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Der jüdische Student · 1933-06-01 · Heft 3 (Juni 1933) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
30 (1933)
Issue
Heft 3 (Juni 1933)
Date
1933-06-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Veranstaltungen dieser Gruppen bei verschiedenen Bundesbrüdern stattgefunden, die zum großen Teil gut besucht waren und bei denen es gelungen ist, eine Anzahl von AH AH der Arbeit der RZV zuzuführen. Aber auch hier haben die Ereignisse ©inen Strich durch die Rechnung gemacht, und es wird wieder von vorn begonnen werden müssen. Aus der Arbeit des Altherrenressorts soll noch hervorgehoben werden, daß wir uns bemüht haben, bei der Altherrenschaft einen Fonds aufzubringen, der für Hachscharah- und Unterstützungszwecke bestimmt ist. Ueber die Notwendigkeit eines solchen Fonds bedarf es wohl keiner Ausführungen. Während unsere Bemühungen bei der Berliner Altherrenschaft einigen, wenn auch längst nicht genügenden Erfolg hatte, hat die Provinz fast vollständig versagt. Wir bitten jeden Alten Herrn, der dazu auch nur einigermaßen in der Lage ist, diesem Fonds Mittel zuzuführen. Es wird Aufgabe der Bezirks - verbände sein, bei ihren Mitgliedern hierfür Propaganda zu machen. K. J. V. und Hechakiz. Das Präsidium hat sich in einer der letzten Sitzungen mit der Frage des Verhältnisses zwischen K.J.V. und Hechaluz beschäftigt. Wir wollen für diese Frage einmal unseren jüngeren Bundesbrüdern, die jetzt oder später umschichten, eine Richtschnur geben, andrerseits aber auch die Zusammenarbeit zwischen uns und dem Hechaluz in allen praktischen Fragen, insbesondere denen der Hachscharah erleichtern. Der Hechaluz war bisher im Grunde die einzige Organisation in Deutschland, die sich mit der beruflichen Umschichtung jüngerer deutscher Juden und ihrer Übersiedlung nach Erez Israel beschäftigte. Er führte die Arbeit in einem bestimmten Geiste, nämlich dem der Einordnung seiner meist aus zionistischen Jugendbünden hervorgegangenen Menschen in das Aufbauwerk der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina, welches durch die Histradruth repräsentiert wird. Demgemäß verlangt der Hechaluz, und er stellt seine Erziehungsarbeit darauf ab, eine Verpflichtung seiner Mitglieder auf die Ideen der nationalen Arbeit und der Selbstarbeit, sowie des Eintritts in die Histradruth. Der Umschwung der letzten Monate stellte die gesamte jüdische und zionistische Welt vor ganz neue Aufgaben. Wie im K.J.V., so wurden auch in fast allen anderen Bünden und Gruppen Stellen für Hachscharah und Palästinaübersiedlung geschaffen. Ebenso erfuhr der Hechaluz in ganz kurzer Zeit eine ungeheure Erweiterung seiner Aufgaben. Die Zahl seiner Mitglieder stieg von wenigen 100 zu Anfang dieses Jahres auf z. Z. weit über 2500, trotz der vielen, die inzwischen nach Palästina zur Alijah gekommen sind. Es entstand die Frage, ob nicht eine Zusammenfassung der fast allen Bünden gemeinsamen Aufgaben in bezug auf Hachscharah und Palästinaübersiedlung stattfinden könne und welche Rolle bei einer Zentralisierung dieser Arbeit dem Hechaluz zufallen sollte. Im Präsidium selbst waren die Ansichten geteilt, ob lediglich eine Zusammenarbeit der einzelnen Bünde und des Hechaluz in praktisch technischen Dingen und ein gegenseitiger Austausch von Stellen und Erfahrungen stattfinden sollte, oder ob man darüber hinaus den Hechaluz zur zentralen Stelle der Hachscharah dadurch machen sollte, daß der Vertreter des K.J.V. 80

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