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Der jüdische Student · 1933-05-01 · Heft 2 (Mai 1933) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
30 (1933)
Issue
Heft 2 (Mai 1933)
Date
1933-05-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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die klare Erkenntnis der für sie in Betracht kommenden manuellen Beiufo unter dem Gesichtspunkt der Notwendigkeiten Palästinas und andererseits der Ausbildungsnotwendigkeiten klarer zu machen. Die Hachscharahf ragen wurden von vornherein im engen Z us a in in e n! i. \ u mit dem Hechaluz bearbeitet. Es gelang insbesondere dank der vorbildlichen Arbeit von Bbr. Hermann Jacob i, in Memel HachscharahmöglichkeUen für K.J.V.er zu erschließen, die aller Voraussicht nach in nächster Zukunit verwirklicht werden können. Es meldeten sich daraufhin in der Hauptsache aus Berlin und Königsberg ungefähr 30 Bundesbrüder, die vorwiegend handwerkliche Berufe, zum Teil auch landwirtschaftliche für sich erwählt hatten. Die Bearbeitung des Projektes dürfte in kurzer Zeit -zum positiven Abschluß führen. Ein wichtiges positives Ergebnis hatten die Verhandlungen des Präsidiums mit Bbr. Gure witsch vom Rigaer Hechawer. Es wird sich die Möglichkeit bieten, etwa 25 Bundesbrüder auf dem von der zionistischen Jugendorganisation „Herzliah" in Lettland geschaffenem Lehrgut unterzubringen. Die Machseharahbemühungen des Kartells und des Hechaluz werden fortgesetzt, olnvohl bisher nach Lage der Dinge gesagt werden muß, daß die Möglichkeiten in Memel und Riga, wenn sie sich verwirklichen, für den Bedarf des Kartells ausreichen werden. Es ist aber damit zu rechnen, daß die vom Beginn des Sommersemesters zu erwartende größere Klarheit über die Situation einen neuen Strom von Bundesbrüdern in die Hachscharah lenken wird. Besonders schwierig waren für das Präsidium diejenigen Fragen zm behandeln, die mit den Berufsproblemen der älteren Bundesbrüder zusammenhingen. Es ist von vornherein klar, daß Menschen im Alter von 40 bis 50 Jahren, die sich z. B, bisher nur mit deutscher Jurisprudenz beschäftigt h.äbenv nur in Ausnahmefällen imstande sein werden, den Uebergang zu manuellem Berufen zu vollziehen, während auf der anderen Seite für die Weiterführunf der bisherigen akademischen Berufe in Palästina die Möglichkeiten nur begrenzt sind. Es gibt hier keine generelle Lösung und es ist gerade hier zweifellos die Pflicht des Kartells, durch Kontakt mit Bundesbrüdern und zionistischen Organisationen in anderen Ländern alle Möglichkeiten aufzuzeigen, die hier zu hoffen in der Lage sind. Trotzdem hielt auch hier das Präsidium es für erforderlich, jedem positiven auf Palästina gerichteten Siedlungsgedanken nachzugehen. Da<i. Präsidium hat auch eine Tagung der Vertreter der Bezirksverbände einberufen, wo der Leiter des Palästinaressorts, Bbr. Löwenstein, und der aus Palästina anwesende Bbr. Z 1 o c i s t i referierten und wo ebenso die Fragen der individuellen Uebersiedlung wie die der Siedlungsprojekte eingehend besprochen wurden. Auch die Anwesenheit der Bbr. Blumenfeld und Landauer an dieser Sitzung erwies sich als außerordentlich nutzbringend, vor allem im Hinblick auf die durch Landauer gegebenen Informationen über die Einwaßderungsbestimmungen und die deutschen Devisenbestimmungen. Es sind bisher 3 Siedlungsprojekte aufgetaucht. Das Projekt von Edgar Marx- Hamburg bezieht sich auf den umfassenden Plan der Ansiedlung von 2000 deutschen Juden in Palästina. Der Plan übersteigt in jeder Weise die Kompetenz des Kartells und wird von uns der Z.V.f.D, zur weiteren Behandlung überwiesen werden, wobei selbstverständlich ist, daß das Präsidium alles tun wird, was d^r Bearbeitung und Förderung dieses Projektes zu dienen vermag. Zwei konkrete Projekte liegen von den Bbr. Bbr. Martin Nathan- Berlin und Hans B e r g e r - Breslau vor. Beide wenden sich an Bundesbrüder mit

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