eine Subvention von 200 Mk., die für die Unkosten der Lesehallenwahl und die Bibliothek verwendet wurden. A. H. Dr. Perlmann, den wir zu unserer Freude in unserer Mitte begrüssen konnten, dedicierte 17 Mk., die Kasse des A. H. B. wandte uns für Bibliothekszwecke 20 Mk. zu. In Zukunft wird uns der A. EL B. ein Viertel seiner Einnahmen zur Verfügung stellen. Wir bitten also alle A. H. A. H. egoistischerweise, ihre Beiträge an die H. K. B. pünktlich zu zahlen. — In den Ferien, sind für den März volle, für den April keine Beiträge zu zahlen. Geldsendungen erbeten an med. Salinger, Oranienstr. 2. Bestrafungen: Blum erhält wegen lässiger Beteiligung am Vereinsleben eine scharfe Rüge. — Levi wird wegen unentschuldigten Fehlens mit 5 M. bestraft. — Weil wird seines Amtes als Bibliothekar entsetzt, weil er dasselbe lässig geführt hat, an seine Stelle wird Bergmann I gewählt. Goldlust wird durch das E. G. wegen Verstosses gegen die Diszipl i mit 8 Tagen Dimission bestraft. R. Mayer wird vom E. G. von dem Vorwurfe, Herrn J. Weinberg, hier verläumdet zu haben, freigesprochen. (Ehrenrichfcer: Rosenkranz, J. Cohn, E. Cohn, Dr. Hantke und Juda resp. Berschak.) V. J. St. Breslau. Es wurde eine neue Ehrenrats- und Geschäftsordnung angenommen. Ferner wurde eine wissenschaftliche Kommission zur Abhaltung des Fuchsenexamens gewählt. Für das laufende Semester besteht dieselbe aus Zwirn, Baeck, Peritz. Es wurde beschlossen, dass jeder Fuchs zum Burschenexamen eine schriftliche Arbeit zu liefern hat. Wir traten, dem Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens mit einem Jahresbeiträge von 10 Mk. korporativ bei. Boschwitz wurde vom E. R. wegen schweren Vergehens gegen einen Konventsbeschluss i. p. dimittiert. V. J. St. München. Krämer wurde auf 4 Wochen dimittiert. Rothenberg wurde wegen Ungehorsams gegen den Convent, Hausmann wegen Hintergehung des Vereins i. p. dimittiert. Der Austritt von Mayer und Rieser erfolgte infolge einer Missstimmung gegen den Konvent, der ihren Antrag ablehnte, „die zionistischen Mitglieder sollten ihre zionistische Agitation einschränken, da sonst der Verein in den Ruf, zionistisch zu sein, gerate." V. J. St. Charlottenburg. Den grössten Teil der Konventsdebatten nahm die Frage und Fassung der Tendenz ein.