Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 1 (1902-1903)
- Issue
- Heft 1 (April 1902)
- Date
- 1902-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 1. 18. V.J. St. Charlottenburg. Chargierte waren: Max Berlowitz X> J. Grünberg XX, Alfred Berlowitz XXX, W, Majerczik K.-W., M. Hecker T.-W. Inaktiviert wurden: M. Hecker, Leo Sztencel, Karl Hahndel, St. Sztenzel. Neu aufgenommen wurden: rer. techn. Sternlicht aus Galizien, rer. ing. M. Pinette aus Königsberg, arch. Rosenberg aiis Berlin, rer. techn. E. Caro aus Berlin, ferner als Konkneipanten rer. techn. Cronheim aus Berlin und rer. techn. M. Bock aus Hamburg. Ausgetreten sind: arch. Grombach, rer. techn. Cronheim (Konkneipant). Beurlaubt wurden: rer. ing. K. Hahndel, ehem. St. Sztenzel, beide nach Brünn. Auf dem Schlusskonvent wurden zu A. H. A. H. h. c. ernannt: Dr. Heinrich Loewe, Berlin, und Ingenieur Max Pohl, Strassbur g. Provisorische Chargie r tenwa h len für das nächste Semester: M. Berlowitz X? Majerczik XX, .Fuchs XXX? Löwenthal K.-W. Wechsler T.-W. Die Ferienkommission besteht aus den 3 Chargierten. Adresse: Max Berlowitz, Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 54a. Vertrauliches. IL Kartelltag. Zur Aenderung der Tendenzfassung waren folgende Anträge gestellt: AntragHecke r—P e 1 z: § 1 der Kartellstatuten erhält folgende Fassung: „DerB. J. C. steht auf national-jüdischer Grundlage. Er will die jüdische Studentenschaft zu bewusst jüdischem Empfinden erziehen und an der Entwickelungeines lebendigen Judentums mitarbeiten". Antrag Steinitz — Mannheim: „Der B. J. C. hält für das einigende Band zwischen seinen Mitgliedern und den übrigen Juden die Gemeinsamkeit der Abstammung und der Geschichte. Er will die jüdische Studentenschaft zu bewusst jüdischem Empfinden erziehen und an der Entwickelung eines lebendigen Judentums mitarbeiten". Antrag Dobrzynski: „Aus Punkt 2 des Kartellprogramms (Der B. J. C. betont die Zusammengehörigkeit aller Juden auf Grund der gemeinsamen Geschichte, Abstammung oder Religion") werden die Worte „oder Religion" gestrichen*" Die Anträge wurden abgelehnt, obwohl die Delegierten sich sämtlich einig waren, nicht nur in ihrer Stellung zum Judentum, sondern auch in der Beurteilung der Bedeutung des B. J. C. Die Modifikation der Tendenzfassung, welche oben mitgeteilt wurde, wurde nach Antrag Zwirn beschlossen. Unsere Stellung zur Satisfaktion wurde folgendermassen bestimmt'- „Die Vereine lassen ihren Mitgliedern die Stellung zur Satisfaktionsfrage frei; von Ehrenhändeln ist dem Verein Mitteilung zu machen. Auf Antrag entscheidet das E. G. nachträglich über die Rechtmässigkeit der